Hochwasserpartnerschaft Ahr

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7. Sitzung der Hochwasserpartnerschaft „Ahr“: Plattform für Information und Diskussion rund um Hochwasserschutz und den Gewässerentwicklungsplan

Rund 50 kommunale Teilnehmende aus dem Ahreinzugsgebiet nahmen an der 7. Sitzung der Hochwasserpartnerschaft am 07.04.2022 in Dümpelfeld teil. Fachexperten informierten zu den aktuellen Entwicklungen und Sachständen seit dem letzten Treffen im Februar 2022 und standen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Frau Dr. Barbara Manthe-Romberg, Mitarbeiterin beim Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge (IBH) und Referentin beim Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz, moderierte die Veranstaltung.

Manuel Paul, Referent im Bereich Bauwesen der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, referierte zum Thema Bauleitplanung im neu ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet. Er informierte über juristische Sachverhalte und Fragestellungen und illustrierte diese an praktischen Beispielen. Dabei wurde aufgezeigt, dass die Bauleitplanung Gemeindeaufgabe ist. Erläutert wurde, wann eine Gemeinde zur Bauleitplanung verpflichtet ist, wann ein Gesetzesverstoß vorliegt und welche Folgen daraus resultieren können. Deutlich wurde in diesem Zusammenhang die Bedeutung der wasserrechtlichen Ausnahmegenehmigungen. Die anschließende, lebendige Diskussion zeigte, dass die wesentlichen Kernaussagen aufgenommen und verstanden wurden.

Anja Toenneßen, Geschäftsbereichsleiterin bei der Kreisverwaltung Ahrweiler berichtete, dass die Aufträge für die Erstellung eines Plans zur Wiederherstellung der Ahr und ihrer Zuflüsse II. Ordnung (Trierbach, Adenauer Bach und Nohner Bach) durch die Kreisverwaltung vergeben wurden. Dieser soll Grundlage zur Gefahrenbeseitigung, zur Verbesserung des Abflusses und der Gewässerstruktur sein. Hierbei stehen besonders die Wiederherstellung der Gewässerökologie, die Schaffung von Rückhaltefunktionen sowie die Schaffung von Abflussflächen in besiedelten Bereichen im Vordergrund. Um den Planungsprozess zu beschleunigen, wurden fünf Gewässerabschnitte gebildet, für die jeweils ein Fachbüro beauftragt wurde. Ein weiteres Büro soll die Gewässerwiederherstellungspläne für die einzelnen Abschnitte zu einem Gesamtkonzept zusammenzuführen. Das gemeinsame Auftaktgespräch mit allen Ingenieurbüros findet in der 15. KW statt. Darüber hinaus machte sie deutlich, dass das Gewässerwiederherstellungskonzept ein erster Schritt und wichtiger Baustein zur verstärkten Hochwasservorsorge ist.

Hochwasserschutz ist ein Zusammenspiel von vielen Maßnahmen, die sich im besten Fall ergänzen. Wesentliche Bausteine der Hochwasservorsorge liegen in den Bereichen Gefahrenabwehr, Hochwasserschutz, Gewässerentwicklung, Bau- und Flächenvorsorge. Ein überörtliches Hochwasservorsorgekonzept, das auch die Gewässer III. Ordnung beinhaltet, soll in Kooperation mit den Städten und Verbandsgemeinden für den Kreis erstellt werden. Dazu hatte der Kreistag in seiner Sitzung vom 30.03.2022 bereits einen entsprechenden Beschluss gefasst. Dieses organisatorische Vorgehen dient der aktuellen Unterstützung der Verbandsgemeinden und Städte, die grundsätzlich für die Gewässer der III. Ordnung zuständig sind. Auf der Grundlage der örtlichen Hochwasservorsorge- und Starkregenkonzepte soll eine progressive Weiterentwicklung der Hochwasserschutzmaßnahmen unter Berücksichtigung überörtlicher Aspekte erfolgen. Hierzu wird es eine finale Abstimmung mit den hauptamtlichen Bürgermeistern noch in diesem Monat geben.

Zum Hintergrund:

Hochwasserpartnerschaften sind freiwillige Zusammenschlüsse von Gemeinden, Städten, Verbandsgemeinden und Kreisen, die an einem von Hochwasser betroffenen Gewässer liegen und die Hochwasservorsorge gemeinsam voranbringen möchten. Die Hochwasserpartnerschaft „Ahr“ ist seit 2014 aktiv. Zum 7. Workshop waren alle Verbands- Stadt- und Ortsbürgermeister eingeladen, um sich mit Expertinnen und Experten der SGD Nord, der Kreisverwaltung Ahrweiler, der Hochschule Koblenz, des Kompetenzzentrums Hochwasservorsorge und Hochwasserrisikomanagement (KHH) sowie des IBH auszutauschen. Das Informations- und Beratungszentrum Hochwasser (IBH) unterstützt die Hochwasserpartnerschaften bei der Organisation und Durchführung von Workshops zu allen Themen und Aspekten der Hochwasservorsorge.

Weitere Informationen: Wiederaufbau Ahrtal SGD Nord (rlp.de) sgdnord.rlp.de/de/wiederaufbau-ahrtal

Pressemeldung SGD Nord
Foto: Archiv

Veranstaltungen zur Flut

 

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