Informationen zum Umbau des Bahnhof Oberwinter

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Informationsgespräch zum Umbau des Bahnhof Oberwinter

Informationen zum Umbau des Bahnhof Oberwinter

Bahnhof OberwinterBei einem Informationsgespräch am 13. November 2019 im Rathaus Remagen haben Vertreter des SPNV-Nord, der Stadt Remagen, des Landkreises Ahrweiler, der DB Netz AG und der DB Station&Service AG sich mit Vertretern der Initiative Bahnhof Oberwinter zum Umbau des Bahnhof Oberwinter ausgetauscht.
Dabei wurde über den aktuellen Stand der Planungen für dieses Bahnhofsprojekt berichtet und gemeinsam diskutiert. Im Rahmen des Gesprächs teilte die Deutsche Bahn mit, dass sich die Planungen für den erforderlichen Umbau der Bahnsteige in der Endphase befinden.
Derzeit läuft die Ausschreibung der Bauleistungen, so dass mit einem Baubeginn im nächsten Jahr gerechnet wird. Die Planungen sehen neben der Anhebung der Bahnsteigkante auf 76 cm, Bahnsteigrampen zur barrierefreien Erschließung und Blindenleitstreifen auch einen neuen
Wetterschutz vor.
Zur Durchführung der Baumaßnahmen werden sogenannte Sperrpausen eingeplant, um gefahrlos im Gleisbereich arbeiten zu können. Da diese auf der linken Rheinstrecke immer nur begrenzt möglich sind, ist eine Aufteilung der Baumaßnahme in zwei Bauphasen erforderlich. Zunächst wird vom 27.01.– 05.03.2020 in schon vereinbarten Zugpausen das alte Bahnsteigdach entfernt und ein provisorischer Wetterschutz errichtet.
In einem zweiten Schritt werden voraussichtlich ab Mai 2020 die Bahnsteige, Treppen und Rampen sowie die Bahnsteigausstattung errichtet.
Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im November 2020 abgeschlossen sein. Aufgrund der genehmigten und weit fortgeschrittenen Planungen sind alternative Ansätze nicht mehr umsetzbar.

Der SPNV-Nord hat eine Wiedereinführung des RE 5 (RRX)-Halts in Oberwinter für das kommende Fahrplanjahr (ab Dezember 2019) bei DB Netz bestellt. Allerdings sind die Bahnsteige dort für die neuen Triebfahrzeuge noch zu niedrig, so dass der Halt bis zu einer Anpassung der Bahnsteighöhe entfallen muss. Durch die geplante zeitnahe Umsetzung der Baumaßnahmen würde auf eine provisorische Anhebung, wie beispielsweise in Remagen, Sinzig und Bad Breisig, verzichtet werden.

Ehemaliges Überholgleis

Die Vertreter der Initiative Bahnhof Oberwinter zeigten sich einerseits erfreut über die Wiedereinrichtung der RE5-Halte, machten andererseits aber auch ihre Enttäuschung deutlich, dass die alten großen Bahnsteigdächer abgerissen werden müssen. Die Initiative thematisierte insbesondere auch die Möglichkeiten einer Reaktivierung der ehemaligen Überholgleise im Bahnhof. Zur Reaktivierung der Überholgleise führte der Vertreter der DB Netz AG nachvollziehbar aus, dass bei Berücksichtigung des aktuellen Planungsrechts eine Inbetriebnahme dieser Gleise erst in ca. zehn Jahren möglich und damit im jetzigen Projekt für 2020 gar nicht integrierbar sei.

Einig waren sich die Vertreter der Bürgerinitiative, der Stadt und des SPNV-Nord, dass zu Zeiten des Baus des Bahnsteigdachs vor über 100 Jahren Planer, Eigentümer und Finanzgeber für die Wartezeit auf den Zug viel kundenfreundlicher gebaut haben. Die heutigen
Finanzierungsvereinbarungen zwischen Bund und DB lassen aus Sicht der Initiative, der Stadt und des SPNV-Nord im Sinne eines angemessenen Wetterschutzes zu wünschen übrig.
Insbesondere aufgrund der genehmigten und weit fortgeschrittenen Planungen sind alternative Betrachtungen jetzt nicht mehr umsetzbar.
Mit Abschluss der Bauarbeiten soll der RE 5 (RRX) wieder in Oberwinter halten. Der barrierefreie Zugang zum Bahnhof ist dann z.B. für Rollstuhlfahrer, Senioren und Kinderwagen vorhanden.
Alle Teilnehmer am Informationsgespräch waren sich darin einig, dass eine möglichst baldige Wiederaufnahme des Halts des RE 5 (RRX) in Oberwinter wichtig für diesen Ortsteil von Remagen ist. Nur so sind schnelle und direkte Verbindungen nach Koblenz, Bonn, Köln, Düsseldorf und ins Ruhrgebiet möglich.

Pressemeldung SPNV-Nord
Fotos: allgrafics

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