Mittwoch, Dezember 8, 2021

Parasiten in der Zimmerdecke

Jetzt wo die kalte Jahreszeit anbricht hört man schonmal schabende oder knarrende Geräusche von unterm Dach oder im ausgebauten Wintergarten.
Oft sind es Nagetiere, die sich einen Unterschlupf als Winterquartier suchen. An erster Stelle steht hier der Siebenschläfer oder der Steinmarder. Beide Arten stehen unter Naturschutz, sodass sich eine unkonventionelle „Entsorgung“ dieser possierlichen Tierchen verbietet.
Der Steinmarder, der übrigens in den 50er Jahren vom Aussterben bedroht war, verursacht die lautstärkste Störung, außerdem zerstört er isolierende Dämmungen und Dampfsperren. Das kann zu teuren Schäden führen, da Feuchtigkeit in das Dämmmaterial eindringen kann  und somit Schimmel in die Wärmeisolierung bringt.
Auch der „Automarder“ wird oft für diverse technische Mängel am PKW verantwortlich gemacht, was sich meist als falscher Alarm erweist. Meistens legt ein Automarder lediglich einige Nahrungsvorräte an speziellen Stellen z.B. im Motorraum hinter den Stoßdämpferdomen an. Hier ist es kuschelig warm und gut versteckt. Kein Grund zur Panik, ein PKW, der nicht sein Revier wechselt, ist von der Kabelknabberei ausgeschlossen. Bei einem PKW, der sein „Revier“ wechselt kann es jedoch vorkommen, dass der Marder sein „neues Revier“ durch Kabelbisse markiert.
Einen Marder kann man nicht einfach vom Grundstück verbannen, da das Tier sich nicht an menschliche Verbote hält. Hier ist der Fachmann gefragt und das ist in den seltensten Fällen der „Kammerjäger“ sondern eher der richtige Jäger. Waidgerecht fängt er den Störenfried in einer Lebendfalle und entlässt den Nesträuber in die Weiten der Eifel um sich ein unbewohntes Revier anzueignen. „Leider“ sind Steinmarder hoch intelligent und eine Falle wird mistrauisch begutachtet und erst wenn der Hunger siegt als solche von den Tieren ignoriert.
Vertreiben kann man den Kulturfolger auch durch laute Musik oder andere störende Laute. Besonders metallische Geräusche sollen den zutraulichen Gast vertreiben. Im Internet vertiebene Ultraschall- oder Geruchsverteiber bringen nur bedingt Erfolg; wie bereits beschrieben ist das Tier hoch intelligent.
Eine Patentlösung gibt es somit nicht.
Am einfachsten lässt man den Marder durch den Autoverkehr vor der Haustür „entsorgen“. Einen auf diese Weise „entsorgten“ Marder zeigt das Foto.

Übrigens haben wir den überfahrenden Marder hinterm Haus im Tannenwald beerdigt. Das sind schon sehr beeindruckende Tiere.
Und schwupps keinen Monat später haben wir den Nachfolger unterm Dach. Die Öööster!

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