Dienstag, Oktober 26, 2021

Hass im Netz – Beratungsstelle SoliNet startet

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Neue Beratungsstelle SoliNet startet – Familienministerin Binz: „Betroffene von digitaler Gewalt nicht alleine lassen“ 

Familienministerin Katharina Binz hat heute den Startschuss für SoliNet gegeben, die neue Beratungsstelle für Betroffene von digitaler Gewalt. SoliNet fungiert seit dem 16. September als zentrale Informations- und Beratungsstelle für Betroffene von digitalem Hass und Gewalt in Rheinland-Pfalz. Die neue Beratungsstelle ist bei der Fachstelle m*power in Koblenz angesiedelt. Das Familienministerium fördert sie mit jährlich ca. 160.000 Euro.

Betroffene von Hate Speech und digitaler Gewalt können sich ab sofort über die Website www.solinet-rlp.de sowie telefonisch, per Email und auf einigen Social Media-Kanälen an ein Team von Beraterinnen und Beratern wenden. Sie erhalten psychosoziale Beratung, beratende Unterstützung bei Beweissicherung oder strafrechtlicher Verfolgung von Hass im Netz sowie Tipps zur digitalen Sicherheit und Kommunikationsstrategien gegen Hass im Netz. Da die vom Familienministerium geförderte Betroffenenberatung und eine Meldestelle bei m*power angesiedelt sind, steht im Hintergrund fachlich versiertes Personal bereit, das gegebenenfalls weitergehende Hilfe leisten kann. Eine enge Zusammenarbeit mit einer Anwaltskanzlei gewährleistet fundierte juristische Einschätzungen auch in schwierigen Fällen. 

„Hate Speech ist eine Form der psychischen Gewalt mit zum Teil gravierenden Folgen für die Betroffenen, wie Depressionen, Schlafstörungen oder auch einem sozialen Rückzug. Wenn Menschen sich aus dem gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozess zurückziehen, ist das letztlich auch eine Gefährdung des demokratischen Diskurses,“ sagt Familienministerin Katharina Binz. „Hier dürfen wir die Menschen nicht alleine lassen. Wenn Menschen beleidigt, bedroht, eingeschüchtert oder herabgesetzt werden, darf es keinen Unterschied geben, ob es im analogen oder digitalen Raum geschieht.
Bei Betroffenen von digitaler Gewalt herrscht immer wieder eine große Unsicherheit, wie sie sich dagegen wehren können. Deshalb braucht es zentrale Beratungsangebote, die genau auf die Besonderheiten von Hass im Netz eingehen und Betroffene bestmöglich unterstützen. Rheinland-Pfalz leistet hierbei mit der Einrichtung von SoliNet wichtige Pionierarbeit. 

Die Beratungsstelle ist Teil des Programms „Solidarität gegen Hass und Gewalt im Netz“, das ein zentrales Vorhaben des Landesaktionsplans gegen Rassismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit darstellt. Neben SoliNet sieht das Programm zudem die Schaffung von Weiterbildungsangeboten zum Umgang mit digitaler Gewalt vor. Dritter Programmbaustein ist eine große Öffentlichkeitskampagne im Internet, die Übergriffe im Netz anprangert, Gegenstrategien entwickelt sowie Hilfs- und Unterstützungsangebote bekannt macht. Das Fördervolumen dieses Programms beträgt insgesamt 640.000 Euro und bildet damit den Schwerpunkt des Landesaktionsplans. Die Bausteine zwei und drei sollen in diesem und im nächsten Jahr starten.

Pressemeldung Familienministerium RLP
Grafik: Archiv Gottschalk

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