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Freie Wähler – viele Todesfälle hätten verhindert werden können

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Wem wurde wann was (nicht) gemeldet?

Katastrophenzentren vor Ort wurden nicht informiert / Efas warnte bereits vier Tage zuvor

MAINZ. Die Überschwemmungskatastrophe der vorigen Woche in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen stellt eine Zäsur in der jüngeren deutschen Geschichte dar. Die schrecklichen Bilder und dramatischen Nachrichten brennen sich in das Gedächtnis ein. Insbesondere die hohen Todesfallzahlen schockieren und machen betroffen. „Umso unverständlicher ist es, dass offensichtlich Tage vorher bereits Meldungen zu einer bevorstehenden Katastrophe vorlagen“, so Joachim Streit, Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER im Landtag Rheinland-Pfalz.
Es mehren sich die Hinweise, dass die schlimmsten Ausmaße und viele Todesfälle möglicherweise hätten verhindert werden können. Bereits am 10. Juli, und somit vier Tage zuvor, gingen Warnmeldungen des Europäischen Hochwasser-Warnsystems (Efas) beim Bund ein. 24 Stunden vor dem Eintreten der Katastrophe wurden die Überschwemmungsgebiete präzise vorhergesagt.
Doch trotz dieser eindringlichen Warnungen kamen die Nachrichten weder bei den Kommunen noch den dortigen Katastrophenschutzdiensten – und somit auch nicht bei der Bevölkerung – an. „Wir erhielten seitens des Landes, des Bundes oder anderer Institutionen keinerlei Hinweise. Wir haben selbständig aus den einzelnen Warnsystemen die Meldungen herausgesucht und die Einsatzbereitschaft unseres Katastrophenschutzzentrums hergestellt“, bestätigt Rudolf Rinnen, Beigeordneter des Eifelkreises Bitburg-Prüm, der FREIE WÄHLER-Fraktion.
Joachim Streit schließt sich der Aussage Hannah Clokes, Mitentwicklerin des Efas, an, die von einem „monumentalem Systemversagen“ spricht.
Wer wusste wann was und wem wurde wann was gemeldet“, richtet sich Stephan Wefelscheid, Parlamentarischer Geschäftsführer der FREIE WÄHLER-Fraktion fragend an das Bundesinnenministerium und an Bundesinnenminister Horst Seehofer. In jedem Fall sei es dringend notwendig, die Gründe für das Versagen der Meldeketten zu finden, um bei zukünftigen Katastrophen rechtzeitig warnen und evakuieren zu können. „Deutschland muss krisenfester werden. Das hat Corona gezeigt, das zeigt uns die jüngste Katastrophe. Wenn aber nicht einmal Warnmeldungen weitergegeben werden, dann ist etwas grundlegend faul“, so Wefelscheid.

Pressemeldung FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion RLP
Foto: Archiv

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