Mittwoch, Mai 25, 2022

Leserbrief zur Flutkatastrophe im Ahrtal

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Rolle möglicher Nachfolger*in des Landrats Dr. Pföhler

War Landrat Dr. Pföhler tatsächlich der Einzige, der versagt hat?

Der ehemalige Landrat des Landkreises Ahrweiler, Dr. Pföhler, ist nicht nur in der fraglichen Nacht der Flutkatastrophe seiner Verantwortung nicht gerecht geworden. Er hat sich wohl in den 21 Jahren als Landrat nie sonderlich für den Katastrophenschutz interessiert und damit einer seiner wichtigsten Pflichtaufgaben sträflich vernachlässigt. Die eindeutigen Vorschriften welche den Aufbau und die Organisation des Krisenstabs betreffen, aber auch seine eigene Aus- und Fortbildung sowie der Mitglieder des Krisenstabes hatte er völlig ausgeblendet.

Ohne den Landrat in Schutz nehmen zu wollen: War er die einzige Person, die Kenntnis von den Vorschriften haben konnte/musste? Welche Rolle hat sein fachliches Umfeld dabei gespielt? Wer hat noch weggeschaut? Insbesondere sein Stellvertreter, der jetzt selbst Landrat werden möchte, hätte sich mit den Aufgaben im Katastrophenschutz befassen müssen. Er hätte dann auch den Landrat auf seine Rolle und die damit verbundene Verantwortung aufmerksam machen müssen. Vom langjährigen 1. Beigeordneten, der etwa 16 Jahre an der Seite des Landrates stand und in die Amtsgeschäfte eingebunden gewesen sein muss, darf man erwarten, dass er für den Katastrophenschutz geschult war. Denn er muss jederzeit damit rechnen, den Landrat auch hier zu vertreten zu müssen. Auch als Ablösung, denn man kann nicht erwarten, dass ein Landrat über Tage hinweg rund um die Uhr den Krisenstab führt. Wenn es so war und er selbst den Katastrophenschutz vernachlässigt hat, wie kann er sich dann jetzt trauen, sich um das Amt des Landrats zu bewerben.

Auch eine weitere Kandidatin um das Amt des Landrates muss sich fragen lassen, hat sie als Bürgermeisterin im Vorfeld der Flutkatastrophe alle geltenden Vorschriften beachtet und umgesetzt. Hatte sie auf Gemeindeebene neben der örtlichen Technischen Einsatzleitung auch einen Führungsstab (Krisenstab)? Gab´s örtliche Notfall- und Evakuierungspläne und wurden diese in der Flutnacht erfolgreich umgesetzt?

Schlusswort: Seitens der Politik, voran der Innenminister von Rheinland-Pfalz, sprechen davon die Katastrophenschutzvorschriften zu überarbeiten und suggerieren so, als hätte es daran gelegen. Hingegen wahr ist, die eindeutigen, bestehenden Vorschriften hinsichtlich des Aufbaus und der Führung im Katastrophenschutz, aber auch Evakuierungsvorschriften, wurden nicht korrekt umgesetzt und beachtet.

Walter Jung, Remagen
Foto: Archiv Gottschalk

Veranstaltungen zur Flut

 

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