Polizei ehrt beherzte Remagener mit Urkunde

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Polizei ehrt beherzte Remagener mit Urkunde
Foto von rechts nach links: Patrick und Andre Donoghue, Felix und Petra Gadsch, EPHK Ralf Schomisch Foto: Privat

Polizei ehrt beherzte Remagener mit Urkunde

Remagen – Man hört und liest es immer wieder: Auf ein schon wehrloses Opfer wird weiter eingeschlagen und getreten – viele filmen, aber niemand hilft! Dass es auch anders geht haben jetzt Patrick Donoghue und Felix Gadsch aus Remagen bewiesen: Es ist Rosenmontag, kurz vor Mitternacht. Eine Karnevalsfeier in Oberwinter ist in vollem Gange und die Alkoholwirkung erreicht bei vielen Narren den Höhepunkt. Da braucht es nicht mehr viel, um bei dem ein oder anderen Aggressionen freizusetzen – und wenn dann noch Beziehungsgeflechte hinzukommen.

Ein 17-Jähriger trifft unter diesen Rahmenbedingungen auf den aktuellen Begleiter seiner Ex-Freundin. Dieser ist in einer Gruppe von Bekannten unterwegs und stellt den 17-Jährigen zur Rede. Die Situation eskaliert schnell und es folgen Schläge und Tritte, auch noch als der 17-Jährige bereits wehrlos am Boden liegt. Obwohl zahlreiche Personen das brutale Vorgehen mitbekommen, beschränkten sie sich auf das zu- oder geflissentliches wegschauen. Nicht so Felix Gadsch und Patrick Donoghue. Obwohl keiner der Beteiligten ihnen bekannt ist, zögern sie nicht, sich schützend vor das Opfer zu stellen und die Angreifer von weiteren Übergriffen abzuhalten. Anschließend rufen sie DRK und Polizei an und kümmern sich um das Opfer bis dessen Begleiter eintreffen. Da kann man nur sagen: Perfekt – Alles richtig gemacht!

Da eine solch umfassende Hilfeleistung leider nicht (mehr) selbstverständlich ist, wurde der Sachverhalt dem Polizeipräsidium Koblenz zur Ehrung vorgeschlagen. Dem folgte Polizeivizepräsident, Jürgen Süs, sehr gerne und fertigte Anerkennungsurkunden aus: „Getreu dem Motto der rheinland-pfälzischen Präventionskampagne „Wer nichts tut, macht mit!“ deren Ziel es ist, Zivilcourage in der Gesellschaft zu fördern und zu festigen, haben Sie nicht weggeschaut, sondern gehandelt. – Durch ihr Verhalten haben Sie schwere Verletzungen des Opfers verhindert. Hierfür spreche ich Ihnen meinen besonderen Dank aus.“ Gleichzeitig werden die beiden mutigen Helfer an die Auswahlkommission für den Preis für Zivilcourage nach Mainz gemeldet.
Am Montag (19.03.) konnten die jungen Remagener zunächst einmal bei der Polizeiinspektion in Remagen die Bürgerurkunden in Empfang nehmen. Begleitet wurden sie dabei von ihren zu Recht stolzen Eltern.

Pressemeldung Polizeidirektion Mayen, Polizeiinspektion Remagen

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