Tag des offenen Denkmals 2017

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Tag des offenen Denkmals 2017

Tag des offenen Denkmals 2017

Macht und Pracht in Burgen und Kirchen

Tag des offenen Denkmals 2017 mit 15 Objekten im AW-Kreis – Programme und Ă–ffnungszeiten

Auf zum Denkmal-Tag 2017. Diesmal sind es 15 Veranstaltungsorte mit Burgen, Kirchen, einer Fabrik und weiteren Gebäuden im Kreis Ahrweiler, deren Pforten und Tore fĂĽr Besucher am Sonntag, 10. September, aufmachen. „Macht und Pracht“ lautet das Motto des bundesweiten Tags des offenen Denkmals – ein Hinweis auf das kulturelle Erbe mit Befestigungen und repräsentativen Bauten, das vor allem Adelige und KirchenfĂĽrsten in der Region hinterlassen haben.

In zwei Presseberichten gibt die Kreisverwaltung einen Ăśberblick zu den Objekten mit den dortigen Programmen und Ă–ffnungszeiten. Die einzelnen Beschreibungen kommen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Weitere Infos finden sich im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de (Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn) und www.landesdenkmalpflege.de (Generaldirektion Kulturelles Erbe, Mainz – Denkmalfachbehörde).

Im ersten der beiden Berichte werden vorgestellt: Burgruine Are (Altenahr), Burgruine Arenberg (Aremberg), Kriegerdenkmal in Bad Neuenahr, Burgruine Landskron (von Lohrsdorf aus), Ahrweiler Stadtmauer mit Ahrtor, St. Anna-Kapelle in Bachem sowie Bad Neuenahr-Ahrweiler als Lebenswerte Stadt.

Im zweiten Bericht werden folgen: ehemalige Propsteikirche Buchholz (Burgbrohl), Altes Pfarrhaus in Kesseling, Saffenburg (MayschoĂź), Burg OlbrĂĽck (NiederdĂĽrenbach-Hain), ehemalige Synagoge in Niederzissen, St. Apollinariskirche (Remagen), Historische Fliesenfabrik in Sinzig sowie das Sinziger Schloss.

Altenahr: Burgruine Are. Treffpunkt vor dem Rathaus, Roßberg 3. Um 1000 erbaute Burg, ging 1246 an das Erzstift Köln. 1689/90 erobert, 1714 durch kölnische Truppen zerstört. Erhalten sind Reste von Tor und Vorburg, in der Hochburg der Torturm und Spuren des Palas, weiterer Türme und die ehem. doppelgeschossige Burgkapelle (um 1200). Wehrmauer der Südseite im Wesentlichen erhalten. Öffnungszeiten: zur Führung; Führung: 15 Uhr durch Bürgermeister Haag.

Aremberg: Burgruine Arenberg. Treffpunkt: BurgstraĂźe. Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg, auf dem bewaldeten Aremberg gelegen (623,8 Meter ĂĽber NN), einem der größten tertiären Vulkane der Eifel. 1854 wurde auf dem einstigen Burggelände ein etwa 17 Meter hoher Aussichtsturm errichtet, der heute vom Förderverein betreut wird. Ă–ffnungszeiten: 12 – 16 Uhr (sonst unregelmäßig und auf Anfrage); FĂĽhrungen: nach Bedarf durch Alois Schneider.

Bad Neuenahr-Ahrweiler: Kriegerdenkmal. Treffpunkt: Kaiser-Wilhelm-Park, Bad Neuenahr. Ehrenmal fĂĽr die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege, erbaut 1939. Freianlage mit Terrasse und sakral anmutender Abschlussexedra, anstelle der ursprĂĽnglichen Statue nach dem Zweiten Weltkrieg ein Kreuz aufgestellt. Ă–ffnungszeiten: 11 – 19 Uhr (sonst auch zugänglich); FĂĽhrungen: 12, 14 und 16 Uhr durch Gregor Bendel (Ruf 02641/2079300) u.a.; Programm: KĂĽnstlerische Installation zum Jahresmotto: Kaiserwetter, zehnteilige Einrichtung mit Spiegelobjekten. Konzert und AuffĂĽhrung: Klangmalerei.

