Polizeibericht vom 28.2. bis 1.3.2020

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Polizei

Dealer ausgeraubt – drei Polizeibeamte geschlagen – Tankbetrug – Polizeibericht vom 28.2. bis 1.3.2020


PI Bad Neuenahr-Ahrweiler

Unfallflucht
Am Freitagnachmittag wurde eine Unfallflucht in Rech gemeldet. Demnach stieß ein bislang unbekannter Fahrzeugführer gegen eine rot-gelbe Holzhütte einer Nebenstraße in Rech und beschädigte diese. Anschließend entfernte er sich von der Unfallstelle, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern.

Körperverletzungen
In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es zu zwei Körperverletzungsdelikten in Bad Neuenahr. Bei den Auseinandersetzungen wurde eine 37-jährige Person mit einem Weizenglas im Gesicht geschädigt und musste ärztlich versorgt werden. Bei einer weiteren Auseinandersetzung wurden zwei 17- und 18-jährigen Gäste einer Gaststätte durch einen bislang unbekannten, nicht deutsch sprechenden Täter unvermittelt ins Gesicht geschlagen. Dabei erlitten die Geschädigten einige Prellungen im Gesicht.

Sachbeschädigungen an Pkw
Bereits am Freitagmorgen wurde ein geparkter Pkw in der Weststraße beschädigt. Der geparkte BMW wurde mit einem spitzen Gegenstand im Bereich der hinteren Tür der Fahrerseite zerkratzt. Am frühe Sonntagmorgen riss ein deutlich alkoholisierter 48-jähriger Passant an einem geparkten Pkw das vordere Kennzeichen mitsamt Halterung ab. Er konnte durch die hinzugerufenen Kräfte ausfindig gemacht werden. Es erwartet ihn nun ein Strafverfahren.


PI Adenau

Verkehrsunfälle
Im Berichtszeitraum ereigneten sich im Dienstgebiet der PI Adenau acht Verkehrsunfälle, bei der eine Person leicht verletzt wurde. In einem Fall entfernte sich der Unfallverursacher von der Unfallstelle, konnte aber aufgrund vorliegender Hinweise noch am Unfalltag ermittelt werden.

Leimbach Tankbetrug (2 Fälle)
Ermittelt werden konnten auch zwei Fahrer, die am Samstag an einer Tankstelle in Leimbach ihre Fahrzeuge jeweils ohne Begleichung der Rechnung betankt hatten.

Kempenich Fahren ohne Fahrerlaubnis
Gegen einen Jugendlichen musste ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet werden. Der 16-jährige fuhr mit seinem „frisierten“ Motorroller mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit an einer Funkstreife vorbei, von der soeben ein Verkehrsunfall aufgenommen worden war. Aufgrund technischer Veränderung lief der Motorroller deutlich schneller als zulässig; damit wurde das Gefährt führerscheinpflichtig. Der junge Mann ist jedoch lediglich im Besitz einer Mofa-Prüfbescheinigung.

Aremberg Brand von Heu-/Strohballen
Vermutlich durch Glutübertragung eines bei Wind nicht ordnungsgemäß abgelöschten Kleinfeuers, gerieten am Samstagmorgen gg. 11:00 Uhr auf einem Gehöft bei Aremberg ca. 100 Rundballen Stroh/Heu in Brand. Ein Übergreifen des Feuers auf Gebäude konnte durch den Löscheinsatz der umliegenden Feuerwehren verhindert werden. Ein Verschulden Dritter an der Brandentstehung konnte ausgeschlossen werden. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Sachschaden belief sich auf ca. 5000,-EUR

Insul/Leimbach Diebstähle
Wie am Freitag (28.02.2020) bekannt wurde, kam es in der laufenden Woche zu „Gelegenheits-Diebstählen“ bei Insul und in Leimbach, mutmaßlich durch reisende Täter. An einer Weide bei Insul entwendeten die bislang unbekannten Täter die Batterie eines Weidezaungerätes. Das Weidezaungerät an sich sowie ein zugehöriges Solar-Panel ließen die Täter an Ort und Stelle zurück. In Leimbach wurden aus einem Schuppen bzw. aus einem Kellerraum u.a. 2 Motorsägen, eine Kiste mit Elektroinstallationszubehör u.a. Gegenstände entwendet.

