VHS Remagen unternahm viertägige Studienreise nach Spanien

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VHS Remagen unternahm viertägige Studienreise nach Spanien

Madrid, El Escorial und Toledo besucht

VHS Remagen unternahm viertägige Studienreise nach Spanien

Der erste Reisetag der Studienreise nach Spanien diente der Anreise und einem kurzen Spaziergang am Abend durch die Hauptstadt Madrid, die zu den größten Metropolen Europas zählt. Das ausgewählte Hotel lag mitten im Zentrum und war ein hervorragender Ausgangspunkt für die persönlichen Unternehmungen.

Das offizielle Programm begann am zweiten Reisetag mit einer ausgedehnten viereinhalbstündigen Stadtrundfahrt und einem anschließenden Rundgang durch die Innen- und Altstadt Madrids.  Während der Rundfahrt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Stadtrand wurde selbstverständlich auch das Estadio Santiago Bernabéu, wo die Fußballer des „königlichen“ Clubs Real ihre Heimspiele austragen, besichtigt. Weitere Highlights waren das Prado-Museum, der Königspalast, die Wolkenkratzer am Stadtrand, das Rathaus und die vielen Brunnen und Parks.

Der Rundgang begann an der Puerta del Sol, dem zentralsten und lebhaftesten Platz der Stadt. Hier ist im Pflaster der „Kilometer 0“ eingelassen. Von dort werden Spaniens Nationalstraßen gemessen, die sich sternförmig in alle Landesteile erstrecken. Auch steht hier das Wahrzeichen der Stadt, der Bär am Erdbeerbaum. Weiter ging es zur „Plaza Mayor“, einem der größten und schönsten Plätze Spaniens.  Er liegt mitten im Madrid der Habsburger. 1620 weihte Philipp III. den 129 x 94 Meter großen Platz ein. Dafür bekam er später, hoch zu Ross als Standbild den Ehrenplatz mitten auf der prächtigen Plaza. Unter den Laubengängen warten interessante Geschäfte und Galerien auf Kunden Den Abschluss des Vormittages bildete der Besuch der Markthalle San Miguel, heute kein Wochenmarkt mehr sondern ein Gourmettempel, der gerne am freien Samstag besucht wurde.

Nachmittags startete man mit dem ausgezeichneten Stadtführer David an der von Papst Johannes Paul II. 1993 geweihten Almudena-Kathedrale zur Fahrt nach El Escorial, etwa 50 Kilometer entfernt. Auch diese weltweit einzigartige architektonische Anlage, bei der unter einem Dach Kirche, Palast, Kloster und königliche Gruft vereint sind, wurde intensiv besichtigt. Hervorzuheben sind die Handschriftenbibliothek mit ihren 40.000 Buchbänden, luxuriöse Wandteppiche, Fresken und wertvolle Gemälde von Bosch, Tintoretto, Tizian, Dürer, El Greco, Murillo und Ribera. Ein weiterer Höhepunkt ist die atemberaubend perfekte Christusfigur von Benvenuto Cellini.

Der dritte Reisetag stand ganz im Zeichen der Fahrt nach Toledo, dessen alter Stadtkern von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Die ehemalige Hauptstadt Spaniens und kaiserliche Stadt hat in vollkommenster Weise die grundlegenden  Elemente der spanischen Geschichte in sich vereint. Toledo war über viele Jahre das Symbol des friedlichen Zusammenlebens mehrerer Religionen wie Juden, Christen und Mauren und wird deshalb auch die Stadt der drei Kulturen genannt. In der Altstadt mit ihrem engen Gassen und herrlichen Gebäuden mit Erkern hatten alle den Eindruck, die Zeit schien stillzustehen. Besichtigt wurden die gotische Kathedrale, eine Synagoge und die Kirche Santo Tomé.  In der Kathedrale sind neben dem gewaltigen Hauptaltar und dem alten Chorgestühl die 2,5 Meter hohe und 200 Kilogramm schwere Monstranz, die von dem aus Deutschland stammenden Goldschmied Enrique de Arfe aus 5000 Silberstücken und dem ersten Gold, das Columbus aus Amerika mitgebracht hatte geschaffen wurde, zu bewundern. Diese Monstranz wird an Fronleichnam mit der Prozession durch die Straßen getragen.

Da am letzten Tag der Heimflug erst für den Abend gebucht werden konnte, stand dieser für weitere individuelle Besichtigungen zur Verfügung. Viele nutzen die Zeit zum Besuch des Prado-Museums, das zu den zehn besten Museen der Welt gezählt wird oder zu anderen Besichtigungen und Spaziergängen.

Wolfgang Proft