Grüne zum Fluglärm über Remagen

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Grüne zum Fluglärm über Remagen

Grüne zum Fluglärm über Remagen

Die ganze Nacht Flugzeugstarts und -landungen

Fluglärmbelastung über Kreisgebiet kann nur in Köln/Bonn reduziert werden –
Wer die totale Mondfinsternis in der Nacht vom Freitag auf den Samstag vergangener Woche auch dazu genutzt hat, einmal länger den „Sternenhimmel“ anzuschauen, musste über Remagen feststellen, dass sich sehr viele dieser „Sterne“ sehr schnell über den Himmel bewegten und ein verdächtiges Brummen erklingen ließen. Mit anderen Worten, der Himmel über Remagen war angefüllt mit Flugzeugen im Minutentakt. – Grüne zum Fluglärm über Remagen –

Landrat Dr. Pföhler ist daher voll und ganz zuzustimmen, wenn er sich im Namen der Bevölkerung gegen den zunehmenden Flugverkehr und den von ihm ausgehenden Lärm beschwert, der von Start und Landungen am Köln-Bonner Flughafen Wahnheide ausgeht. Denn wenn Großflugzeuge in Höhen von zum Teil deutlich unter 2.000 Metern über den Dächern von Remagen zur Landung in Wahnheide ansetzen, ist das schon eine massive Lärmbelästigung“, so Frank Bliss, Fraktionsvorsitzender der Umweltpartei im Remagener Stadtrat, und Volker Thehos, Stadtratsmitglied der Grünen. Thehos, der anhand von offen verfügbaren Radars die Flugbewegungen über Remagen schon seit längerer Zeit verfolgt, kann bestätigen, dass immer häufiger, eindeutig der Wahnheide zuzuordnende Flugzeuge tags und auch nachts das Kreisgebiet in niedriger Höhe passieren und dabei nicht selten „genau das Stadtzentrum von Remagen, aber auch die nördlichen Stadtteile überfliegen“.

Sicher ist es nicht ganz falsch, wenn sich Dr. Pföhler bei der Flugsicherung sowie der Landesregierung in Mainz beschwert“, begrüssen Bliss und Thehos die Initiative des Landrates. „Allerdings lässt Dr. Pföhler dabei die Hauptverursacher des Lärmproblems ganz außer Acht, die Landesregierung in Düsseldorf. Dort aber regieren seine Parteifreunde von der CDU zusammen mit der FDP“, so die beiden Grünen-Sprecher.

In ihrer heutigen Presseerklärung weisen die Vertreter der Umweltpartei auf den langen Streit um vor allem die Nachstarts und -landungen in Wahnheide hin. „Hier hat sich bereits die SPD während der rot-grünen Regierungszeit gegen die Grünen durchgesetzt und auf einem Beibehalten des Nachtbetriebes auf dem Flughafen bestanden. Die jetzt in Düsseldorf amtierende CDU-FDP-Koalition habe vor allem unter dem Druck der FDP diese Politik gegen die Bürger uneingeschränkt fortgesetzt.“

Eine Reduzierung der Lärmbelastung über dem Kreisgebiet ist nach Ansicht der Grünen nur möglich, wenn zumindest der Nachbetrieb auf dem Köln-Bonner Flughafen komplett eingestellt wird. Nur sei derzeit das Gegenteil der Fall. „Der Ferienreisebetrieb auf dem Köln-Bonner Flughafen unterscheidet sich nachts vom Tagbetrieb kaum, zusätzlich starten und landen auch bevorzugt nachts zahlreiche Transportflugzeuge“, so Grünen-Sprecher Frank Bliss, der sich das Treiben in den Terminals nachts an einem Sonntag selbst anschauen konnte und folgert: „Absoluter Normalbetrieb, Flugzeuge kommen an und starten, Pulks von Menschen rennen durch die Hallen. Um billige Slots nachts nutzen zu können, werden hier offenbar Zehntausende von Menschen unterhalb der Flugschneisen um ihre Nachtruhe gebracht.

Entsprechend erwarten die Grünen von Landrat Dr. Pföhler deutliche Worte auch an die zuständigen Minister der NRW-Landesregierung und eine direkte Intervention über seine Parteifreunde in der dortigen CDU.

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Remagen

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