Barbarossa – Kaiser zwischen Mythos und Marketing

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Barbarossa - Kaiser zwischen Mythos und Marketing
Wann:
19. Mai 2019 um 14:00 – 25. August 2019 um 18:00
2019-05-19T14:00:00+02:00
2019-08-25T18:00:00+02:00
Wo:
Schloss Sinzig
Barbarossastraße 35
53489 Sinzig
Deutschland
Barbarossa - Kaiser zwischen Mythos und Marketing @ Schloss Sinzig | Sinzig | Rheinland-Pfalz | Deutschland

Barbarossa – Kaiser zwischen Mythos und Marketing

Museum Sinzig zeigt Ausstellung zu Barbarossa –
Sinzig. Wer war Kaiser Barbarossa (1122 – 1190), wie wird er heute gesehen – oder. Was wurde aus Ihm gemacht? Die neue Ausstellung im HeimatMuseum Schloss Sinzig rückt genau dieses Thema in den Mittelpunkt und eröffnet am 19. Mai 2019, dem Internationalen Museumstag, die Sonderausstellung „Barbarossa – Kaiser zwischen Mythos und Marketing“.

Kein Kaiser hat so nachhaltig auf die Gemüter der Deutschen gewirkt wie der Staufer Friedrich I. Wegen seines roten Bartes nannten ihn die Italiener „Barbarossa“. Schon Anfang des 16. Jahrhunderts verbreitet sich der Mythos vom schlafenden Kaiser, der verborgen im Kyffhäuser auf die Zeitenwende wartet, in der volkstümlichen Literatur. Im 19. Jahrhundert befeuerte die Sage die Hoffnungen auf einen deutschen Nationalstaat. Es entstand ein wahrer Barbarossa-Kult. Auch nach der Neugründung des Deutschen Kaiserreiches blieb Barbarossa eine deutschnationale Ikone. Barbarossa-Denkmäler wurden in etlichen deutschen Städten – darunter in Sinzig – errichtet. Plätze, Straßen, Schiffe und Schulen wurden nach ihm benannt.

Schon sehr früh wurde mit seinem Namen geworben – für Hotels, Gaststätten, Brauereien, Apotheken, Kliniken, Bäder und Bäckereien. Auch fünf Städte – darunter Sinzig – nennen sich aus unterschiedlichen Gründen „Barbarossastadt“. Dabei wissen die meisten Deutschen heute kaum noch etwas über das Leben des bedeutenden Kaisers.

Die neue, von Kurator Rudolf Menacher konzipierte und zusammengestellte Ausstellung im Heimatmuseum Schloss Sinzig zeigt in Grafiken und Reproduktionen die wichtigsten Stationen seines Lebens. Zudem wird die Entwicklung des Barbarossa-Mythos im 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert dokumentiert. Postkarten und Fotografien führen zu den Stätten des Barbarossa-Kultes. Nicht zuletzt geht die Ausstellung der Frage nach, wie Sinzig zur Barbarossastadt wurde.

Daneben werden Objekte der gnadenlosen Vermarktung Barbarossas präsentiert. Die Palette reicht von Reklamebildern über Münzen, Medaillen und Briefmarken bis hin zum Bierglas.

Die Ausstellung ist am Internationalen Museumstag von 11 bis 18 Uhr und danach zu den normalen Öffnungszeiten des Sinziger Museums zu besichtigen
Samstag und Sonntag 14.00 bis 17.00
Donnerstag 10.00 bis 12.00
Gruppen nach Vereinbarung
www.museum-sinzig.de.

Die offizielle Eröffnung der Ausstellung ist um 14 Uhr an diesem Sonntag, danach laden Museum und der Förderverein zur Besichtigung und zum Museumscafé ein.

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