Stadt Sinzig setzt auf umweltfreundliche Pflege ihrer Friedhöfe

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Stadt Sinzig setzt auf umweltfreundliche Pflege ihrer Friedhöfe

Stadt Sinzig setzt auf umweltfreundliche Pflege ihrer Friedhöfe

Gegen wildwachsende Pflanzen auf den städtischen Friedhöfen wird seit zwei Jahren von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofes nicht nur mit mechanischen Geräten vorgegangen, sondern auch mit dem sogenannten Heißschaumverfahren. Mit einer Spezialmaschine arbeiten die Mitarbeiter ökologisch und ohne Gefahr für Mensch und Tier.

Auslöser dieser Anschaffung waren die neuen Vorschriften des Pflanzenschutzgesetzes, das den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in öffentlichen Bereichen nur noch sehr eingeschränkt und nur unter strengen Auflagen zulässt. Die Stadt Sinzig weist deshalb die Friedhofsbenutzer darauf hin, dass auf den Friedhöfen bei der Pflege der Wege und Freiflächen nur Pflanzenschutzmittel unter Beachtung dieser Vorschriften zum Einsatz kommen dürfen.

Durch die strengen Vorgaben dieses Gesetzes wurde auch für die Stadt Sinzig die Pflege ihrer Friedhöfe erschwert, denn die Stadt darf ihre Wege und Freiflächen nicht mehr in der gewohnten Weise bearbeiten.

Die Arbeitsmaschine wird auf Pflaster, Asphalt- und Schotterwegen auf allen  städtischen Friedhöfen eingesetzt. Die Wildpflanzen werden bei dieser Technik weder mit Pflanzengiften bekämpft noch mühsam herausgezupft. Stattdessen erzeugt das Thermogerät nahezu kochendes Wasser, das auf die zu behandelnden Flächen aufgetragen wird. Beim Aussprühen des Wassers wird zusätzlich ein Maisschaum erzeugt, um effektiver gegen das Wurzelwerk der Wildpflanzen vorzugehen.

Die Bekämpfung der Wildpflanzen durch diese Spezialmaschine ist zwar zeit- und personalintensiv, weil sie durch zwei Mitarbeiter bedient wird, ein Wasseranschluss erforderlich ist und die Behandlung der Flächen mehrmals im Jahr sowie über mehrere Jahre hinweg wiederholt werden muss. Aus Umweltschutzgründen ist die Stadt von dieser Methode dennoch absolut überzeugt. Nach den ersten Einsätzen verdorren die Pflanzen und es sind braune Pflanzenreste sichtbar.

Die Anschaffung der Thermomaschine war dringend notwendig, weil der Einsatz von glyphosathaltigen Herbiziden in Deutschland weiterhin umstritten und nur mit einer zeitlich befristeten Ausnahmegenehmigung der Aufsichtsbehörde gestattet ist.
Die Stadt setzt daher die genehmigten Pflanzenschutzmittel nur noch in seltenen Fällen ein. Die Verwendung darf nur durch Fachpersonal erfolgten. Die wenigen zugelassenen Mittel sind teuer und nur schwer zu beschaffen. Die Behandlung ist vorab anzukündigen und der Friedhof entsprechend abzusperren.

Die Stadt Sinzig bittet die Friedhofsbesucher deshalb vorsorglich um Verständnis, wenn derzeit wildwachsende Pflanzen auf den Friedhöfen stärker gedeihen.

Nähere Informationen erhalten Sie bei der Stadtverwaltung Sinzig, Friedhofsamt (Tel. 02642/4001-26).

Pressemeldung Stadt Sinzig
Foto: Privat

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