Mittwoch, Dezember 8, 2021

Sinzig – Energie sparen durch virtuelles Kraftwerk

Region Sinzig – Energie sparen durch virtuelles Kraftwerk – Griese: Zukunftsweisender Beitrag zur Energiewende

„Die Region Sinzig will durch ein virtuelles Kraftwerk Energie bei der Wasserversorgung einsparen. Dadurch betreten die Stadtwerke Sinzig Neuland und leisten einen zukunftsweisenden Beitrag zur Energiewende“, erklärte Energie- und Umweltstaatssekretär Thomas Griese heute in Sinzig.

Die Bereitstellung des Trinkwassers benötigt viel Energie. Durch effizientere Anlagen konnte der Stromverbrauch bereits gesenkt werden. (Siehe zweiten Abschnitt) „Was bisher aber noch wenig beachtet wird, ist die Möglichkeit den Stromverbrauch schlicht durch zeitliches Verschieben zu optimieren“, hob Griese den neuen Ansatz hervor. Immer dann, wenn günstige Energie am Strommarkt zu haben ist oder die Sonne für viel Energie aus der eigenen Photovoltaikanlage sorgt, dann sollen die Wasserspeicher der Region aufgefüllt werden. Umgekehrt kann beim Ablassen der Wasserbehälter Strom erzeugt werden. Das soll dann erfolgen, wenn hohe Strompreise erzielt werden können. Mit dieser energetischen Optimierung werde ein virtuelles Kraftwerk geschaffen. Die Stadtwerke haben dazu bei der Transferstelle für rationelle und regenerative Energienutzung (TSB) Bingen, eine Studie in Auftrag gegeben. Das Land finanziert die Studie zu 90 Prozent, mit 24.300 Euro.

„Energie einzusparen und sie in Zukunft noch effizienter zu nutzen, das ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende“, stellte Griese fest. Das Land unterstütze daher Kommunen und Unternehmen bei der Umsetzung innovativer Ansätze, wie dem virtuellen Kraftwerk. Vergangenes Jahr hat das Land gemeinsam die Transferstelle Bingen an den Stadtwerken Trier eine erste Pilotstudie zur Optimierung des Stromverbrauchs bei der Trinkwasserversorgung erarbeitet. Nun sorge ein kleineres Wasserversorgungsunternehmen für ein Fallbeispiel, das Schule im Land machen könnte, so Griese.

 

Landeszuwendung für die „Studie: Energiewirtschaftliche Optimierung und Virtuelle Kraftwerke im Wasserwerk“

Für die Stadt Sinzig hat Klimaschutz hohe Priorität – Stichwort: Klimaschutzkonzept/Klimaschutzmanager.
Des weiteren haben alle städtischen Einrichtungen „Vorbildfunktion“.
Die Stadtwerke Sinzig sind in Sachen Klimaschutz bereits aktiv:

  • Energierückgewinnung (Turbine in einer Wasserleitung) mit einem Ertrag von ca. 60.000 Kilowattstunden jährlich.
  • Umrüstung auf energieeffiziente Beleuchtung im Betriebsgebäude (Einsparung ca. 3.000 Kilowattstunden jährlich).
  • Zusammenarbeit mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz und der Transferstelle Bingen; Ziel: Nutzung regenerativer Energien auf Grundstücken der Stadtwerke.
  • Dennoch bleiben die Stadtwerke mit knapp 1,6 Millionen Kilowattstunden jährlich einer der größten Stromverbraucher.
  • Ca. 90% des Energieverbrauchs entfallen auf die Förderung (Brunnen), die Entsäuerung und den Transport des Trinkwassers zum Hochbehälter bzw. zur Verbandsgemeinde Bad Breisig.
  • Möglichkeiten zur unmittelbaren Senkung dieses Verbrauchs sind begrenzt, da Wasserförderung und Stromverbrauch in enger Wechselwirkung stehen (ca. 1 kWh je m³ Wasser).

Von der Studie erhoffen wir uns Anstösse für eine Optimierung der Energienutzung, insbesondere auch im Hinblick auf die angedachte Photovoltaikanlage. Im Idealfall kann die Studie Grundlage für weitere konkrete Projekte sein, die kurz- und mittelfristig dem Klimaschutz und unseren Kunden zugute kommen.

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