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SPD-Landtagsfraktion besucht Verein „Frauen für Frauen“ in Bad Breisig

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Arbeitskreis „Frauen und Gleichstellung“ der SPD-Landtagsfraktion besucht Verein „Frauen für Frauen“ in Bad Breisig

Der Arbeitskreis Gleichstellung und Frauenförderung hat in der letzten Woche mit dem Verein „Frauen für Frauen“, Beratungsstelle und Träger des Frauenhauses in Bad Breisig gesprochen. Thema war die aktuelle Situation des Frauenhauses sowie mögliche Folgen der Flutkatastrophe auf die Arbeit des Frauenhauses und der Beratungsstelle.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Arbeit mit und von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern, so berichteten Frau Höler, Frau Haag und Frau Böhm. Insbesondere unter Corona seien durch die Corona-Kontaktbeschränkungen die Einnahmen auf Veranstaltungsseite zusammengebrochen, aber auch die Verkaufserlöse der Kleiderboutique „Ladylike“.

Eine der prägnantesten Folgen der Flutkatastrophe, so berichteten die Kolleginnen des Frauenhauses sei der Wohnungsmangel. Durch den leergefegten Wohnungsmarkt fällt es betroffenen Frauen schwer, die häusliche Wohnung zu verlassen, wenn kein alternativer oder bezahlbarer Wohnraum vorhanden ist. Dies führt auch dazu, dass die Verweildauer von betroffenen Frauen im Frauenhaus, die oftmals aus dem ganzen Bundesgebiet kommen, sich verlängert habe.

Susanne Müller, Vorsitzende des Arbeitskreises und frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag betont, dass sie mit der Fraktion die Arbeit des Vereins gern unterstützt. Denn das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen sei unausgesprochen hoch: „ Mehr als einmal pro Stunde wird statistisch gesehen eine Frau durch ihren Partner gefährlich verletzt. Jeden Tag versucht ein Partner, seine Frau oder Freundin umzubringen. Jeder einzelne Fall von Gewalt gegen Frauen ist einer zu viel. Wenn Frauen durch Partner oder Ex-Partner Gewalt erfahren, geht den meisten Straftaten oft eine lange Leidensgeschichte voraus. Neben einem  dichten Hilfsnetz muss der Fokus daher weiter auf dem Ausbau der Präventionsmaßnahmen und der Sensibilisierung des sozialen Umfelds liegen. Gerade der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, am 25. November, erinnert daran“, so Susanne Müller.

Auch das Problem einer ambulanten psychotherapeutischen Begleitung für betroffene Frauen sei durch die Flutkatastrophe – auch durch die Zerstörung der lokalen Strukturen vor Ort – schwieriger geworden berichteten die Mitarbeiterinnen des Vereins.

Die Eindrücke des Gesprächs und Hinweise nehmen die Teilnehmerinnen der Fraktion mit nach Mainz. Auch im Hinblick auf die Angebote für das „zweite Wohnen“ (second stage) wäre dies für viele betroffene Frauen in der Region ein großer Gewinn. Die Fraktion bedankte sich abschließend für das informative Gespräch und die Unterstützung des Vereins für viele Frauen in Not, auch in schwierigen Zeiten unter dem Eindruck der Corona-Pandemie.

Der gemeinnützige Verein „Frauen für Frauen“ ist erreichbar über die Adresse Bad Breisig, Postfach 1206, 0 26 33/47 05 88, im Internet unter www.frauenhaus-ahrweiler.de und per E-Mail unter beratungsladen@t-online.de.

Pressemeldung SPD-Landtagsfraktion
Foto: Privat

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