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Friseurmeister ohne Berührungsängste mit dem Thema Tod

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Daniel Röber wirkt ab sofort aktiv in der Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel mit

Wenn es um die Betreuung und Begleitung von Menschen am Lebensende geht, gibt es immer noch viele Unsicherheiten und viel Verdrängung, aber im Kreis Ahrweiler auch zunehmend Aufklärung und Hilfen. Dem Ziel, die medizinische-palliative Betreuung und seelische Begleitung von unheilbar Kranken und ihnen nahe stehenden Personen in der Vorbereitung auf ein menschenwürdiges Sterben zu verbessern, hat sich nicht zuletzt die Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel verschrieben. Zum einen gibt sie ganz praktische Unterstützung, zum anderen eröffnet sie Unterstützungswilligen aber auch die Möglichkeit, sich durch die Stiftung mit einer Erbschaft, einem Vermächtnis oder Gewinn dafür einbringen, dass schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige jeden Alters am Ende des Lebens nicht alleine sind und Zuwendung erhalten.

Zweck der Stiftung ist die Beschaffung von Mitteln zur Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege sowie die Beschaffung von Mitteln zur selbstlosen Unterstützung von Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Darin erhält die Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel jetzt auch personelle Unterstützung von bisher noch nicht vertretener Seite. Friseurmeister Daniel Röber aus Bad Neuenahr-Ahrweiler ist bei der jüngsten gemeinsamen Sitzung von Stiftungsvorstand und Stiftungsrat als neues Stiftungsratsmitglied aufgenommen worden.

Ich will mithelfen, die Anliegen der Hospizbewegung zu fördern und noch mehr publik zu machen“, erklärt Röber, der auch Obermeister der Friseur-Innung im AW-Kreis ist. Dabei hat der 40-Jährige bisher keine Kontakte zur Hospizbewegung gehabt, „aber ich habe und hatte auch keine Berührungsängste“. Von einem Freund auf eine mögliche Mitarbeit angesprochen, hat er nicht lange überlegen müssen. Er habe in der Familie schon Angehörige erlebt, die vor ihrem Tod der hospizlich-palliativen Begleitung bedurft hätten, berichtet der Vater zweier Kinder im Grundschulalter. Und in seinem Friseursalon habe er durch das Anpassen und Fertigen von Perücken mit Kunden mit Krebsdiagnosen und auch mit deren Leid und Schwierigkeiten zu tun.

Das Themenfeld der Hospizstiftung wie auch das des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr findet er „bewegend und spannend“. Röber: „Was die Hospizbewegung im Kreis Ahrweiler leitet, ist Vielen nicht bewusst oder wird ihnen erst bewusst, wenn sie selbst oder Angehörige in Krisensituationen geraten.“ Aktiv wird er jetzt im Verbund mit dem Stiftungsrat unter Vorsitz von Hildegard Schneider und deren Vize Thomas Theisen, Schriftführer Rolf Eberle und den Beisitzern Kay Andresen, Jörg Bender und Hans Stefan Steinheuer sowie dem Stiftungsvorstand mit Ulrike Dobrowolny, Monika Lessenich und Mandy Gieler.

Unter anderem sorgen sie alle dafür, dass Lebensende für die Menschen im Kreis Ahrweiler würdevoll gestaltet wird. Dazu gehört auch, dass das Umfeld von Schwerstkranken und Sterbenden weiß, deren Bedürfnisse zu erkennen vermag, selbst wenn sie vielleicht nicht mehr sprechen klar sprechen können. Mit entsprechenden Kompetenzen werden etwa die Teilnehmer von Palliative-Care-Praxis-Kursen ausgestattet. Ganz praktisch vermitteln diese von der Stiftung mitfinanzierten Kurse auch, was jeder zur Linderung von häufigen Symptomen wie Schmerzen oder Mundtrockenheit beitragen kann. Dieses spezielle Angebot ist eines von vielen im Kreisgebiet und richtet sich an alle hauptberuflich Tätigen in der Pflege. Zur Zielgruppe gehören nicht nur Pfleger und Krankenschwestern sondern beispielsweise auch Hauswirtschaftskräfte und Hausmeister, denn nicht selten seien auch sie es, denen die Kranken sich öffneten oder die eben Veränderungen an den Schwerkranken feststellten in ihrem regelmäßigen Umgang mit ihnen.

Pressemeldung Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel
Foto: Privat

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