GRÜNE – Welche Maßnahmen zum Neuaufbau in der Kreisstadt könnten Modell für andere Kommunen sein?

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GRÜNE Ortsverbände aus Eifel und Vorderpfalz trafen sich in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Welche Maßnahmen zum Neuaufbau in der Kreisstadt könnten Modell für andere Kommunen sein?

Bad Neuenahr-Ahrweiler Nicht nur das Ahrtal war von den Wassermassen vom 14./15. Juli 2021 betroffen, auch in weiten Teilen der Eifel schlug das Hochwasser zu. Auf Anregung des Ortsverbandes Kylltal traf man sich am vergangenen Wochenende in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit weiteren GRÜNEN aus Kelberg und der Region Bitburg-Prüm. Sogar aus dem Leiningerland wurde angereist. Die Vorderpfälzer hatten schon am Samstag nach der Flutkatastrophe Hilfsgüter für Betroffene auf LKWs verladen.

Wie sieht es aus in der Kernstadt, in den westlichen und östlichen Stadtgebieten mehr als sieben Monate nach der Flut? Was können die Gäste aus der Modellregion an sinnvollen Aufbaumaßnahmen „mitnehmen“? Erste Erkenntnis: Es wird für die Kreisstadt ein sehr langer und schwieriger Weg sein. Jetzt sieht man die Folgen der Flut in der Natur und im Siedlungsbereich und die Übergangslösungen für eine funktionierende Infrastruktur, mehr nicht. Die Tinyhouses in Heimersheim werden kaum genutzt, da erst vor kurzem bezugsfertig, illegal abgekippter Bauschutt, zum Teil asbestbelastet zwischen Green und Lohrsdorf. Dieser muss schnellstmöglich abtransportiert werden, bevor die Ahr ihn wegspült. Heimersheim/Ehlingen braucht einen Durchgang unter dem Deich der B266n, damit Wasser aus dem Süden abfließen kann, aber auch die Möglichkeit des Verschließens gegen drückendes Ahrhochwasser. Dieser Tunnel zählt zu den Bauvorhaben, die nicht in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Sehr interessant war der Blick in den Mühlenteich. Das Kanalsystem dient als Vorfluter bei Regenwasser, bei Hochwasser der Ahr werden die Schleusen geschlossen. Den Mühlenteich im gesamten Stadtgebiet zu reinigen und wieder an die Ahr anzuschließen wäre eine der Maßnahmen, die zügig angegangen werden können und sollten. Wie kann der Ahrtalradweg verlaufen? Auf den Resten des alten Radweges stehend mit dem breiten Flussbett der Ahr vor Augen und der B266n im Rücken wird klar, für die Wiederherstellung der dritten und vierten Fahrspur der B266n ist kein Platz und auch nicht für den Ahrradweg in ihrem Norden. Im gesamten Stadtgebiet ist ein neues und besseres Radwegenetz zu planen. Auf dem Weg zum Kloster Calvarienberg ging es mit den Gästen vorbei an der Brückenstraße gegenüber der Ehrenwall’schen Klinik. Diese sollte als Teil des Ahrtalradweges für Radfahrende zukünftig gefahrenfrei in beide Richtungen befahrbar sein. Unvorstellbar für die Angereisten beim Blick vom Kloster, wie schmal das Flussbett vorher war, welche Vegetation Schatten gespendet hat, wo die Fußgänger- und Radfahrbrücke nach Walporzheim verlief.

Es waren sehr viele Eindrücke, die die Gäste aus Eifel und Pfalz mit nach Hause genommen haben. Weniger ein Katalog von geeigneten Maßnahmen, die am Heimatfluss Schutz vor und bei Hochwasser bieten, mehr die Gewissheit, dass ein Informationsaustausch vor Ort sehr zielführend und bereichernd sein kann. Es war ein rundum gelungenes Treffen, waren sich alle einig. Das Sprecher:innnen-Duo Birgit Stupp und Christoph Scheuer konnte für die GRÜNEN aus Bad Neuenahr Ahrweiler auch schon eine Einladung ins Kylltal entgegennehmen. Mit weiteren Vor-Ort-Treffen wollen sich alle Beteiligten besser vernetzen und den Informationsaustausch intensivieren.

Pressemeldung Bündnis 90/Die GRÜNEN
Foto: Grüne Ortsverbände aus Eifel und Vorderpfalz in der Kreisstadt

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