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Verkehrsbericht der Polizeiinspektion Remagen für das Jahr 2020

Verkehrsbericht der Polizeiinspektion Remagen für das Jahr 2020

  • Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist deutlich gesunken
  • Insgesamt überproportionaler Rückgang bei den Verletzten, jedoch zwei tödliche Unfälle
  • Ebenfalls positiv: Aufklärungsquote von Verkehrsunfallfluchten auf Rekordhoch
  • Unfälle unter Alkohol-/Drogen-Einfluss mehr als halbiert
  • Corona macht sich bemerkbar: Im ersten Lockdown ist ein Gesamtrückgang um 35% zu verzeichnen

Ausgangslage

Das Dienstgebiet der Polizeiinspektion (PI) Remagen umfasst seit 2014 die Städte Remagen und Sinzig, Stadt und Verbandsgemeinde Bad Breisig sowie einen Großteil der Verbandsgemeinde Brohltal. Innerhalb der Gesamtfläche dieses Dienstgebiets findet sich ein Straßennetz, das neben einer Vielzahl an innerörtlicher Straßen auch 60 km Bundesstraßen, 105 km Landesstraßen und rund 60 km Kreisstraßen umfasst.

Kerndaten im Überblick

Auf dem angeführten Straßennetz ereigneten sich im Jahr 2020 insgesamt 1.638 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle. Dies ist ein erheblicher Rückgang um rund 16 % im Vergleich zum Vorjahr (2019: 1.949 Unfälle). Somit befinden sich die Verkehrsunfallzahlen der PI Remagen, wie auch im Landestrend, auf einem langjährigen Rekordtief. Dieser Rückgang dürfte zumindest auch der Covid-19-Pandemie zuzurechnen sein. Insbesondere im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 war die Pandemie auch auf polizeilicher Seite im Straßenverkehr deutlich zu spüren. Das Einfrieren des öffentlichen Lebens ließ die Unfallzahlen im Zeitraum von Ende März bis Anfang Mai sogar um rund 35 % zum Vorjahr sinken. Die Hauptunfallursachen lagen dennoch wie bereits in den Vorjahren in den Tatbeständen des zu geringen Abstands, gefolgt von Fehlern beim Wenden oder Rückwärtsfahren und zu hoher bzw. nicht angepasster Geschwindigkeit. Häufig treffen auch mehrere Ursachen zusammen, aber Hauptunfallursache ist und bleibt menschliches Fehlverhalten, denn nur sehr selten ist es ein technischer Mangel oder Defekt, der zu einem Unfall führt.

Weniger Unfälle mit Personenschaden, Schulwege sind sehr sicher

Während es in 1.460 Fällen bei Sachschäden blieb, waren rund 11 % (176) der bei der PI Remagen verzeichneten Verkehrsunfälle solche mit Verletzten; das sind rund 25 % weniger als im Durchschnitt der Jahre 2016-2019. Bei diesen 176 Unfällen kamen insgesamt 235 Menschen zu Schaden. Hierunter befinden sich leider auch zwei tödliche Verletzte. Beide Getöteten waren nicht Führer eines Kraftfahrzeugs, sondern fußläufig bzw. mit dem Fahrrad unterwegs. Erstmalig kam es jedoch erfreulicherweise im gesamten Jahr zu keinem einzigen Unfall auf Schulwegen und auch sonst wurden weniger Kinder im Straßenverkehr verletzt als in den Vorjahren. Hier darf ebenfalls ein positiver Effekt aufgrund der Lockdown-Maßnahmen angenommen werden.

Verkehrsunfallflucht – Aufklärungsquote auf Höchstniveau

Erfreulicherweise hat sich die sinkende Quote der Verkehrsunfälle insgesamt auch auf die registrierte Zahl an Verkehrsunfallfluchten niedergeschlagen. So sind die Fälle, in denen sich Unfallbeteiligte entfernt haben ohne ihren gesetzlichen Pflichten nachzukommen, um rund 14 % gesunken 2020: 387 – 2019: 447). Zugleich ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PI Remagen gelungen, eine Aufklärungsquote von 48,5 % zu erreichen. Dies ist eine Steigerung um rund 5 % zum Vorjahr. Ein bemerkenswerter Erfolg und Ansporn für die Beamten zugleich, im laufenden Jahr auch die 50 %-Marke zu schaffen. Denn umgekehrt gilt leider auch: Immer noch bleibt jeder Zweite auf seinem Schaden sitzen. Gerade bei der Aufklärung dieser nur allzu häufig als „Kavaliersdelikt“ eingestuften Straftaten ist die Polizei neben der eigenen Ermittlungsarbeit sehr auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen – insbesondere Zeugenmeldungen!