Adenau Autofahrer unter Drogeneinfluss
Am Samstag, gg. 21:30 Uhr, fiel ein 27-jähriger Autofahrer bei einer Verkehrskontrolle auf. Wie sich herausstellte, stand er Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, was die Anordnung einer Blutprobenentnahme und die Einleitung eines Straf- und Ordnungswidrigkeiten-Verfahrens nach sich zog.


PI Linz / Neuwied

Am Freitagabend, 28.02.2020 kam es in Rheinbreitbach zu einem schweren Raub in der Bürresheimer Straße in Rheinbreitbach. Dort kam es zu einer Verabredung zum Drogengeschäft zwischen 16jährigen Jugendlichen. Die 2 jugendliche Täter fuhren mit einem 18jährigen Fahrer zum Tatort, um dort Cannabis zu kaufen. In Folge raubten die zwei 16jährigen Täter unter Vorhalt einer Pistole und eines Messer den 16jährigen Drogenverkäufer aus. Das 16jährige Raubopfer kam später mit seinem Vater zur Anzeigenerstattung zur Polizei Linz am Rhein. In der Vernehmung gab er Hinweise auf das Fahrzeug und Kennzeichen und gab an, im Besitz von Betäubungsmittel gewesen zu sein. Durch umfangreiche Ermittlungsarbeit und sehr gute Zusammenarbeit verschiedener Polizeibehörden (Polizei Linz a. R., Kriminaldauerdienst, SE-Kräfte), konnten alle Täter ermittelt und festgenommen werden. In Folge konnten bei Durchsuchungen verschiedener Objekte, sowohl Teile des Raubguts als auch die Pistole und Betäubungsmittel sichergestellt werden. Die 3 Täter wurden am Samstag, 29.02.2020 dem Haftrichter in Koblenz vorgeführt. Der derzeitige Ermittlungssachstand gilt als vorläufig, weil weitere Ermittlungen folgen und erforderlich sind.

Am Samstagabend, 29.02.2020 kam es in Linz am Rhein in der Linzhausen Straße zu einer gefährlichen Körperverletzung zwischen männlichen syrischen Mitbürgern. Nach derzeitigem Ermittlungssachstand lag ein schon länger andauernder Streit zwischen einem 34jährigen und einem 25jährigen Syrer zugrunde. Diesen wollte man in Linz a. R. besprechen. In Folge gerieten beide in Streit. Auf Grund von Sprachbarrieren war es zunächst sehr schwierig die Situation und den Tatablauf zu klären. Einer der Kontrahenten gab an, dass er von einem Begleiter des anderen festgehalten und von diesem geschlagen wurde. Der andere gab an, dass sie sich so geschlagen hätten. Beide trugen durch den Streit leichte Verletzungen davon. Da die Tat im öffentlichen Raum stattfand, könnte es Zeugen für den Tatablauf geben. Hinweise bitte an die Polizei Linz am Rhein Tel. 02644-943-0 pilinz.wach@polizei.rlp.de

Am Samstagabend, 29.02.2020 kam es gg. 20 Uhr zu einer gefährlichen Körperverletzung in einem Arbeiterwohnheim in Vettelschoß, Im alten Hohn. Zwei rumänische Mitbürger gerieten verbal in Streit. In Folge schlug der 25jährige Beschuldigte dem 28jährigen Geschädigten mit der Faust ins Gesicht. Anschließend nahm er ein Messer (Klingenlänge 13 cm) und führte dem Geschädigten im Bauchbereich eine leichte Schnittverletzung zu. Der Beschuldigte hatte einen Atemalkohol von 0,91 Promille. Der Geschädigte war nüchtern. In der ersten Befragung gab der Beschuldigte an, dass er sich nur Respekt verschaffen wollte.

