Dienstag, Oktober 26, 2021

GRÜNE fordern klare Prioritäten für den Hochwasserschutz

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Der GRÜNE Kreisverband Ahrweiler fordert klare Prioritäten für den Hochwasserschutz

Remagen, 16.09.2021. Derzeit wird eine Vielzahl von Vorschlägen und Ideen für den Neuaufbau an der Ahr diskutiert. Aus Sicht des GRÜNEN Kreisverbandes muss der Hochwasser- und Starkregenschutz bereits an den rund 70 Zuläufen der Ahr beginnen und so besuchten die GRÜNEN einige dieser Zuläufe gemeinsam mit Jutta Paulus, MdEP und Martin Schmitt.
Allein in der Verbandsgemeinde Adenau gibt es neben dem Ahrbach, dem Nohner Bach, dem Trierbach und dem Hühnerbach noch viele weitere Zuläufe, die man nun zeitnah begutachten müsste,“ erläutert Claudia Schmitz, Geschäftsführerin des GRÜNEN Ortsverbandes Adenau und Organisatorin des Besuchs. Das Hochwasser von 2016 jährte sich im Mai zum fünften Mal. Danach wurden umfangreiche Hochwasserschutzprogramme aufgelegt. Allein in Antweiler wurden über eine Million Euro investiert, die Ahr wurde teilweise renaturiert, künstliche Inseln wurden geschaffen und Ufergrundstücke abgesenkt – auch mit dem Ziel, die Fließgeschwindigkeit der Ahr zu reduzieren. Die Starkregen am 14. Juli zeigten allerdings, dass dies nicht ausreichte: Es kam erneut an Engstellen zu Verstopfung, kleine Bäche stauten sich zu einer Flutwelle von zwei bis drei Metern an, und die Ahr schwoll zu einem reißenden Fluss an. Die GRÜNEN vor Ort möchten eine schnelle Begutachtung der Potentiale für Regenrückhaltebecken und Retentionsflächen umsetzen.

Aber lassen sich solche Wassermengen überhaupt komplett aufhalten? Das Land und die betroffenen Gemeinden an der Ahr werden schwierige Entscheidung fällen müssen, welche Grundstücke am Fluss wieder bebaut werden sollen. Alle drei katastrophalen Hochwasserfluten (1804, 1910 und 2021) zeigen das gleiche Bild: Starkregen im großflächigen Einzugsgebiet der oberen Ahr führten durch den starken Zulauf der Seitenbäche zu einer Flutwelle mit extremem Hochwasser im gesamten Ahrtal. Der Ahr wieder mehr Raum zu geben, ist daher ein wichtiger Schritt nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für die dort lebenden Menschen. Durch den Klimawandel muss in den nächsten Jahren mit einer höheren Wahrscheinlichkeit solcher Starkregenereignisse gerechnet werden.
Der Kreisverband der GRÜNEN begrüßt daher die Entscheidung des Kreis- und Umweltausschusses im Kreis Ahrweiler, das Naturschutzgroßprojekt „Obere Ahr-Hocheifel“ auch auf die unteren Gebiete bis zur Mündung der Ahr auszuweiten und so durch den Kauf von Grundstücken durch den Kreis eine finanzielle Entschädigung für die betroffenen Eigentümer*innen zu ermöglichen. Allerdings sollte hierfür nicht nur das restliche Guthaben des laufenden Projektes, sondern eine deutlich größere Summe zur Verfügung gestellt werden“, formuliert Stefani Jürries, Sprecherin des Kreisverbandes die Erwartungen der GRÜNEN.
Die 15 Mrd. Euro des Landes als Fluthilfe sind auch eine große Verantwortung. Wir müssen diese Mittel vor Ort sinnvoll einsetzen, damit die nächste Flut nicht erneut zu großen Schäden führt,“ betont auch Jutta Paulus. „Die Frage ist leider nicht, ob eine nächste Flut kommt, sondern nur wann,“ ist sich auch Martin Schmitt sicher. „Die durch die Flutkatastrophe nötig gewordenen Investitionen in den Neuaufbau entlang der Ahr müssen wirksam geschützt werden.

Pressemeldung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Ahrweiler
Foto: Claudia Schmitz

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