Flüchtlinge beim Berufsinformationstag der BBS

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Flüchtlinge beim Berufsinformationstag der BBS
An Metallberufen interessierte junge Flüchtlinge. In der Mitte Werner Rex, Vorsitzender der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V., und Hans Kessel, Seniorchef der Fa. Metallbau Kessel GmbH in Bandorf, der in der BBS seinen Praktikanten Hamza Ismael aus Somalia wieder getroffen hat (rechts außen), einen Kandidaten für eine Ausbildung nach dem Deutschkurs, hier zu sehen mit weiteren Jugendlichen.

Kelle, Kochlöffel oder Kreissäge? – Ökumenische Flüchtlingshilfe mit jungen Flüchtlingen beim Berufsinformationstag der BBS

Ökumenische Flüchtlingshilfe mit jungen Flüchtlingen beim Berufsinformationstag der BBS

Mit jungen Flüchtlingen hat die Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. den Berufsinformationstag der Berufsbildenden Schule des Landkreises Ahrweiler (BBS) besucht.

Jetzt übe ich noch eifriger Deutsch und lerne auch die Bezeichnungen von allen Teilen eines Autos auswendig!“ Mit diesem guten Vorsatz verließ ein Jugendlicher – nennen wir ihn Mohammad – begeistert den Berufsinformationstag der BBS.

Vorbereitet und begleitet durch engagierte Ehrenamtler der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e. V. (ÖFH) nutzten junge Flüchtlinge das vielfältige Informationsangebot in der BBS rund um das Thema Berufsausbildung. Sie alle verbindet der Wunsch, in Deutschland einen Beruf zu erlernen und zu arbeiten.

Einige starten unter recht schwierigen Bedingungen. In ihren Heimatländern – etwa in Afghanistan, Eritrea, Gambia, Somalia oder Syrien – herrscht seit vielen Jahren Krieg, Verfolgung und Unterdrückung. Für viele war nicht einmal der Besuch einer Schule möglich. Und manch einer hat immer noch keinen gesicherten Aufenthaltsstatus, weshalb der Zugang zum Integrationskurs versperrt bleibt.

Die ÖFH unterstützt diese jungen Männer nach Kräften, um ihnen die Möglichkeit einer Ausbildung zu eröffnen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Arbeitsgruppe ABBA – vier Buchstaben, die für Arbeit, Beschäftigung, Beruf, und Ausbildung stehen – pflegen intensive Kontakte zur Berufsberatung, zu den Kammern und zu vielen Betrieben. Sie haben die Erfahrung gemacht, wie wichtig dauerhafte persönliche Beratung und Betreuung sind. Und sie stellen immer wieder fest, dass viele junge Flüchtlinge im Landkreis nahezu ohne Kontakt zu Deutschen sind und wenig Unterstützung erfahren.

Mit regelmäßigen Besuchen in den Unterkünften, vorbereitenden Gesprächen vor dem Besuch der BBS und dem Angebot niedrigschwelliger Sprachkurse im Mehrgenerationenhaus Bad Neuenahr-Ahrweiler will die ÖFH diesem Mangel entgegenwirken. Auch der Besuch des Berufsinformationstages ist ein Baustein dieses Unterstützungsprozesses.

Auf offene Ohren und Interesse stießen die Besucher bei den in der BBS vertretenen Betrieben und den beratenden Lehrer. Geduldig erklärten die Fachleute den Flüchtlingen die deutschen Ausbildungsberufe und informierten sie über geeignete Wege, die zu einem Berufsabschluss führen können. „Ich würde mich freuen, wenn wir in zwei bis drei Jahren einige der Jungs in eine Ausbildung übernehmen können“, so ein Vertreter aus dem Handwerk. Und ein Lehrer der BBS fügte hinzu: „Es ist schön, junge Menschen kennen zu lernen, die förmlich darauf brennen, lernen und arbeiten zu können.“

Dringend sucht die ÖFH nach weiteren Berufspaten und Integrationslotsen. Wer gerne in diesem Bereich ehrenamtlich aktiv werden möchte, kann sich melden:

Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V.
Mehrgenerationenhaus
Weststraße 6
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Telefon: 02641 / 30 29 555 oder
0 178 / 868 222 4

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