Mittwoch, Mai 25, 2022

Hubschrauber räumen Müll aus dem Mündungsgebiet der Ahr – der Film

Bundespolizei fliegt angeschwemmten Abfall aus der Ahrmündung in Sinzig

Durch die Flutkatastrophe im Juli sind im Naturschutzgebiet „Ahrmündung“ bei Sinzig große Mengen an Holz, Müll und anderem Schwemmgut abgelagert worden. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben mit enormen Engagement naturschonend von Hand bereits große Mengen an Müll aus dem Gebiet entfernt.

Auch Landesforsten Rheinland-Pfalz war tätig und hat Holz zur Seite geräumt, um an gefährliche Abfälle und Treibgut heranzukommen.
Ein Teil der Abfälle liegt zwischen den Altarmen und ist wegen steiler Böschungskanten mit Fahrzeugen nur schwer erreichbar. Durch schweres Gerät würden viele natürliche Strukturen wie Kiesbänke oder Totholzablagerungen zerstört und der Boden verdichtet. Unbestritten ist jedoch, dass gefährliche Abfälle wie beispielsweise Ölfässer oder Chemikalien aus dem Gebiet entfernt werden müssen. Kleinere Mengen Plastik, zum Beispiel zwischen Baumstämmen, können hingegen aus naturschutzfachlicher Sicht toleriert werden.

Seitens der Kreisverwaltung Ahrweiler, der Oberen Naturschutzbehörde bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD) und des Beirats für Naturschutz des Kreises Ahrweiler wurde intensiv nach einer Möglichkeit gesucht, den noch vorhandenen Abfall naturschonend aus dem Naturschutzgebiet „Mündungsgebiet der Ahr“ zu beräumen.

Nun konnte eine Lösung gefunden werden:
Im Rahmen der Amtshilfe hat sich die Bundespolizei dankenswerterweise bereiterklärt, diese Bereiche mithilfe eines Hubschraubers zu räumen und die Arbeiten als Übung durchzuführen. Die Räumung erfolgt so mit der größtmöglichen Schonung des Bodens vor Verdichtung sowie von auen- und flussmündungstypischen Strukturen wie Altarmen, Kies- und Sandablagerungen, Totholzanschwemmungen, Altwassertümpeln, Auwald und Uferabbrüchen.

Insgesamt wurden rund 2,5 Tonnen Müll an diesem Vormittag entfernt. Weiterer Müll, der noch in großen Mengen angeschwemmt wurde, wird noch entfernt werden. Dabei soll sensibel gearbeitet werden, um dieses “Juwel”, wie ein Fachmann das Gebiet der Ahrmündung beschrieb, nicht zu schädigen.

Quelle: Kreisverwaltung Ahrweiler
Foto und Film: Achim Gottschalk, allgrafics

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