Klares „Nein“ der Grünen zum geplanten Nahversorgungszentrum in Sinzig

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Klares „Nein“ der Grünen zum geplanten Nahversorgungszentrum in Sinzig
Das Firmengelände der ehemaligen Anton Rick GmbH & Co. KG Sinzig

Klares „Nein“ der Grünen zum geplanten Nahversorgungszentrum in Sinzig

In den vergangenen Tagen wurden die Sinziger Grünen vermehrt zu Ihrer Haltung zum geplanten Nahversorgungszentrum auf dem ehemaligen Rick-Gelände befragt.
Der Sinziger Stadtrat beschloss im November 2017 die Fortschreibung des geplanten, 13 Millionen Euro teuren Nahversorgungszentrums. Die Grünen stimmten seinerzeit dagegen. „Der städtebauliche Vertrag hat zum Inhalt, dass der Investor nun auf seine Kosten die gesamte Erschließung und Beplanung (Bebauungsplan/Flächennutzungsplan) des Geländes bezahlen muss, ebenso die Zufahrtsstraßen und den Bau eines Kreisels an der Kölner Straße“, hieß es damals im General-Anzeiger.

Nach wie vor stehen die Sinziger Grünen zu ihrem klaren „Nein“ zum Ausbau des geplanten Nahversorgungszentrums. Die Realisierung dieser städtebaulich sehr umfangreichen Maßnahme würde die komplette Versiegelung einer großen Fläche bedeuten. Zudem würde durch den Bau die naturnahe Ahruferlandschaft empfindlich gestört. Der Rad- und Fußweg entlang der Ahr würde an dieser Stelle an Attraktivität enorm verlieren. Das benachbarte Wohngebiet und die dort befindlichen Schulen würden unter dem massiven Zuliefer- und Kundenverkehr leiden. Lärm und Emmissionen wären die zwangsläufigen Folgen dieses „Leuchtturmprojektes“, wie manche Sinziger Politiker diese Baumaßnahme heute nach wie vor betiteln.

Die Sinziger Grünen machen sich für einen sorgsamen Umgang mit den Innenstadtflächen stark. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei der Diskussion im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) zu. Die Errichtung des geplanten Einkaufszentrums auf dem ehemaligen Rick-Gelände lehnen die Grünen ab. Stattdessen schlagen sie für diesen Bereich die Schaffung von familiengerechtem und bezahlbarem Wohnraum vor. Aber auch ein Natur- und Sporthotel, ein Seniorenheim und Mehrgenerationenwohnen können sie sich dort gut vorstellen. Des Weiteren könnte sich in Ahrufernähe eine Gastronomie mit Außenbereich ansiedeln, um den Freizeitwert der Stadt Sinzig zu steigern. Radfahrer könnten dort rasten und Sinziger Bürger, aber auch Touristen aus der Region hätten einen Grund mehr, ihre Freizeit im Sinziger Stadtgebiet zu verbringen.

Die Sinziger Grünen werden sich weiterhin vehement dafür einsetzen, dass das Nahversorgungszentrum in der geplanten Form nicht umgesetzt wird, was auch im Wahlprogramm manifestiert wurde. Das Wahlprogramm der Grünen: www.gruene-sinzig.de

Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Sinzig
Foto: Anton Simons

 

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