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Illegale Mountainbikestrecke in Sinzig – Stadt lenkt ein

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Pressemeldung der Stadt Sinzig löst Shitstorm in Sozialen Netzwerken aus

Vorausgegangen war diese Meldung der Stadtverwaltung vom 28. Mai:

<< Illegale Radrennstrecken im Sinziger Stadtwald
In jüngster Zeit wurden illegal angelegte Mountainbike-Strecken, sogenannte Trails, im Stadtwald von Sinzig festgestellt. Diese wurden ohne Einverständnis auf dem öffentlichen Eigentum der Stadt mitten durch Waldbestände angelegt.
Die Stadtverwaltung Sinzig weist darauf hin, dass das Anlegen und Nutzen von Radrennstrecken bzw. Trails im städtischen Wald generell verboten ist. Es entsteht eine massive Veränderung des Waldbodens. Aus Gründen des Naturschutzes ist dies darüber hinaus untersagt, da die Naturverjüngung durch das Querfeldeinfahren vorsätzlich zerstört wird. Bäume werden beschädigt und entstehen durch das Befahren der Flächen weitere Kahlflächen, die nicht mehr selbstständig begrünt werden können.
Auch die dort lebenden Wildtiere werden empfindlich gestört.
Die Stadt Sinzig wird zukünftig die Kontrollen diesbezüglich verstärken. Verstöße gegen die Benutzungs- und Gebührenordnung für den Sinziger Stadtwald stellen eine Ordnungswidrigkeit gegen das Landeswaldgesetz dar und werden entsprechend bei der zuständigen Behörde zur Anzeige gebracht und von dort weiter verfolgt.
Für Auskünfte stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes unter der Tel. Nr. 02642/4001-0 gerne zur Verfügung.
>>

Generationen fuhren hier schon Rad

Erstaunlich an der Pressemeldung ist, dass die Stadt erst jetzt auf die Strecke aufmerksam wurde obwohl diese bereits seit jahrzehnten genutzt wird. Manche inzwischen Großeltern erinnern sich noch gut an die Zeit als sie selbst in den 70er Jahren durch den Wald „krachten“.
Sieht man sich die Stelle an Drei Eichen auf dem Ziemert genauer an, fällt auf, dass praktisch kein Müll zu finden ist. Das kann man von vielen anderen mit Pizzakartons, Leergut und anderen Zivilisationsrückständen übersääten aber „legalen“ Treffpunkten in Sinzig nicht behaupten. Hier oben pflegen die Nutzer ihr Kleinod.
Der Jagdpächter des Waldstücks stellt in seinem Facebook-Statement fest: „Ich fühle mich in der Ausübung meines jagdlichen Tuns dadurch NICHT beeinträchtigt. – Das dort heimischen Wild ist, wenn der Trail abends Verlassen ist, dort vertraut anzutreffen, meidet das Gebiet also nicht“. Den dortigen Baumbestand schätzt er bestenfalls als „Brennholz“ ein.
Andere Stellungnahmen sprechen von „was sollen die Jugendlichen denn sonst machen„, „besser als den Schlosspark zu vermüllen„, „aber Windräder sind OK“ oder „da zerstören sie wenigstens nichts„.
Berechtigte Kritik schildert ein Anwohner. „Die Biker huschen schon mal mit hoher Geschwindigkeit an einem vorbei was Mensch und Hund gefährden könnte und einige neue Strecken wurden angelegt„. Hier ist Rücksicht angebracht.

Konstruktive Vorschläge

Es gibt auch konstruktive Vorschläge. Die Stadt Koblenz z.B. hat in Zusammenarbeit mit dem Forstausschuss und der Initiative Koblenzer Mountainbiker ein Konzept erarbeitet was das Biken im Stadtwald legalisiert: https://www.koblenz.de/umwelt-und-planung/ .

Erst 2019 wurde der Jugendbeirat für die Stadt gewählt. https://www.aktiplan.de/wahl-des-jugendbeirats-der-stadt-sinzig/ Es wäre ein positives und schönes Zeichen, wenn die Stadt zusammen mit dem Jugendbeirat und z.B. der Fahrrad AG des Bürgerforums oder erfahrenen Mountainbikern Konzepte zur Umsetzung einer Trailstrecke entwickeln würde.

