Mittwoch, Dezember 8, 2021

Leserbrief WählerGruppe Remagen e.V. (WGR)

Zum Thema Windpark Asberg
(Aktiplan berichtete)

Leserbrief:
Stadtverwaltung antwortet zum Windpark, je nachdem wer fragt

„Da wir kein Interesse daran haben, uns an den reichlichen Spekulationen zur Windenergieplanung zu beteiligen, werden wir uns erst dann äußern, wenn mit den Verfahrensunterlagen verbindliche Ziele und Inhalte durch die planende Gemeinde vorgelegt werden.“ –
dies schrieb der Bauamtsleiter der Stadt Remagen Gisbert Bachem am 12. Oktober als Antwort auf das Schreiben der WGR an den Bürgermeister Georgi vom 4. Oktober.
Die WGR hatte aus Sorge um negative Auswirkungen durch den geplanten Windpark Asberg auf das Panoramabild aus Sicht der meisten Remagener Stadtteilen und aus Sorge um die Anerkennung des Niedergermanischen Limes als UNESCO-Welterbe ein Schreiben mit der Fragestellung schon frühzeitig an Bürgermeister Georgi gerichtet mit der Frage, warum dieses brisante Thema bisher in keinem Ausschuss behandelt wurde. Das Vorgehen ist nicht neu – wenn in Unkel die Eingaben der Bürger nur in Ansätzen ähnlich abgewogen werden wie dies mit dem im Miteigentum des Bauamtseiters befindlichen Bebauungsgebiet „Auf der Schaafsbahn“ in Remagen-Oedingen seitens der WGR beobachtet wurde, dann ist ein Handeln wie vom Bauamtsleiter dargestellt für das Remagener Panoramabild zu spät und unverantwortlich.
Eine völlig andere Antwort erhielt nun das CDU-Stadtratsmitglied Rita Höppner 14 Tage später vom selben Herrn Bachem, als diese am 27. Oktober in öffentlicher Sitzung des Bauausschusses anmerkte, dass die Stadt Bad Honnef wohl eine Resolution gegen dem Windpark Asberg verabschieden wird. Auch sie wollte wissen, welche Position die Stadt Remagen einnimmt. Ihr bestätigte Herr Bachem nun, dass sich die Stadt negativ zum Verfahren geäußert habe und Herr Georgi versuchte mit dem Vorschlag zu beruhigen, dass man sich die Resolution von der Stadt Bad Honnef schicken lassen wolle. Wir wundern uns, wie unterschiedlich der Bauamtsleiter Gisbert Bachem Fragen beantwortet, je nachdem wer diese stellt. Wie ist denn nun die Position der Stadt wirklich: warten bis es zu spät ist, wie der WGR geschrieben, oder sich doch bereits zum Verfahren geäußert, wie – wenn auch ohne weitere Belege – gegenüber der CDU erklärt?
Statt sich zurückzulehnen und sich lediglich eine Resolution schicken zu lassen, ist wegen der drohenden Auswirkungen auf den Tourismus im Rheintal eine Abordnung der WGR nach Bad Honnef zur Stadtratssitzung gefahren.
Was für Aussagen dominieren diese Resolution, wir erfuhren: kritisiert wird die Standortplanung der Unkeler, die eine Akzeptanz der Windenergie bei der Bevölkerung durch den das Landschaftsbild störende Standort erschwere.
Die Bad Honnefer sehen Nachteile für die Bewerbung für die Landesgartenschau 2020, wenn solche Anlagen das bisher ungestörte Landschaftsbild des Siebengebirges beeinträchtigen. Sogar auf erhebliche Mängel der Verträglichkeitsstudie zum FFH-Gebiet Siebengebirge wird verwiesen. Die intakte Umwelt und das Naturerlebnis des Siebengebietes muss als zentrales Element der touristischen Angebotsqualität der Städte des Siebengebirges erhalten bleiben und die Erweiterung des UNESCO-Weltkulturerbe Gebiets auf den Mittelrhein bis Bonn darf nicht gefährdet werden, so die Forderungen des Bad Honnefer Stadtrates.
Bis auf die Landesgartenschau also Argumente, die von der WGR in Remagen längst propagiert wurden, aber leider ohne Reaktion der Verwaltung. Wir werden die Bürger von Remagen weiterhin in der Fragestellung des Panoramablicks nicht alleine lassen und planen auch zur Anhörung am 10. November nach Unkel zu fahren, darüber werden wir dann berichten. Wer auch hinfahren möchte: die öffentliche Anhörung findet in Unkel am 10. November 2015 um 18:00 Uhr im Center Forum Anton Limbach Str. 1a statt.

Holger Kowalewski Pressereferent
WählerGruppe Remagen e.V. (WGR)

Bild oben: Eine Abordnung der WGR auf der Stadtratssitzung von Bad Honnef, um sich vor Ort ein eigenes Bild von der verabschiedeten Resolution zu machen

So könnte der Windpark aussehen
So könnte der Windpark aussehen (Retusche: WGR)

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