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Notizen zur jüdischen Geschichte von Ahrweiler

Teil 2:  Herkunft und Abstammung von Samuel Heymann

Von Matthias Bertram

Vor einigen Wochen wurde eine kleine Berichtsreihe zum Leben des Weinhändlers Samuel Heymann begonnen, der für die Stadt Ahrweiler und ihre jüdische Gemeinde eine beachtliche Bedeutung hatte. Haben wir ihm in Ahrweiler doch heute sowohl die Anlage des „neuen“ jüdischen Friedhofes in der Schützenstraße, als auch die Errichtung einer eigenen jüdischen Gemeinde mit eigenem Bethaus (Plätzerstraße) und später eigener Synagoge (Altenbaustraße) zu verdanken. Schauen wir uns heute einmal an, wo dieser Samuel Heymann herkam und weshalb er sich später in Ahrweiler niederließ.

 Geburtsurkunde

Geboren wurde das kleine „Schmuelchen“, wie der kleine Samuel in seiner Geburtsurkunde im Archiv (Abb.1 ) in Altenahr genannt wurde, im Jahr 1814 in Dernau als erster Sohn von Marc Heymann in eine große Familie, die zu dieser Zeit das Leben der jüdischen Gemeinschaft im Ahrtal prägte. Der Großvater von Samuel, Jakob Heymann, war, wie wir in einer Heiratsurkunde aus dem Raum Siegburg aus dem Jahr 1816 lesen, der „Vorsteher der Synagoge zu Dernau“. In einem Dokument aus dem Jahr 1808 erfahren wir, dass Jakob die beiden noch unmündigen Kinder seines Cousins Abraham Kosel aus Ahrweiler in seine Dernauer Familie aufgenommen hatte, nachdem Abraham und seine Frau im Jahr 1804 kurz nacheinander gestorben waren. Hier sehen wir bereits die enge Vernetzung der Heymanns zu Ahrweiler. Die Vernetzung war nicht nur verwandtschaftlicher Art, sondern bestand zu dieser Zeit auch dadurch, dass die wenigen Juden, die in Ahrweiler lebten, damals die Betstube/Synagoge der Dernauer jüdischen Gemeinde im Hause der Familie Heymann in der Teichgasse aufsuchten. Es hatte intensive und lange Bestrebungen von Kosel Abraham in Ahrweiler gegeben, im Keller seines 1773 gekauften Hauses in der Niederhut eine eigene Betstube zu errichten(Abb.2). Dies wurde jedoch auf Grund der Klage eines christlichen Kaufmanns verhindert, da dieser für sich reklamierte, als Christ ein Vorkaufsrecht für dieses Haus gehabt zu haben. Selbst langjährige Rechtsverfahren vor dem kurfürstlichen Gericht in Bonn konnten die Errichtung der Betstube nicht durchsetzen, obwohl das Gericht sich vorgenommen hatte „die Sache der Juden hier zu verteidigen“. Es gab der Stadt Ahrweiler zu bedenken, dass die wohlhabenderen Juden wohl aus Ahrweiler wegziehen würden, wenn man ihnen nicht die Möglichkeit gäbe, ein eigenes Bethaus zu errichten. (Details hierzu im Buch „.. in einem anderen Lande. Geschichte, Leben und Lebenswege von Juden im Rheinland“. ISBN 978-3-95631-333-2, Matthias Bertram).

Wurde Samuel noch in französischer Zeit geboren, so sollte die Region bald zu Preußen gehören und es wurde im Gegensatz zu früher nun auch für Juden möglich Weinberge zu erwerben. Noch im Dernauer Morgenbuch von 1813 stellen wir fest, dass die Dernauer jüdischen Familien zwar Eigentümer von Häusern, Gärten und Ackerland waren, nicht aber im Besitz von Weinbergen. Erst in der preußischen Zeit lesen wir von Weinbergskäufen jüdischer Bürger, so auch von der Familie Heymann in Dernau. Sicher hat Samuel, wie alle seine Brüder, eine gründliche Ausbildung erhalten, möglicherweise ähnlich wie später sein jüngerer Stiefbruder Friedrich Wilhelm im Weinhandel an der Mosel.

Im Jahre 1842 heiratete Samuel in Altenahr/Dernau Wilhelmine Rosenberg aus Düsseldorf und wohnte mit ihr bis zum Umzug nach Ahrweiler im Jahr 1844 in Dernau. Die Vorfahren von Samuels Düsseldorfer Ehefrau stammten aus einer bei Juden und Christen sehr respektierten, Jahrhunderte alten angesehenen Rabbinerfamilie. Die Wurzeln der Familie gehen zurück bis auf den sehr bekannten Rabbiner Löw, der im 16. Jahrhundert in Prag auch ein Gesprächspartner von Kaiser Rudolf II war (Abb.3).

Es stellt sich die Frage, wie Samuel Heymann in eine so angesehene Rabbinerfamilie einheiraten konnte, wo man doch damals, erst recht in orthodoxen jüdischen Familien, nur standesgemäß heiratete. Sollte vielleicht doch etwas an den mündlichen Überlieferungen in der Familie Heymann dran sein, die da berichten, dass die Vorfahren aus Amsterdam kamen und mit Spinoza verwandt gewesen seien?

Der Umzug nach Ahrweiler dürfte mehrere Gründe gehabt haben. Zum einen waren die Platzverhältnisse im Dernauer Hof der großen Familie mehr und mehr begrenzt. In Dernau waren zwischenzeitlich fast 5 Prozent der Einwohner jüdischen Glaubens und die für Juden, auch aus religiösen Gründen akzeptablen Berufe begrenzt. Zum anderen kam dazu, dass durch die Liberalisierung und zunehmende rechtliche Gleichstellung der Juden, die wirtschaftlichen Möglichkeiten in einer Stadt wie Ahrweiler vielfältiger waren. Wenige Jahre nach seinem Umzug in die damalige Niederhut Nr. 10 (nicht zu verwechseln mit der heutigen Hausnummer 10) machte Samuel sich dafür stark, eine eigenständige jüdische Gemeinde Ahrweiler aufzubauen.

Details dazu und zur Lage verschiedener jüdischer Häuser in Ahrweiler zu dieser Zeit, die möglicherweise auch die Frage nach der Lage der mittelalterlichen Judengasse von Ahrweiler noch einmal aufwerfen, werden in zukünftigen Veröffentlichungen zur jüdischen Geschichte von Ahrweiler diskutiert werden.

Von Matthias Bertram
Abbildungen: Titelbild: Familienbuch der Rabbinerfamilie Rosenberg, Düsseldorf, 1825 – 1916 Quelle Website www.duesseldorf.de
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Geburtsurkunde im Archiv (Abb.1 ) in Altenahr

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