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Denkmalverein beantragt Unterschutzstellung von „Haus Walterscheid“

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Mitgliederversammlung unterstützt das Vorhaben – Vorstand wurde erweitert

Sinzig. Der Förderverein Denkmalpflege und Heimatmuseum Sinzig setzt sich erneut für den Erhalt des Hauses Mühlenbachstraße 40 in Sinzig ein, wie schon vor sechseinhalb Jahren und beantragt bei der Denkmalschutzbehörde die Unterschutzstellung des Gebäudes. Das teilte der stellvertretende Vorsitzende Matthias Röcke auf der Mitgliederversammlung mit und stieß damit auf große Resonanz und Unterstützung. Grund dafür sind konkrete Neubaupläne für das Areal zwischen Mühlenbachstraße und Barbarossastraße, die den Verein einen Abriss des auch als „Haus Walterscheid“ bekannten Barockbaus befürchten lassen. Die dort bisher untergebrachte Buchhandlung ist bereits geschlossen, Einzelheiten zur geplanten Neubebauung sind noch nicht bekannt.

Grundlage dieses Vorgehens sind auch neue Erkenntnisse über den besonderen Status des Hauses. Diplomrestaurator Bernd Retterrath, Mitglied im Verein, präsentierte der Versammlung seine Erkenntnisse aus Untersuchungen im Haus, deren Ergebnisse er in einer Expertise zusammen gefasst hat. Demnach ist der hintere Teil der Anlage ein barockes Fachwerkhaus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Belege der Barockzeit finden sich unter anderem in Dachstuhl und an Fenstern. Bei dem vorderen, längs zur Straße stehenden Teil der Anlage handelt es sich um einen klassizistisch geprägten Anbau von 1830. Die heutigen Schaufenster stammen von 1951. Von besonderer Bedeutung ist die Fülle originaler Ausstattung wie Treppenhaus, Marmor- und Holzböden und Holzeinbauten, sodass es sich hier nach Einschätzung von Retterrath um ein hervorragend dokumentiertes Beispiel bürgerlicher Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts im Rheinland handelt und für Sinzig wohl einmalig ist.

Vorstandswahlen

Zu den Regularien der Mitgliederversammlung im Sinziger Schloss gehörten auch Vorstandswahlen. Erneut für zwei Jahre ins Amt gewählt wurden die stellvertretenden Vorsitzenden Agnes Menacher und Matthias Röcke, zudem die Beisitzenden Dirk-Arnulf Meyer, Angelika Schneider und Anton Simons. Neu als Beisitzer bestimmte die Versammlung Gabriel Heeren und Elmar Knieps. Zuvor war der alte Vorstand einstimmig entlastet worden.

Für den krankheitsbedingt verhinderten Vorsitzenden Hardy Rehmann trug die stellvertretende Vorsitzende Agnes Menacher den Bericht des Vorstands vor. Sie berichtete von einer positiven Entwicklung im Verein, der derzeit 129 Mitglieder hat. Bei ihrem Rückblick auf die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr hob sie die erfolgreiche Requirierung von Fördermitteln für Projekte im Museum durch Vorsitzenden Hardy Rehmann hervor in Höhe von insgesamt rund 23.000 Euro Euro.

Römerausstellung

Im HeimatMuseum Schloss Sinzig wird derzeit die neu ausgerichtete Römerausstellung aufgebaut. Die Eröffnung wird Mitte Mai sein. Die Digitalisierung der Museumsbestände, die der Förderverein mit einer Arbeitsgruppe unternimmt, ist weit gediehen, rund 3600 Objekte sind bereits erfasst und zum Teil auch über Internet erlebbar. Angelaufen ist die Aktion „Schau mal Denkmal“, hier erfassen Mitglieder die in der offiziellen Denkmalliste eingetragenen Sinziger Denkmäler nach dem äußerlichen Zustand und pflegen die Ergebnisse in der Datenbank Kuladig ein, ein Denkmalportal des Landes Rheinland-Pfalz.

Finanzlage

Schatzmeister Achim Habbel konnte von einer guten Finanzlage berichten, Einnahmen und Ausgaben einschließlich Fördermittel und Spenden lagen bei rund 30.000 Euro.

Für seine ehrenamtliche Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Digitalisierung dankte Menacher Rolf Meyer mit einem Weinpräsent. Sehr dankbar ist der Verein auch Gottfried Nonnast für sein Engagement für die Bücherzelle des Vereins am Markt Sinzig. Er hat dieses Amt jetzt abgegeben, Hildegard Ginzler und Waltraut Kettler werden es übernehmen.

Agnes Menacher wies zum Abschluss auf das umfangreiche Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Vereins hin. Das Programm ist auf der Homepage www.museum-sinzig.de zu finden und kann von allen Gästen und Bürgern der Stadt genutzt werden.

Die vielfältigen Aktivitäten des Vereins, der hohe Anteil der aktiven Mitglieder und nicht zuletzt die neuen Beisitzer und die problemlose Übergabe der Bücherzellen-Betreuung zeigen, dass es sich bei dem Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig um einen sehr lebendigen und engagierten Verein handelt, der die Coronajahre sehr gut überstanden hat. Mit dieser Anmerkung beendete Agnes Menacher die Mitgliederversammlung.

Pressemeldung Denkmalverein Sinzig
Foto: Achim Gottschalk, allgrafics

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