Lohrsdorf: Rundgang zur Burgruine Landskron. Treffpunkt: Lohrsdorfer Kapelle, Ritterstraße 14. 1206 von Philip v. Schwaben als Stützpunkt gegen den Welfen Otto v. Braunschweig und das Erzstift Köln gegründet. Seit der Belagerung1214/15 im Reichsbesitz. 1677 zerstörte ein Feuer die Anlage, 1682 und 1714 Abbrucharbeiten bzw. Sprengungen. Ab 1906 im Besitz des Kreises Ahrweiler. Mauerreste der Ober- und Niederburg erhalten. Führung: 10 Uhr.

Ahrweiler: Stadtmauer mit Ahrtor. Treffpunkt: Ahrtor, AhrhutstraĂźe 2. Ab 1246 unter dem Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden errichtet, Ausbauten vom 14. – 17. Jh. Das Ahrtor mit den flankierenden HalbtĂĽrmen ist das größte der vier Tore. Torbogen aus Trachyt, mit Blenden, Fallgitterschlitz und Scharten. Durch Bombenangriff im Januar 1945 fast vollständig zerstört, 1957 mit Spenden wieder aufgebaut und teilweise ergänzt. Ă–ffnungszeiten: zu den FĂĽhrungen; FĂĽhrungen: 11 und 15 Uhr durch Rainer Sturm.

Bachem: St.-Anna-Kapelle. Treffpunkt: Pfarrweg 2. Ă„lteste der drei Kapellen in Bachem. UrsprĂĽnglich der Gottesmutter geweiht, im alten Chor hat deshalb noch heute eine Figur von St. Maria mit Jesuskind (um 1420) ihren Platz. Seit 1550 befindet sich daneben die Figur der St. Anna. Möglicherweise wurde zu dieser Zeit aus der Marien- die St.-Anna-Kapelle. Ă–ffnungszeiten: 15 – 20 Uhr (sonst 9 – 17 Uhr); FĂĽhrungen: FĂĽhrungen bis 17 Uhr nach Bedarf durch Bernd Walther. Programm: 18 Uhr Konzert des menino-Duo mit Stephan Maria Glöckner und Winfried Schuld. Gemäldeausstellung mit Motiven rund um die St.-Anna-Kapelle.

Bad Neuenahr-Ahrweiler: Ausstellung und Vorträge der BĂĽrgerinitiative Lebenswerte Stadt. Treffpunkt: Ringhotel Goldener Anker, MittelstraĂźe 14. Ausstellung ĂĽber die Auseinandersetzung mit Denkmalen, festgemacht an den Kurparkliegenschaften. Die Ausstellung behandelt den Erhalt alter Substanz, neuer Nutzungsmöglichkeiten und gelungene Ergänzungen. Beiträge von Ortskurator Max Dudler, Ortskuratorium Ahrtal der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Ă–ffnungszeiten: 9. und 10.9.: 11 – 18 Uhr (sonst 9. – 17.9.2017 11 – 18 Uhr);

FĂĽhrungen: 9.9.: FĂĽhrungen nach Bedarf durch das Ortskuratorium Ahrtal der Deutschen Stiftung Denkmalschutz; 9.9.: 14.30 Uhr Vortrag durch Andreas Denk, Journalist „der architekt“: Wann ist Neugestaltung gelungen/Wie kann Neugestaltung gelingen? 16 Uhr Vortrag durch Dominik Jörg, Architekt: Auseinandersetzung mit den Kurparkanlagen. Erhalt, Ergänzungen, Neugestaltungen. Möglichkeiten aus der Sicht eines Architekten.

Kontakt:
Axel Hausberg, Ortskuratorium Ahrtal, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Ruf 02643 9829989, info@axelphoto.de;
Markus Hartmann, BĂĽrgerinitiative Lebenswerte Stadt, Ruf 0160 96609869,
mjhartmann@gmx.de.