Stadtrat überzeugte sich vom Zustand des Thermalbad Bad Bodendorf

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Stadtrat überzeugte sich vom Zustand des Thermalbad Bad Bodendorf

Stadtrat überzeugte sich vom Zustand des Thermalbad Bad Bodendorf

Einen außerordentlichen Start für die Stadtratsitzung am 28. März 2019 hatte Bürgermeister Andreas Geron anberaumt. Um sich vom Zustand des Schwimmbads in Bad Bodendorf zu informieren reiste kurzerhand der Sinziger Stadtrat ins Thermalbad.
Hier schilderte Pächter Frank Riffel den Zustand des 1986 gefliesten Bades. „Die Fliesen heben sich vom Boden ab und jedes Jahr tauchen neue Baustellen auf. Nach neuesten Vorgaben dürfen die Fliesen nicht mehr mit herkömmlichem Fliesenkleber befestigt werden, sondern mit einem speziellen Epoxydharz“. Und hier zeigt sich deutlich das Problem, denn „Epoxykleber haftet nicht auf feuchtem Beton“.
Somit müsste das ganze Bad zunächst trocken gelegt werden um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Das birgt ein weiteres Problem, denn ohne den Wasserdruck von immerhin 300 Tonnen heben sich die Fliesen von ganz alleine. Zumindest für diese Saison besteht noch Bestandsschutz, sodass jetzt noch mit konventionellem Kleber gearbeitet werden kann.
Ein weiteres Problem ist die neue Verordnung, dass der Wasserfluss ins Becken nicht mehr von einer Seite zur anderen sondern von unten nach oben verlaufen muss. Dazu muss auf dem Boden des Beckens eine Bedüsungsanlage installiert werden.
Durch die durch den seitlichen Fluss freigeschwemmten Fugen entstehen an den Fliesen scharfe Kanten. „Im vergangenen Jahr gingen uns die Pflaster aus, da Schnitt- und Schürfwunden an der Tagesordnung waren„, so Frank Riffel.
Abhilfe würde hier eine Edelstahlwanne schaffen. Langfristig wäre das die günstigere, pflegeleichtere und hygienischere Lösung.
Hans Diedenhofen vom Förderverein Freunde des Thermalfreibades Sinzig-Bad Bodendorf e.V. sieht das ähnlich. „Erst dachte ich ich möchte nicht in einem Kochtopf schwimmen„, so der Chef des Fördervereins. Nach der Besichtigung einiger anderer Bäder in Edelstahl schwanden die Zweifel.
Ohne Wasser sieht das Becken tatsächlich wie Edelstahl aus, jedoch mit Wasser gefüllt greift die natürliche Reflektion des Wassers und lässt das Becken bläulich schimmern. Den Effekt kennt jeder, der schonmal blaue Flüsse, Seen oder das Meer gesehen hat.
Die Wanne bestünde dann aus vorgefertigten einzelnen Edelstahlelementen, die vor Ort verschweißt werden.
Zum Abschluss des Außentermins überreichte Hans Diedenhofen Bürgermeister Andreas Geron einen Scheck in Höhe von 10 000,- € als Zuschuss des Fördervereins. „Hiermit ist schonmal ein Teil der Planungskosten gedeckt“, so Diedenhofen.

AG
Foto: allgrafics

 

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