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Schleppende Antragsbearbeitung – Horst Gies rügt Landesregierung

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Das Versprechen von unbürokratischem Handeln muss gehalten werden

Erster Kreisbeigeordnete appelliert an Ministerpräsidentin, Anträge zu vereinfachen

Rund ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe im Ahrtal haben viele Betroffene mit dem Wiederaufbau begonnen. Für viele von ihnen stellt sich jedoch die Frage, wie sie diesen physisch, aber auch mental und vor allem finanziell stemmen können. Ein wichtiger Aspekt bei der Planung und Umsetzung sind die Wiederaufbauhilfen von Bund und Land. Bislang erreichten die versprochenen „unbürokratischen“ Hilfen jedoch nur wenige Menschen.

In einem persönlichen Gespräch mit der Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, setzte sich der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies daher dafür ein, dass das Antragsverfahren vereinfacht, die Abwicklung der Anträge deutlich beschleunigt und vor allem die angekündigten Vorschüsse zeitnah nach Antragstellung ausgezahlt werden.

Unter anderem in den Einwohnerversammlungen des Landes in den betroffenen Orten im Ahrtal wurde den Bürgerinnen und Bürgern das Antragsverfahren der ISB vorgestellt. Viele schöpften neuen Mut und machten sich Hoffnung, die Folgen der Katastrophe mithilfe der Gelder bewältigen zu können. Heute, sechs Monate nach der Flut, hat sich diese Hoffnung aber häufig in Wut, Enttäuschung und Resignation gewandelt“, sagt Gies.

Seit rund drei Monaten können Anträge gestellt werden. Wie in den letzten Tagen der Presse zu entnehmen war, habe die ISB aber in gerade einmal 23 Fällen Geld aus dem Wiederaufbaufonds ausgezahlt. „Auch die Angabe, dass bislang 1240 Anträge eingegangen sind – und das bei etwa 40.000 Betroffenen – zeigt, dass das Verfahren dringend überarbeitet werden muss. Das Versprechen von unbürokratischem Handeln muss gehalten werden!“, so der Erste Kreisbeigeordnete weiter.

Pressemeldung Kreisverwaltung Ahrweiler
Foto: Archiv

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