Enttäuschung bei den Remagener Grünen über die Wahlen der Beigeordneten im Kreistag

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Enttäuschung bei den Remagener Grünen über die Wahlen der Beigeordneten im Kreistag

Enttäuschung bei den Remagener Grünen über die Wahlen der Beigeordneten im Kreistag

Bettina Fellmer, die hochqualifizierte Bewerberin aus Remagen, zog den Kürzeren gegen die neue bürgerliche Koalition im Kreistag –
Die große Freude der Grünen Stadtratsfraktion über die Wahl von Volker Thehos als zweitem Beigeordneten der Stadt Remagen am Montag wurde bereits am Freitag durch die unverdiente Niederlage von Bettina Fellmer, Grüne Stadträtin in Remagen und Landschaftsplanerin mit großer Erfahrung auf verschiedenen Verwaltungsebenen von der Kommune bis zur Europäischen Kommission, im Kreistag in Ahrweiler getrübt. Das starke Wahlergebnis, das die Grünen mit nun 9 Sitzen zur zweitstärksten Fraktion im Kreistag machte, wurde durch eine im Vorfeld nicht transparente Koalition aus CDU, FWG und FDP ausgehebelt, um statt der Kandidatin der Grünen einen Kandidaten der FWG (6 Sitze) und schließlich auch noch eine Kandidatin der FDP (3 Sitze) auf die Positionen der zweiten und dritten Beigeordneten zu wählen.
Sowohl die SPD als auch die Grünen mit 7 bzw. 9 Sitzen im Kreistag gingen auf diese Weise leer aus, und dies, obwohl die konstituierende Sitzung des Kreistages zunächst so vielversprechend begann. Der Landrat Dr. Pföhler sprach von einer zukünftig noch besseren und engeren Zusammenarbeit aller Fraktionen im Kreistag und hoffte gar auf einstimmige Ergebnisse. Doch schon die kurz darauf beginnenden langatmigen Diskussionen um die beste Möglichkeit, Naturschutz, Energiewende, Kreisentwicklung und Klimaschutz im Kreistag strukturell anders zu verankern, zeigten deutlich, dass es kaum um die Themen und Inhalte ging. Aus dem Antrag der Grünen, einen zusätzlichen Ausschuss für Energiewende, Klimaschutz und nachhaltige Kreisentwicklung zu bilden, wurde schlussendlich ein Arbeitskreis innerhalb des Kreis- und Umweltausschusses zum Thema Umwelt, Klima und Naturschutz. Als Basis für eine neue und noch bessere Zusammenarbeit hatte sich das neugewählte Kreistagsmitglied Stefani Jürries aus Remagen, die sich als Sprecherin des Ortsverbandes Remagens für Bettina Fellmer stark gemacht hatte, doch etwas Anderes vorgestellt: „Der Ablauf der Wahl war schon bezeichnend. Das ist kein guter Start für die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen auf Kreisebene in den nächsten fünf Jahren. Zumal sich anders als im Kreistag in fast allen Stadt- und Gemeinderäten des Kreises das gute Abschneiden der Grünen bei den Kommunalwahlen nun durchaus auch in Form von Beigeordneten abbildet.“ In Sinzig, Bad Neuenahr und Remagen stellen die Grünen mit Claudia Thelen, Ute Reuland und Volker Thehos jeweils Beigeordnete, weitere werden vielleicht in den Gemeinderäten noch folgen. Der Ortsverband Remagen und die Stadtratsfraktion der Grünen in Remagen freuen sich indes, dass Bettina Fellmer nun mehr Zeit und Energie in die Arbeit im Stadtrat stecken kann und die Fraktionsvorsitzenden Bliss und Jürries stellten heraus, dass sie nur ungern für den Kreis auf die Kompetenz und Erfahrung Frau Fellmers in den Ausschüssen der Stadt verzichtet hätten.

Pressemitteilung des Ortsverbandes der Grünen in Remagen
Grafik: Kreisverwaltung

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