Bürgerbefragung zu Tempo 30 in Remagen

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Bürgerbefragung zu Tempo 30 auf allen innerstädtischen Straßen in Remagen

Teilnahme bis zum 7. August 2021 möglich

Die Art und Weise der Fortbewegung, die Mobilität insgesamt verändert sich. Dieser allgemeine Trend wird durch die Corona-Pandemie noch verstärkt. Viele Menschen nutzen mehr und mehr das Fahrrad, auch, da sich durch Elektrofahrräder der Bewegungsradius stark erweitert hat. Diesem veränderten Verkehrsverhalten will die Stadt Remagen Rechnung tragen, um insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmer stärker zu schützen. „Es ist mir ein großes Anliegen, auf allen innerstädtischen Straßen in Remagen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h einzuführen, um die Verkehrssicherheit insgesamt zu verbessern und die Geschwindigkeitsregelungen zu vereinheitlichen“, begründet Bürgermeister Björn Ingendahl seine Initiative.

Eine grundsätzliche Reduzierung der Geschwindigkeit kann zu einer erheblichen Reduzierung der Gefährdung schwächerer Verkehrsteilnehmer führen. So reduziert sich der normale Bremsweg von 25 Metern bei 50 km/h auf 9 Meter bei 30 km/h. Bei einer Vollbremsung von 12,5 Metern auf 4,5 Meter. Studien belegen zudem, dass die Lärmbelastung um etwa 2 – 3 db(A) abnimmt. Dies liegt deutlich im wahrnehmbaren Bereich.

Gleichzeitig würde sich die Fahrzeit nur unwesentlich erhöhen. Die Fahrt von der Dorfmitte in Kripp bis in die Innenstadt von Remagen beispielsweise, würde bei durchgehend 30 km/h weniger als eine Minute länger dauern als aktuell.

Derzeit ergibt sich bei den Geschwindigkeitsbeschränkungen in fast allen Ortsteilen von Remagen ein sehr uneinheitliches Bild. Auf Teilstrecken wechseln sich in schneller Folge teils mehrfach Tempo 30 und Tempo 50 ab. In einigen reinen Wohngebieten gilt Tempo 50, während in anderen Tempo 30-Zonen bzw. Spielstraßen eingerichtet sind. Gleichzeitig ergeben sich aus den baulichen Gegebenheiten, insbesondere durch eine häufig sehr geringe Straßenbreite, Nutzungskonflikte zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern. Hierdurch ergeben sich insbesondere für Fahrradfahrer und Fußgänger Gefahrensituationen.

Die Stadtverwaltung schlägt daher vor, in allen Wohngebieten künftig 30er-Zonen auszuweisen, sofern diese nicht ohnehin bereits bestehen. Bestehende niedrigere Geschwindigkeitsbeschränkungen oder verkehrsberuhigte Zonen bleiben selbstverständlich bestehen. Auf den Hauptverkehrsstraßen Alte Straße, Goethestraße, Mittelstraße, den überörtlichen Straßen L 79 (Bergstraße/Birresdorfer Straße), K 40 in Unkelbach (Rheinstraße/Am Weiher/Oedinger Straße) und Oedingen (Wachtbergstraße), der K 41 in Bandorf (Talstraße) und Oberwinter (Im Ellig/Am Friedrichsberg) sowie der B 266 in Kripp (Quellenstraße) soll eine durchgehende Tempo 30-Beschilderung eingeführt werden. Diese Straßen sollen aber weiterhin Vorfahrtsstraßen bleiben, um einen gleichmäßigen Verkehrsfluss zu gewährleisten.

Bevor der Stadtrat endgültig über meinen Vorschlag entscheidet, möchte ich zunächst den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt die Gelegenheit geben, ihre ehrliche Meinung zu einer dauerhaften Geschwindigkeitsbeschränkung abzugeben“, so Bürgermeister Björn Ingendahl weiter. Diese Maßnahme soll niemanden bestrafen oder benachteiligen, sondern ein gutes Miteinander und mehr Sicherheit im Straßenverkehr fördern, indem den Nutzungsänderungen im Straßenverkehr Rechnung getragen wird.

Die Onlineumfrage sowie Karten von allen Stadtteilen, die die aktuellen sowie die vorgeschlagenen, künftigen Geschwindigkeitsregelungen enthalten, sind auf der städtischen Internetseite (www.remagen.de) veröffentlicht. Die Teilnahme an der Umfrage ist bis zum 07.08.2021 möglich.

Pressemeldung Stadt Remagen
Foto: Archiv Gottschalk

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