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Lesung mit Bernhard M. Scheurer

Der Tod, der Teufel und das Glück

Autor Bernhard M. Scheurer liest am Donnerstag, 4. Mai, um 19 Uhr im Hospiz im Ahrtal

Wer mag es noch hören? Krieg, Klimakatstrophe, die Pandemie, die Flut… Und dann noch ein Buch über den Tod? Der Bad Neuenahrer Bernhard M. Scheuerer hat es geschrieben. Aber nicht, um noch mehr Öl ins Feuer zu gießen, sondern um seinen Lesern einen Weg aufzuzeigen, sich mit dem Sterben zu befassen – als Individuum sowie als Spezies – und um genau so die Angst vor dem Tod zu nehmen. Das deutet schon seine „Dreifaltigkeit“, wie er sie nennt, im Titel seines Buches an: „Der Tod, der Teufel und das Glück“. Dieses stellt er bei einer Autorenlesung am Donnerstag, 4. Mai, um 19 Uhr im Hospiz im Ahrtal in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Dorotheenweg 6, vor.

„Spannend“ wird es, vermutet der 74-Jährige im Vorfeld. Denn es ist für ihn die erste Lesung im Hospiz. Spannend soll es auch für die Zuhörer werden, wenn einer, der eigentlich aus einem ganz anderen Bereich kommt, sich in seinem vierten Buch mit dem Leben und Sterben befasst – nicht ganz von ungefähr, wie sich im Gespräch mit ihm herausstellt, aber auch nicht erst seit der Flut, die er mit seiner Frau in Bad Neuenahr erlebte: „Da arbeitete ich schon an den letzten Kapiteln des Buches.“

„Der Tod, der Teufel und das Glück“ ist Scheurers viertes Buch und das wohl persönlichste, wie er feststellt. Um Themen wie insbesondere das Projektmanagement sowie Teamarbeit und Bildung drehten sich seine früheren Werke. Denn Bernhard Scheurer war in Forschung und Entwicklung tätig und anschließend als Projekt- und Abteilungsleiter sowie als Geschäftsführer in mittelständischen Betrieben wie in internationalen Unternehmen. Er unterrichtete überdies Mathematik, Projektmanagement und Philosophie an verschiedenen Kollegs und Hochschulen. Bereits während des Studiums der Mathematik, Physik und Informatik hat er nach eigenen Angaben das Arbeiten in kreativen Teams kennen gelernt und 2002 sein erstes Buch veröffentlicht. Seine vierte eigenständige Publikation beschreibt er als „erzählendes Sachbuch“.

Der Mathematiker bleibt darin nicht verborgen, wenn der Autor beispielsweise eine „teuflische Funktion“ beschreibt, einen Alterungsprozess in Sekunden umrechnet oder eine Zeitreise in Millimetern vorstellt. Ist es doch niemand anderes als eine Schildkröte, die die Leser auf ihrer Reise durch Raum und Zeit begleitet und auf die Spur eines gelingenden Lebens führt – in sechs Schritten. Auf nicht einmal 200 Seiten erfahren die Leser wie fast nebenbei mehr über Lebensgier und Sterbefasten, Vorsorge und Selbstbestimmung. Es begegnen ihnen zahlreiche Persönlichkeiten wie speziell Achill und Michel de Montaigne oder Thich Nhat Hanh aber auch Lenny Kravitz, Hannes Wader und Donald Trump, ein fröhlicher Rheinländer und eine weise Schweizerin. Man darf gespannt sein, wen Bernhard Scheurer in seiner Lesung aufleben lässt und ob er diese im gleichen entspannten Ton hält wie er im Buch vorherrscht. Vielleicht erklärt Scheurer ja auch, warum er seinem Buch ein Zitat von Johann Gottfried Scheune vorangestellt hat: „Wer den Tod fürchtet, hat das Leben verloren.“

Der Eintritt ist kostenfrei. Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr und der Buchhandlung Geber. Um Anmeldung wird unter der Nummer 02642 / 2 39 66 oder per Mail (info@buchhandlung-geber.de) oder beim Hospiz-Verein Rhein-Ahr unter der Nummer 02641-2077969 gebeten.

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