Kurzfilm 200 Jahre Kreis Ahrweiler

0
118
Kurzfilm zeigt 200 Jahre Kreis Ahrweiler. Eine Zeitreise

Kurzfilm zeigt 200 Jahre Kreis Ahrweiler – Eine Zeitreise

Kurzfilm zeigt 200 Jahre Kreis Ahrweiler – Eine Zeitreise
Amtsbote aus Bronze wird lebendig und erlebt Heimat-Historie – Zuschauer sehen und hören 180 Bilder und Filmsequenzen von 1816 bis heute

Der Amtsbote, der ebenso wie sein Pferd in Bronze gegossen felsenfest vor dem Gebäude der Kreisverwaltung in der Ahrweiler Wilhelmstraße verharrt, erwacht plötzlich zum Leben. Die Metall-Skulptur wird zum beweglichen Menschen. Der Bote verlässt, zumindest für 15 Film-Minuten, seinen Stammplatz neben dem Amtsschimmel und tigert los. Unbemerkt hinein ins nächtliche, menschenleere Kreishaus, genauer gesagt ins Kreisarchiv und von dort auf eine Zeitreise. Hinein in 200 Jahre Geschichte des Kreises Ahrweiler und des früheren Kreises Adenau. Was er gemeinsam mit den Zuschauern sieht und hört, sind Stationen mit 180 Bildern, Fotos und Filmsequenzen. Heimat-Historie im Zeitraffer.  

Der Titel dieses neuen Kurzfilms „ 200 Jahre Kreis Ahrweiler . Eine Zeitreise.“ nennt den Anlass und deutet den Inhalt an. Die Firma „Motionact – Studio für Bewegtbild“ von André Weber aus Dernau und die Kreisverwaltung haben den Streifen zum 200-jährigen Kreis-Geburtstag (1816 bis 2016) produziert. Was hat sich in diesen 200 Jahren so alles getan? Der Amtsbote wird es bei seiner nächtlichen Erkundungstour durchs Kreishaus erfahren und kommentieren.  

Die Geschichte

Einige Schlaglichter: 1816 wird Freiherr von Gruben erster königlicher Landrat, dessen Büros in der Ahrweiler Niederhut untergebracht sind. Die meisten Kreisbewohner leben überwiegend von der besonders in den Höhen der Eifel meist kargen Landwirtschaft. An der Ahr schließen sich 1868 Winzer in Mayschoß zur Genossenschaft zusammen. Georg Kreuzberg erbohrt 1852 die Apollinarisquelle – eine entscheidende Grundlage für das spätere Kur- und Heilbad Neuenahr.  

Die Eisenbahn entlang des Rheins kommt ins Ahrtal und erreicht 1880 Ahrweiler. Im Brohltal entstehen Arbeitsplätze in der Steinindustrie. 1927 wird der Nürburgring eröffnet, der Film zeigt Originalfilmaufnahmen aus der Frühzeit. 1932 wird der Kreis Adenau aufgelöst. 1933 beginnt die Nazi-Diktatur. Das zerstörte Ahrtor in Ahrweiler ist eine Folge des Zweiten Weltkriegs, dessen Ende näherrückt, nachdem die Amerikaner die Rheinbrücke in Remagen eingenommen haben. 

Unter französischer Besatzung beginnt ab 1945 der Aufbau der Demokratie. 1946 tritt der erste demokratisch gewählte Kreistag zusammen. Es geht aufwärts. Seit 1948 bringt das Spielcasino Geld ins Ahrtal. 1969/70 kommen Teile des Brohltals mit Maria Laach zum AW-Kreis. Die A 61 bringt wirtschaftliche Impulse, die Römervilla wird entdeckt. Im Wendejahr 1989 erreichen Bürger der zerfallenden DDR mit einem Sonderzug den Bahnhof Ahrweiler. Nach dem Bonn-Berlin-Beschluss profitiert die Region von Ausgleichsprojekten, unter ihnen die Fachhochschule in Remagen.  

Heute

Was macht der Kreis heute? Der Kreistag hat ein millionenschweres Schulbauprogramm beschlossen, das umgesetzt ist. Kindertagesstätten werden ausgebaut, erneuerbare Energie und schnelle Datentechnik vorangetrieben.  

Und wie geht es weiter? Während der erste, königliche Landrat 1816 den Einstieg in den Film bildete, blickt 2016 der amtierende, erste urgewählte Landrat nach vorne. „Für die Zukunft sind wir gut aufgestellt“, meint Dr. Jürgen Pföhler. Was auch dem Amtsboten gefällt, der nach seiner nächtlichen Zeitreise am nächsten Morgen wieder vor dem Kreishaus steht. Als Bronze-Skulptur.   

Web und Weber  
Der Film ist im Internet zu sehen: www.kreis-ahrweiler.de und auf Youtube: Kanal „Kreisverwaltung Ahrweiler“, Direktlink www.youtube.com/user/KreisverwaltungAW und natürlich hier im Aktiplan. Einfach auf das Bild oben klicken.

André Weber hat sich mit seiner Firma Motionact – Studio für Bewegtbild spezialisiert auf audiovisuelle Filme, Produktvisualisierungen, dreidimensionale Animationen und Sounddesigns. Der Mediendesigner ließ auch schon Ludwig van Beethoven auf dem Bonner Münsterplatz lebendig werden.

Foto: Stöbert im Kreisarchiv: der lebendig gewordene Amtsbote bei seiner Zeitreise durch die Geschichte