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Wiederaufbau Ahrtal: Treffen von LBM, DB, Kommunen und Tourismusorganisationen

Anlässlich eines gemeinsamen Koordinierungstreffens von LBM, DB, Kommunen und Tourismusorganisationen im Ahrtal haben sich die Akteure zum Wiederaufbau des Ahr-Radwegs sowie radtouristischen Themen ausgetauscht. Das Fazit: Große Teile des Ahrradwegs sind wieder befahrbar. Für den Radtourismus konnten im Sommer 2023 attraktive Streckenabschnitte angeboten werden.
„In den vergangenen Wochen und Monaten wurde seitens des LBM im Bereich des Ahr-Radweges viel erreicht. Große Teile des Ahr-Radweges sind wieder befahrbar, so dass dem Radtourismus im Sommer 2023 attraktive Streckenabschnitte angeboten werden konnten“, informierte Stefan Schmitt, Leiter des LBM-Projektbüros Wiederaufbau Ahrtal, anlässlich eines zweiten Koordinationstreffens mit den Kommunen, der Deutschen Bahn und den Tourismusorganisationen zum Wiederaufbau des Ahr-Radweges.
Die Kommunen an der Oberahr bestätigten den Eindruck eines positiven Jahres. Der Ahr-Radweg zwischen Blankenheim und Kreuzberg war dank der fertiggestellten Infrastrukturtrasse und ausgewiesenen Ersatzrouten diesen Sommer wieder komplett befahrbar. Die „Tour de Ahrtal“ im Juli stellte sich laut der Tourist-Information Hocheifel-Nürburgring als großer Erfolg heraus.
Herausfordernd bleibt der Wiederaufbau des Ahr-Radwegs im schwer zerstörten Bereich an der Mittelahr. Trotz intensiver Bemühungen des LBM-Projektbüros, der Gemeinde Grafschaft und der Verbandsgemeinde Altenahr, wird es nicht möglich sein, die 17 km lange beschilderte Ersatzroute „über die Höhe“ zu realisieren. Nachdem die Umsetzung einer Ersatzroute mehrheitlich vom LBM, den Kommunen und den Tourismusorganisationen im Ahrtal befürwortet wurde, konnten nicht alle notwendigen Nutzungsgestattungen für Privatwege erlangt werden. Nicht alle privaten Besitzer waren bereit, ihre Flächen für den Bau des Ersatz-Radweges zur Verfügung zu stellen. „Das müssen wir akzeptieren. Wir bedauern sehr, dass es somit keine Alternativ-Route über die Höhe zum zerstörten Radweg im Tal geben kann“, sagte Stefan Schmitt, Leiter des LBM-Projektbüros Wiederaufbau Ahrtal.
Der Wiederaufbau des schwer zerstörten Abschnitts an der Mittelahr wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Ein Ausweichen des Radverkehrs auf die Bundesstraße wird vom LBM aufgrund des zu erwartenden Baustellenverkehrs für Bahn und Straße als sehr gefährlich eingestuft. 

Die Akteure tauschten sich zudem über zukünftige Entwicklungen beim Radverkehr und Radtourismus aus.

Wenn auch die Stadtwerke Bonn-Regional für die Verlegung neuer Ver- und Entsorgungsleitungen den Ahrradweg zwischen Ahrbrück und Pützfeld nochmals von Anfang 2024 bis Frühjahr 2025 sperren müssen, so werden doch die Planungen für den Wiederaufbau des noch zerstörten Ahr-Radweges an der Mittelahr konkreter.
Die Kreisverwaltung Ahrweiler als Aufgabenträger des ÖPNV berichtete über erste Erfahrungen zum Angebot eines Radbusses an Wochenenden im schwer zerstörten Abschnitt zwischen Ahrbrück und Ahrweiler. Das Angebot fand durchaus positiven Anklang, so das Fazit seitens der Kreisverwaltung. Basierend auf der endgültigen Auswertung und der Verkehrssituation im Tal werde entschieden, ob der Radbus im kommenden Jahr wieder als Alternative angeboten werde.
Zeitgleich wird die gemeinsame Planung mit der Deutschen Bahn vorangetrieben. So werden die Bahn- und Radbrücken auf gemeinsamen Pfeilern stehen und so der Ahr mehr Raum geben. Auch die Planungen für weitere Abschnitte entlang des Bahndamms gemeinsam mit der Deutschen Bahn sollen nun vereinbart werden.
Der Ahr-Radweg muss an der Mittelahr zeitgleich zur Ahrtalbahn aufgebaut werden. Ist die Ahrtalbahn elektrifiziert und in Betrieb, ist ein nachträglicher Bau aus Sicherheitsgründen nur noch schwer möglich“, sind sich Christian Sauer von der DB Netz AG und Stefan Schmitt vom LBM einig.
Mit einer engen Koordination wollen LBM und Deutsche Bahn daher sicherstellen, dass der Wiederaufbau aller Verkehrswege auch unter schwierigen Randbedingungen bestmöglich gelingen kann.

Die Fakten zum Ahr-Radweg in Kürze:

  • Der Ahr-Radweg ist zwischen Remagen und Walporzheim dank einer provisorischen und beschilderten Route wieder befahrbar. Die Stadt Sinzig beginnt diesen Herbst noch mit der provisorischen Wiederherstellung der Uferwege.
  • LBM und Deutsche Bahn arbeiten intensiv an den Planungen für den Wiederaufbau im schwer zerstörten Bereich zwischen Walporzheim und Altenahr. Ziel ist es, dass ein Großteil des Abschnittes 2026 wieder befahrbar sein wird.
  • Zwischen Pützfeld und Ahrbrück wird der Radweg von Anfang 2024 bis voraussichtlich Frühjahr 2025 aufgrund von umfangreichen Baumaßnahmen der Stadtwerke Bonn Regional zur Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen unterbrochen, bevor er dann final wiederhergestellt werden kann.
  • Es muss weiterhin mit kurzfristigen baubedingten Sperrungen und Umleitungen auf der gesamten Strecke gerechnet werden.
  • Aktuelle Informationen über die Befahrbarkeit und Sperrungen können weiterhin auf der Projektseite des LBM und den Tourismusorganisationen abgerufen werden.

Pressemeldung Wiederaufbau Ahrtal | Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz
Grafik: Archiv Gottschalk

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