Mittwoch, Dezember 1, 2021

LINKE beschließt Resolution zum Wiederaufbau des Ahrtals

Landesausschuss DIE LINKE RLP beschließt einstimmig Resolution zum Wiederaufbau der Region Ahrtal

Ahrweiler/ Mackenbach: Auch die Delegierten der LINKEN beschäftigten sich bei ihrem Landesausschuss mit diversen Anträgen, die sich mit der Situation in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten befassten. Die Flutkatastrophen im Juli 2021 haben in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und im benachbarten Ausland eine Spur der Verwüstung, der Zerstörung und des Todes hinterlassen. Dank rascher Hilfe durch die
Länder und ermöglicht durch unzählige Spenden und eine ungeheure Hilfsbereitschaft aus der Zivilgesellschaft konnte in kurzer Zeit das Schlimmste aufgeräumt und eine Grundlage für einen Wiederaufbau geschaffen werden. Jetzt heißt es nicht zurück, sondern konstruktiv nach vorne zu schauen!
DIE LINKE RLP möchte einen Dialog und einen Prozess der Auseinandersetzung über die Zukunft des Ahrtals anstoßen, die alle Ebenen einbindet: Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Umweltverbände, Kultur, Vereine, Initiativen oder einzelne Interessierte.
DIE LINKE stellt sich damit an die Seite von namhaften Gruppen und Organisationen, die sich einsetzen für eine nachhaltige und zukunftsweisende Modellregion, die ökologischen, architektonisch-baukulturellen und touristischen Aspekten Rechnung trägt. Für eine
MODELLREGION AHRTAL – gegen Kleinstaaterei und Kirchturmdenken.
Wolfgang Huste, der als Delegierter die Resolution im Landesausschuss vorstellte, sagt dazu: „Das Ahrtal benötigt einen Generalplan, in dem der Hochwasserschutz, die Infrastruktur, das Wohnen, die Touristik, die hier lebenden Menschen und die Natur gleichermaßen Berücksichtigung finden. Das können die einzelnen Städte und Kommunen alleine nicht leisten, weder finanziell noch personell. Nach der Aufräumphase müssen jetzt Spezialisten, unterstützt von Bund und Land, zum Einsatz kommen. Da denke ich zum Beispiel an Denkmalschützer, Bauspezialisten,
Hydrologen, Limnologen, Geologen, Biologen, Ökologen, BUND und NABU, Gewässerkundler, Ichtologen, Anglervereine, Raum- und Landschaftsplaner, Architekten usw. Selbstverständlich muss man auch die hiesige Bevölkerung und die Kommunalpolitiker ins gemeinsame Planungs-Boot holen. Letztendlich sollten aber Spezialisten das Zepter, die Planungshoheit, in ihren Händen halten, statt einzelne Politikerinnen oder gar Investorinnen mit ihren lokalen und egoistischen Zielen. Ein Weiter so, wie bisher, wäre zumindest fahrlässig.

Kreissprecherin Marion Morassi ergänzt: „Ein durchdachter, nachhaltiger Wiederaufbau eines ganzen Tales, der den ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kriterien standhält, sprich: der Aufbau einer Modellregion, stellt eine historisch einmalige Chance dar, auch für andere betroffene Landesteile und Bundesländer.

Pressemeldung DIE LINKE KV Ahrweiler

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