Die Sinziger SPD sieht eher Gesprächbedarf mit den Jugendlichen als Verbote. „Wir halten dieses rigorose Vorgehen für unglücklich„, sagt Sabine Eggert vom Vorstand des SPD-Ortsvereins und fordert die Stadt auf, einen Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Mountainbiker und den Bedenken der Verwaltung zu suchen.
Wir berichteten: https://www.aktiplan.de/spd-sinzig-zum-verbot-der-mountainbike-strecken/

Der Sinziger Ortsbeirat wird sich in der kommenden Sitzung am 22. Juni mit dem Thema befassen. Dazu Ortsvorsteher Gunter Windheuser: „Es ist rechtlich gesehen etwas kompliziert. Hier muss die Verwaltung entsprechende Rahmenbedingungen schaffen„.

Stadtverwaltung bietet Lösungen an

In einer Meldung in den Sozialen Medien schreibt die Stadtverwaltung am 4. Juni:
<< Kürzlich veröffentlichte die Stadt Sinzig eine Pressemitteilung bezüglich illegal angelegter Downhill-/Mountainbike-Strecken in einigen Bereichen des Sinziger Stadtwalds. Die Veröffentlichung schlug hohe Wellen und das angekündigte Handeln stieß vielfach auf Unverständnis und rief Verärgerung hervor. Ein Handeln in dieser Hinsicht war jedoch unabdingbar. Aufgrund der Rechtsprechung des BGH kann die Stadt als Waldbesitzerin Strecken, die ohne Absprache und ohne entsprechende Regelungen der Verkehrssicherungspflicht geschaffen worden sind, nicht dulden.
Diese Position vertritt z.B. auch die Deutsche Initiative Mountainbike e.V. (DIMB) auf ihrer Homepage.
Um legale Möglichkeiten zu schaffen, hat die Verwaltung bereits im April die Prüfung aufgenommen, eine oder mehrere Mountain-Bike-Strecken im Sinziger Stadtwald auszuweisen. In der Überlegung ist auch eine Fläche für einen Dirtpark. Die Vorauswahl geeigneter Grundstücke hat bereits begonnen.
Jede Strecke oder MTB-Anlage benötigt eine verantwortliche Person, die für die Errichtung und/oder Unterhaltung zuständig ist. Die Strecke kann von der Stadt oder von Privaten betrieben werden. Grundvoraussetzung ist auf jeden Fall ein zustimmender Beschluss des Stadtrats.
Soweit die Strecke naturbelassen bleibt, genügt eine Widmung wie bei Waldwegen. Werden bauliche Anlagen errichtet, ist ergänzend zu prüfen, ob ein Baugenehmigungsverfahren einzuleiten ist.

Wir bieten allen Interessierten ein Gespräch an, um eine optimale Lösung zu finden, welche allen Belangen gerecht wird. Einige Nutzer*innen haben bereits per Facebook Gesprächsbereitschaft signalisiert.
Wir bitten diese und weitere Interessierte um Kontaktaufnahme ausschließlich unter der für dieses Projekt eigens eingerichteten Mailadresse mtb@sinzig.de. Lassen Sie uns gemeinsam ein entsprechendes Konzept entwickeln und die weitere Entwicklung unserer Heimatstadt kooperativ gestalten.
>>

Fazit

Bleibt zu beobachten, wie sich die Situation entwickelt und ob sich eine legalisierte Form der Strecke mit Aufsichtsperson und eventuell zu stellender Baugenehmigung auch über viele Generationen hinweg erhält wie der alte Pfad. Gerade jetzt in der Zeit, in der das Fahrrad immer mehr Fans findet und Aktionen wie das Stadtradeln oder ein Radwegenetz hoch gelobt und beworben werden, wäre es ein richtiges und wichtiges Signal diese inzwischen historische Kultstrecke zu erhalten.

AG
Foto: Achim Gottschalk allgrafics

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