Verkehrsunfälle unter Einfluss von Alkohol/ Betäubungsmitteln halbiert

Im Deliktfeld Trunkenheit am Steuer sind die Verkehrsunfallzahlen ebenfalls auffallend zurückgegangen. Lagen die Zahlen innerhalb der letzten fünf Jahre im Mittel um die 40, kam es im vergangenen Jahr lediglich zu 19 Verkehrsunfällen, bei denen Alkohol- oder Betäubungsmittelkonsum die Hauptursache darstellte. Auch diese positive Bilanz dürfte durch die pandemiebedingt ausgefallenen Feierlichkeiten und Veranstaltungen begünstigt worden sein. Die Polizei wird diesem Deliktfeld dennoch weiterhin ein großes Augenmerk schenken, insbesondere mit präventiven Maßnahmen.

Prävention und Verkehrsüberwachung

Die Aufgabe der Polizei auf dem Verkehrssektor beinhaltet nämlich natürlich neben repressiven Maßnahmen in großen Teilen auch präventive Tätigkeiten, die u.a. zur Reduzierung der Verkehrsunfallzahlen beitragen sollen. So konnten im vergangenen Jahr immerhin die jüngsten Verkehrsteilnehmer weitgehend die Jugendverkehrsschule besuchen und die damit verbundenen Ziele und Fertigkeiten erreichen. Sobald es die Gesamtumstände wieder zulassen, wird die Polizei wieder das gewohnte Angebot für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr vor allem für die Risikogruppen Kinder, junge Fahrer bis 24 Jahre und Senioren aufleben lassen.

Unfallhäufungsstellen

Auch wenn die diesbezügliche Analyse noch nicht abgeschlossen ist, so scheinen sich in 2020 keine neuen Schwerpunkte ergeben zu haben. Es bleibt bei den „üblichen Verdächtigen“: Auf und entlang der B 9, insbesondere in den Stadtdurchfahrten von Bad Breisig und Remagen ereigneten sich 157 Unfälle, mithin etwa jeder 10. Unfall im Bereich der PI Remagen. Das war aber auch in den Vorjahren mit teilweise noch deutlich mehr Unfällen schon so und angesichts der enormen Verkehrsmenge, die die B 9 zu bewältigen hat, relativieren sich diese Zahlen. Daneben bleiben einige Abschnitte der B 412 im Blick der Behörden und auch die Zahl der Wildunfälle, insbesondere auf Nebenstrecken und in Waldgebieten, bleibt mit 226 (2019: 253) beachtlich.

Polizeiliche Maßnahmen

Neben diesem theoretischen Angebot sind in der Straßenverkehrspraxis Kontrollmaßnahmen der Polizei unverzichtbar. So sind neben den Geschwindigkeitsmessungen auch stationäre und mobile Verkehrskontrollen eine bewährte Methode zur Kontrolle der Themen Geschwindigkeit, Verkehrstüchtigkeit und -tauglichkeit. Häufig sind es hierbei die altbekannten Themen, die die Polizei beschäftigen. So konnten, trotz der auch vor der Organisation der Polizei nicht Halt machenden Pandemie, im Jahr 2020 von der PI Remagen sowie der Verkehrsdirektion Koblenz immerhin 1.571 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und geahndet werden. Insgesamt resultierten in 2020 2.527 Verwarnungen und Bußgeldverfahren aus Verkehrskontrollen. Weiterhin wurden 243 Verkehrsstraftaten durch die Beamten der PI Remagen aufgenommen (2019: 334). Dennoch eine Zahl, die durch ein etwas achtsameres und rücksichtsvolleres Verhalten jedes Einzelnen leicht minimiert werden könnte. Bleibt zu hoffen, dass die teilweise sehr erfreulichen Zahlen des Jahres 2020 nicht nur auf einem zur Abwechslung mal positiven (Einmal-)Effekt des Coronavirus beruhen, sondern dass diese Zahlen sich auch langfristig etablieren können. Es bleibt immer wieder daran zu erinnern, dass die Teilnahme am Straßenverkehr die volle Aufmerksamkeit fordert und es insbesondere gilt, der sich einschleichenden Routine mit einem starken Willen und einem hohen Maß an Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein zu begegnen – damit wir selbst und andere gesund nach Hause kommen. Die Beamtinnen und Beamten der PI Remagen werden ihr Fachwissen weiter vertiefen und fortentwickeln um auch im kommenden Jahr weiterhin kompetent, motiviert und auf hohem Niveau für noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen.

 

Pressemeldung Polizei Remagen
Foto: Archiv

 

 

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