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Senioren Union: Notrufsysteme und Erste Hilfe

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Notrufsysteme und Erste Hilfe bei medizinischen Notfällen

Darüber wollten rund 30 Senioren Genaueres wissen. Eingeladen hatten die Senioren Union des Kreises Ahrweiler und das Rote Kreuz in das Sankt Josef Seniorenzentrum nach Bad Breisig.
So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden selbständig leben wollen wir wohl alle. Und dafür ist es sinnvoll, ein paar Vorkehrungen zu treffen, z.B. ein Hausnotrufgerät zu installieren. Nicht nur denjenigen, die alleine leben, gibt dieses System die Sicherheit, jederzeit professionelle Hilfe herbeirufen zu können. Schließlich kann jeder mal über den Teppich stolpern und sich etwas brechen, und was dann, wenn der Partner, die Partnerin gerade die Enkel besucht und nicht vor dem Abend wiederkommt?
Der Notrufknopf, den Sie einfach an einer Kette um den Hals oder als Armband tragen können, lässt sich leicht drücken. Das wiederum sendet ein SOS-Signal an die Hausnotrufzentrale, die sich sofort über eine vom Festnetz unabhängige Leitung bei Ihnen meldet und, wenn notwendig, Hilfe schickt. Sie können einen Hausschlüssel hinterlegen, so dass man die Wohnung betreten kann. Sie können zusätzlich vereinbaren, dass jeden Tag einmal jemand vom DRK anruft, um sicherzustellen, dass es Ihnen gut geht. Und es gibt noch eine ganze Reihe anderer je nach Bedarf sinnvoller Ergänzungen, über die Sie die DRK-Mitarbeiter, aber sicher auch die Mitarbeiter anderer Hausnotrufanbieter, gerne informieren.
Aber was tun, wenn es nach etwas weitaus Gefährlicherem aussieht, wie z.B. einem Schlaganfall? Woher weiß ich, dass es ein solcher ist. Und was kann ich dann tun?
Erste Anzeichen sind plötzliche, heftige Kopfschmerzen, steifer Nacken, Übelkeit/Erbrechen, plötzlich einsetzende Lähmungen an Armen und Beinen, Gesichtslähmung mit herabhängendem Mundwinkel und einseitig geschlossenem Augenlid, Seh- und Sprachstörungen und Schluckbeschwerden. Als erstes rufen Sie unbedingt den Notruf 112 an, damit von dort aus unverzüglich der Rettungswagen losfahren kann, denn jede Minute zählt jetzt.
Bis professionelle Hilfe naht, sprechen und fassen Sie den Betroffenen an, rütteln sie ihn oder sie vorsichtig an der Schulter. Ist er oder sie bei Bewusstsein, lagern Sie ihn bequem und mit erhöhtem Oberkörper, decken Sie ihn zu und schirmen Sie ihn von jeder Aufregung und Unruhe ab.
Ist er oder sie bewusstlos, aber atmet normal, drehen Sie ihn in die stabile Seitenlage auf die gelähmte Seite. Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung führt kein Weg an einer Herzdruckmassage vorbei: Beide Hände flach übereinander etwa in Höhe der Brustwarzen auf den Brustkorb setzen, die Arme senkrecht durchgedrückt nach oben halten und 30 mal mit einer Frequenz von 100 mal pro Minute etwa 6-7 cm tief einrücken. 2 Beatmungen durch Nase oder Mund. Und weiter mit der Druckmassage.
Es ist sehr anstrengend, aber versuchen Sie es. Trauen Sie sich. Jede Hilfe ist besser als keine!
Ein Herzinfarkt unterscheidet sich in den Symptomen zwar deutlich von einem Schlaganfall, aber die Notmaßnahmen sind weitgehend ähnlich:
Der Betroffene hat starke Schmerzen hinter dem Brustbein, oft mit Ausstrahlung in den linken Arm, die Schulter, den Unterkiefer oder den Oberbauch. Frauen leiden oft an unspezifischen Symptomen wie Oberbauch- oder Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen mit ausgeprägtem Schwächegefühl. Das Gesicht ist blass-grau. Er oder sie ist sehr unruhig, hat Todesangst.
Da ein Herzinfarkt unterschiedlich stark ausgeprägt auftreten kann, sind auch die Anzeichen unterschiedlich intensiv ausgeprägt. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand.
Auch hier gilt: Sofort den Rettungsdienst über 112 alarmieren. Überprüfen Sie Bewusstsein, Atmung und Lebenszeichen.
Ist die betroffene Person bei Bewusstsein, lagern Sie sie bequem mit erhöhtem Oberkörper. Dies entlastet das geschwächte Herz. Öffnen Sie enge Kleidung. Vermeiden Sie unbedingt jede Unruhe, Aufregung und Anstrengung. Kommt es zu einem Kreislaufstillstand, beginnen Sie sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
Nach drei Stunden waren sich alle Teilnehmer der Veranstaltung darüber einig: Ein sehr informativer Abend zu einem sehr wichtigen Thema. Rene Cremer vom DRK Bad Breisig und seine zwei Kolleginnen hatten es verstanden, ganz plastisch und praktisch, auch unter Zuhilfenahme einer Puppe, zu zeigen, worauf es ankommt in einer Situation, in die niemand kommen möchte, aber in die jeder von uns kommen kann.

Pressemeldung CDU Kreis Ahrweiler
Foto: H. Trinkaus

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