Dienstag, Oktober 26, 2021

Sinziger Klimademo mit 150 Aktiven

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Sinzig4Future fordert echten Klimaschutz.

Weltweit beteiligten sich letzten Freitag Millionen Menschen in über 90 Ländern am Globalen Klimastreik von „FridaysForFuture“. Allein in Deutschland gab es über 400 Kundgebungen unter dem Motto „#AlleFürsKlima“. Sie forderten einen echten Klimaschutz, eine Zukunft ohne Klimakrise und im Hinblick auf die Bundestagswahl, diese zur Klimawahl zu machen.

Für die Menschen im Ahrtal hatte dieser Aufruf eine besonders schmerzliche Bedeutung, denn erst kürzlich hatten sie selbst erfahren müssen, was der Klimawandel bewirkt: Viele Menschen verloren bei dem Hochwasser im Ahrtal ihr Leben. Häuser, Wohnungen und Existenzen wurden zerstört. In Sinzig hatte Sinzig4Future zur Klimademo und Kundgebung aufgerufen und etwa 150 Menschen folgten diesem Aufruf. Darunter waren viele Kinder und Jugendliche, die zu Recht für sich und die zukünftigen Generationen einen ambitionierten Klimaschutz und den Erhalt der Lebensgrundlagen einfordern, unter anderem mit „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“. Gestartet wurde die friedliche Demonstration am Elsa-Brändström-Ring um 16 Uhr. Die Demonstrierenden liefen gemeinsam durch die Innenstadt zum Kirchplatz, wo im Anschluss eine Kundgebung stattfand.

Jakob Dietl und Renate Adams von Sinzig4Future machten zu Beginn der Kundgebung deutlich, wie dringlich der Handlungsbedarf beim Klimawandel ist. Sie stellten Sinzig4Future als ein überparteiliches Netzwerk von Initiativen und Einzelpersonen vor, das sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf Basis des aktuellen Standes der Wissenschaft einsetzt. Anhand von Öffentlichkeits- und Informationsarbeit mit positiven Beispielen, hat Sinzig4Future sich zum Ziel gesetzt, die Klimaneutralität in Sinzig schnellstmöglich zu erreichen. Dazu wurde der Flyer „Sinzig zapft die Sonne an“ herausgegeben, der viele Informationen zu Solaranlagen für Eigenheime enthält. Des Weiteren wurde die Ausstellung „Das Klima und Ich“ konzipiert und durchgeführt, viele Presseartikel veröffentlicht und die nunmehr dritte Sinziger Klimademo organisiert.

Der erste Referent der Kundgebung der Klimademo, Prof. Dr. Nikolaus Froitzheim von der Universität Bonn, erklärte sehr eindrucksvoll die Phänomene von Hitzewellen, Dürren und Flutkatastrophen. Er machte deutlich, dass solche ungewöhnlichen Rekorde – wie z. B. die Hitzewelle in Kanada – den beginnenden Kollaps des globalen Klimasystems anzeigen könnten. Er rief daher eindringlich zum sofortigen Handeln auf: „damit unsere Kinder und Enkel uns nicht in 10 oder 20 Jahren fragen, was wir damals 2021 gemacht haben, als das Klima aus dem Gleichgewicht gekommen ist“. Es zählt seiner Meinung nach nicht, für welches Datum unsere Politiker Klimaneutralität versprechen, sondern was sie jetzt tun!

Abschließend sprach Dr. Guntram Berti von GermanZero aus Bonn. GermanZero hat sich gegründet, um für die Politik eine Grundlage zu erarbeiten, mit der die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erreicht werden können. Mittlerweile wurde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der über 200 Lösungsvorschläge beinhaltet. In einem weiteren Schritt müssen nun die Politikerinnen und Politiker auf Bundes- und Landesebene von den Maßnahmen überzeugt und für eine entsprechende Gesetzesgrundlage gewonnen werden.

Die Aktiven von Sinzig4Future waren beeindruckt von dem hohen Interesse in der Bevölkerung und hoffen, dass die weltweite Veranstaltung einen weiteren Anstoß zum sofortigen Handeln für den Schutz des Klimas und unserer Lebensgrundlagen bewirkt.

Weitere Informationen zu Sinzig4Future gibt es unter www.Sinzig4Future.de

Pressemitteilung Sinzig4Future
Foto: Hagen Hoppe

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