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Übergang in den Ruhestand meistern

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Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand meistern

Viele machen sich wenig bis gar keine Gedanken, wie es nach dem Übergang vom aktiven Arbeitsleben in den aktiven Ruhestand weitergehen soll. Dabei ändert sich einiges mit dem „Ruhestand“, nach dem sich die einen sehnen, vor dem sich andere aber fürchten. Erstaunlich also, dass viele ihren Jahresurlaub besser planen als die lange Zeit nach der Arbeit.
Nicht blauäugig diesen Wechsel vollziehen wollen die über 20 Zuhörerinnen und Zuhörer, die zum Vortrag mit Ursula Lenz in die Mensa der Grundschule St. Martin nach Remagen gekommen waren. Nach den einleitenden Worten von Wolfgang Proft von der VHS Remagen und Mechthild Haase vom Projekt „Leben und Älter werden in Remagen mitgestalten“ trat Ursula Lenz ans Rednerpult. Die Referentin hatte 42 Jahre mit älteren Menschen gearbeitet und war über 19 Jahre Pressereferentin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO).
Reicht es für die Zeit nach der Arbeit aus, sich Dinge vorzunehmen, die über Jahre während des Berufslebens liegengeblieben sind? Nach einer gewissen Zeit ist selbst der größte Speicher aufgeräumt, sind die Digitalfotos sortiert. Oder man muss feststellen, dass das geliebte Hobby aus der Jugendzeit seinen Reiz verloren hat. Wie also stellen sich Ruheständler den oft unterschätzten, gravierenden Veränderungen nach der Berufsaufgabe am besten?
Basierend auf den Ergebnissen der gerontologischen Forschung zeigte Ursula Lenz auf, wie sehr es sich lohnt, einen Ausblick auf das Leben nach dem Berufsleben zu wagen. „Der Ruhestand ist mit der Altersphase verknüpft. Dass wir älter werden, können wir nicht ändern, wohl aber wie wir älter werden. Das können wir mitgestalten“, so die Referentin, die eine Kernfrage stellte: „Wie bringe ich Struktur in die Lebensphase Ruhestand?“ Es gelte, eine eigene Zeitstruktur zu entwickeln, ebenso Aktivitäten, die neue Kontakte ermöglichen, die Freude bereiten und die – was vielleicht noch wichtiger ist – als sinnvoll erlebt werden und Körper, Seele und Geist guttun.
Der Beruf ist ein Trainingsfeld für unsere Fähigkeiten. Viele unserer Kompetenzen bleiben erhalten, weil sie ständig trainiert werden. Funktionen unseres Gehirns verkümmern aber, wenn sie nicht beansprucht werden. Neben dem „Burnout“ gibt es auch ein „Boreout“, also eine Unterforderung, die uns nicht guttut. Diese könne zu Depressionen und Rückzug führen, machte die Referentin deutlich.
Der Beruf brachte soziale Kontakte“, führte Ursula Lenz aus. Aber im Ruhestand bleiben wir soziale Wesen, die Begegnung und Beziehung brauchen. Ein Ehrenamt z.B. könne dem Leben Sinn geben.
In diesem Zusammenhang wies Mechthild Haase auf die vielfältigen Möglichkeiten in Remagen hin, sich ehrenamtlich zu engagieren. So gibt es den neuen Remagener Treffpunkt für Ehrenamtliche am Platz an der alten Post, der anlässlich des Nikolausmarktes am 3. und 4. Dezember eröffnet wird. Dort kann man sich jeweils von 14:00 bis 16:00 Uhr umfassend über das gesamte bürgerschaftliche Engagement in der Stadt informieren und mit bereits Aktiven ins Gespräch kommen.

Zum Abschluss überreichte Ursula Lenz den Teilnehmenden ihren für die BAGSO selbst verfassten Ratgeber „Berufsende in Sicht ?! – Annäherung an eine neue Lebensphase“. Die Zuhörerinnen und Zuhörer dankten Referentin Ursula Lenz und den Veranstaltern, der Volkshochschule Remagen und dem Projekt „Leben und Älter werden in Remagen mitgestalten“, die zu diesem informativen Abend eingeladen hatten.

Pressemeldung Caritas Kreis Ahrweiler
Foto: Privat

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