Falsche Polizisten erbeuten Gold und Schmuck

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Polizei

Falsche Polizisten erbeuten Gold und Schmuck

Seniorin wird zum zweiten Mal Opfer der Telefonbetrüger
Im Laufe des vergangenen Wochenendes sind zwei Seniorinnen Opfer von Telefonbetrügern geworden, die sich als Polizeibeamte ausgegeben hatten. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand erbeuteten die Unbekannten dabei Gold und Schmuck in Höhe von mehreren zehntausend Euro.

Eine 92-jährige Frau aus Bonn-Bad Godesberg, die bereits im Oktober 2019 schon einmal Bargeld an die falschen Polizisten ausgehändigt hatte, wurde Ende August 2020 von einem Mann angerufen, der sich als Polizeibeamter ausgab. Über mehrere Tage riefen er und weitere Komplizen die Frau immer wieder an und forderten sie auf, ihr Bargeld in Gold umzutauschen und anschließend an einen Polizeibeamten zu übergeben, der es an einen sicheren Ort bringen würde. Am Freitag, 04.09.2020, erfolgte die Übergabe an den Unbekannten.

In dem zweiten Fall erbeuteten Telefonbetrüger Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro. Zunächst hatte eine angebliche Polizeibeamten eine 91-Jährige in Bonn-Beuel angerufen und ihr mitgeteilt, dass es Hinweise gebe, dass ein Einbruch in ihre Wohnung bevorstehe. Im weiteren Verlauf überzeugte die „falsche Polizistin“ die Seniorin zur Übergabe des Schmucks an einen an einen Kriminalbeamten. Am Samstag wurde der Schmuck abgeholt.

In beiden Fällen gibt es bislang keine Hinweise auf die Tatverdächtigen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und nimmt die neuerlichen Vorfälle nochmals zum Anlass, vor den Telefonbetrügern zu warnen:

Die Gauner sind mit dem Trick seit geraumer Zeit bundesweit aktiv. Sie täuschen bei ihren Anrufen unter anderem vor, Polizeibeamte einer örtlichen Polizeidienststelle, Kriminalbeamte des Landeskriminalamtes, des Bundeskriminalamtes oder auch einer Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei zu sein.

Die perfide Vorgehensweise wird oft durch einen technischen Trick unterstützt: Im Display des Telefons der Angerufenen wird häufig die örtliche Vorwahlnummer zusammen mit der 110 eingeblendet oder einer örtlichen Polizeidienststelle. Dies soll die Behauptung untermauern, dass es sich bei den Anrufern um Polizeibeamte handelt.

Es sind jedoch keine Polizisten am Telefon, sondern Trickbetrüger. Diese behaupten zum Beispiel, es habe zuletzt vermehrt Einbrüche in der Umgebung gegeben oder dass man bei festgenommenen Dieben einen Zettel mit der Adresse des Angerufenen gefunden habe.

Daher müsse man die Bargeld- oder Schmuckbestände überprüfen. Danach folgt das Angebot, den Schmuck oder das Bargeld von einem Kriminalbeamten abholen zu lassen. Dieser werde es an einen sicheren Ort bei der Polizei bringen. Durch diese Vorgehensweise, bei der die Opfer in Angst versetzt werden, haben Betrüger schon hohe Summen erbeutet, auch weil sie sofort nachsetzen und ihren Opfern kaum Gelegenheit geben, über das Gespräch nachzudenken.

Die Polizei empfiehlt:

Legen Sie auf, rufen Sie sofort Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an und schildern Sie den Sachverhalt. Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.

Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige. Weitere Informationen zum Schutz vor Telefonbetrügern finden Interessierte hier: https://polizei.nrw/artikel/betrueger-geben-sich-am-telefon-als-polizeibeamte-aus

Pressemeldung Polizei Bonn
Foto: Archiv

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