Am frühen Sonntagmorgen, 01.03.2020 meldete ein Zeuge gegen 03:55 Uhr einen Verkehrsteilnehmer mit seinem Pkw auf der B 42 , der möglicherweise alkoholisiert sei. Durch eine Streife der Polizei Linz am Rhein wurde die Verfolgung in Richtung Landesgrenze NRW aufgenommen. Der 23jährige Fahrzeugführer aus Waldbreitbach, wurde einer Verkehrskontrolle unterzogen, wobei er durch Atemalkohol auffiel. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,98 Promille. Jetzt erwartet ihn eine Anzeige mit hoher Geldstrafe und ein Fahrverbot.


Angriff auf Polizeibeamte bei Unfallaufnahme, 3 Beamte verletzt

Koblenz (ots) Am 01.03.2020, gg. 04.00 Uhr, touchierte ein 41-jähriger Mann mit seinem Pkw zwei Taxis, die am Fahrbahnrand in der Poststraße auf Gäste warteten. Ein Taxifahrer wurde bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. Der Verursacher zeigte sich gegenüber den unfallaufnehmenden Polizeikräften sehr aggressiv und verweigerte die Aushändigung seiner Dokumente. Stattdessen wollte er sich wieder in seinen Pkw setzen und die Unfallstelle verlassen. Dies konnten die Beamten verhindern und zogen ihn aus dem Pkw. Gegen die Maßnahme wehrte er sich und musste daher zu Boden gebracht und gefesselt werden. Auch hier leistete der Mann erheblichen Widerstand, versuchte nach den Beamten zu treten, zu schlagen und beleidigte sie fortlaufend. Letztendlich gelang es den Mann in den Streifenwagen zu verbringen. Bei der Maßnahme verletzte sich ein Beamter leicht. Ein vorläufiger Atemalkoholtest ergab 1,77 Promille. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen und er verblieb im Gewahrsam. Er ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Da er bereits als Drogenkonsument polizeilich in Erscheinung getreten war, wurde auch der Pkw durchsucht. Dort fand man im Fahrgastraum Marihuana. Der Pkw wurde sichergestellt.

Da sich der Unfall vor einer Diskothek ereignete, standen dort während der polizeilichen Maßnahmen ca. 15-20 Schaulustige und beobachteten das Geschehen. Aus dieser Gruppe heraus traten zwei junge Männer („A“ 22 und „B“ 23 Jahre alt) unmittelbar während der Durchsuchung an den Pkw heran und taten lautstark kund, dass sie die Maßnahmen für unrechtmäßig hielten. Mehrfachen Aufforderungen, sich von dem Fahrzeug zu entfernen und die polizeilichen Maßnahmen nicht zu behindern, kamen sie, auch unter Androhung der Ingewahrsamnahme, nicht nach. Daher wurde der „A“ durch einen Beamten von dem Pkw weggeschoben. „A“ stieß daraufhin den Beamten von sich. Um weitere tätliche Angriffe zu verhindern, versuchten die Beamten ihn zu fixieren. Hiergegen wehrte er sich stark. Der „B“ versuchte dann dem „A“ zur Hilfe zu kommen. Ein Beamter versuchte dies zu verhindern, wurde jedoch von dem „B“ mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Beamte wurde dadurch leicht verletzt. Mit starken Polizeikräften wurden beide Personen dann zu Boden gebracht und gefesselt. Dabei wurde ein weiterer Beamter leicht verletzt. Der „A“ stand unter Alkoholeinfluss, ein Test ergab 0,81 Promille und er wollte seine Personalien nicht angeben, daher wurde er bis zur Ausnüchterung ins Gewahrsam eingeliefert. Der „B“ wurde nach Abschluss aller Maßnahmen entlassen, ihm wurde lediglich ein zeitlich befristeter Platzverweis für die Innenstadt ausgesprochen.


Pressemeldungen der jeweiligen Dienststellen
Foto: Archiv

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