In Oedingen wird Druck gemacht

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In Oedingen wird Druck gemacht
Unternehmensgründer Dr. Wolfang Schadow (links im Bild) und WGR Ortsvorsteherkandidat Holger Kowalewski (rechts im Bild) diskutieren über das Druckergebnis der im Vordergrund stehenden grünen Drachen-Figur

In Oedingen wird Druck gemacht

Die Technik von 3D-Druckern fasziniert: Winzig kleine wie auch größere Objekte werden Millimeter um Millimeter aus einem langen Plastikfaden erzeugt (dem sogenannten Filament), indem das Material im Druckkopf geschmolzen und Schicht für Schicht präzise auf die jeweils darunter liegende Schicht aufgetragen wird.

Der Bonner Physiker und Unternehmensberater Wolfgang Schadow hat schon lange als Hobby an der Herstellung von 3D-Druckern getüftelt. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Murathan Araz gründete er 2017 das Unternehmen „Zaribo“ und machte sein Hobby zum Nebenberuf. Ende 2018 war das Unternehmen so weit gewachsen, dass die Räumlichkeiten und Kapazitäten nicht mehr ausreichten und der Nebenberuf zum Hauptberuf wurde.

Auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie wurde er in Oedingen fündig mit dem Ladenlokal des ehemaligen MiniMarktes direkt am Kirchplatz.

Unterstützt durch Schüler und studentische Hilfskräfte stellt Zaribo die 3D-Drucker in Oedingen her. Verkauft werden die Geräte sowie Ersatzteile vor allem über das Internet und sogar weltweit an internationale Kunden. Aber auch im Ladenlokal freuen sich Wolfgang Schadow und sein Team über den Besuch von Interessenten.

Durch die hohe Präzision, die Qualität der Druckergebnisse und den im Verhältnis zur Leistung günstigen Preis können sich die Drucker von Wolfgang Schadow am Markt behaupten.

Es fanden einige Treffen mit WGR-Ortsbeiratsmitglied Holger Kowalewski statt, der bei der Kommunalwahl am 26. Mai auch als Ortsvorsteher in Oedingen kandidiert. Dabei wurden gemeinsam konkrete Ideen zu weiteren Anwendungsfeldern entwickelt und Ansätze um das junge Unternehmen stärker in Remagen zu vernetzen.

Typische Anwendungen sind die Herstellung spezieller technischer Teile zum Beispiel beim Maschinenbau, die Erstellung von Prototypen für eine spätere Serienfertigung, aber auch Anwendungen aus dem Bereich von Design und Kunst sowie Spielzeug und Modellbau.

Ein weiterer spannender Anwendungsbereich sind medizinische Hilfsmittel für körperlich behinderte Menschen. Dabei werden präzise auf den individuellen Menschen zugeschnittene Spezialteile benötigt, die mit konventionellen Verfahren nur aufwendig und entsprechend teuer herstellbar sind.

Sehr gerne werde ich Remagener Schulen und der Fachhochschule Präsentationen und Workshops anbieten, erfahrungsgemäß lassen sich SchülerInnen und Studierende vom 3D-Druck schnell begeistern.“, so Wolfgang Schadow. „Ebenso gefällt mir die Idee, die Vernetzung mit anderen Gewerbetreibenden in Remagen sowie den Kontakt zur Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung aufzubauen.

Das ist der politische Kurs, den ich auch als Ortsvorsteher prägen möchte„, ergänzt Holger Kowalewski, „nicht drumherum reden und darauf warten, dass andere etwas tun, sondern hingehen, mit den Beteiligten konkrete Maßnahmen finden und dann auch gemeinsam umsetzen, das ist meine Vorstellung von Kommunalpolitik.

Die Lücken in der ländlichen Nahversorgung, wie sie durch die Schließung des MiniMarktes in Oedingen oder der Volksbank in Unkelbach entstanden sind, können durch Zaribo nicht geschlossen werden, das ist auch nicht der Anspruch. Zur Belebung des Ortskerns muss in Oedingen genau wie in den anderen Stadtteilen noch mehr getan werden – ein Gewerbe wie Zaribo ist dafür ein wichtiger Baustein.

Die WählerGruppe Remagen WGR freut sich über die Ansiedlung dieses innovativen Unternehmens in Oedingen.

Pressemeldung WählerGruppe Remagen WGR
Foto: Privat

 

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