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Verlegung der Stolpersteine in Sinzig

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Verlegung der Stolpersteine in Sinzig findet am 4. Mai statt

SINZIG. Nachdem die ursprünglich für März 2021 geplante Verlegung der Stolpersteine in Sinzig coronabedingt abgesagt werden musste, steht jetzt ein neuer Termin fest. Die Arbeitsgruppe, die sich aus Vertretern der impulsgebenden Gruppierungen (Rhein-Gymnasium Sinzig, Bürgerforum, Rudolf Menacher) und der Verwaltung zusammensetzt, wurde von der „Stolperstein-Initiative“ darüber informiert, dass die erste Verlegung in Sinzig am Mittwoch, 4. Mai 2022 stattfinden wird. Der Künstler und Initiator der Stolperstein-Idee Gunter Demnig wird persönlich ab 14 Uhr die ersten fünfzehn Steine an vier verschiedenen Adressen in der Sinziger Innenstadt verlegen. Kurzfristige Termin-Änderungen auf Grund der pandemischen Entwicklung können leider nicht ausgeschlossen werden.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Messing-Gedenktafeln soll an Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus deportiert wurden und dem Holocaust zum Opfer fielen. Die Steine werden vor deren einstigen Wohnungen im Straßen- oder Gehwegpflaster verlegt. Mit insgesamt über 75.000 Steinen in 1265 deutschen Kommunen und in 21 Staaten Europas sind sie seit Jahren das größte dezentrale Mahnmal der Welt.
Bereits in den Jahren 2005 sowie 2014 haben sich städtische Gremien mit „Stolpersteinen“ in Sinzig befasst. Zu einem Beschluss zur Verlegung der Gedenksteine kam es dann am 31.01.2019, als sich der Rat einstimmig für die Verlegung von Stolpersteinen aussprach.
Vorausgegangen waren Initiativen des Bürgerforums Sinzig sowie des Rhein-Gymnasiums, die sich im Vorfeld zu den Gedenkveranstaltungen „80 Jahre Reichspogromnacht“ im November 2018 bereits mit dem Thema „Stolpersteine“ in Sinzig umfassend auseinandergesetzt und u.a. den „Stolpergang“ am 10. November 2018 initiiert hatten.
Durch intensive Recherchen, die insbesondere auf den Erkenntnissen von Rudolf Menacher basieren, konnten 28 Opfer und deren letztbekannte Anschriften in Sinzig ermittelt werden, denen nun mit der Verlegung jeweils eines Stolpersteines dauerhaft gedacht werden wird.
Anlässlich der Verlegung wird auch eine Broschüre vorgestellt, die näher auf die Lebenswege der Opfer eingeht und mit dazu beitragen soll, die Erinnerungen an sie zu bewahren und an die nächsten Generationen weiterzugeben.
Die Verlegung der Stolpersteine für die weiteren Opfer ist für das zweite Halbjahr 2022 angedacht.

Pressemitteilung der Stadt Sinzig
Foto: Beispielbild

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