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Neue Maschen beim Telefonbetrug

Angebliche geheime polizeiliche Ermittlungen +++ falscher Bankmitarbeiter +++ falsche Google Mitarbeiterin

Telefonbetrüger gaukeln “geheime polizeiliche Ermittlungen” vor – Seniorin um Bargeld und Gold erleichtert

In den zurückliegenden Tagen wurde eine Seniorin aus dem Raum Bonn mehrfach von einem falschen Polizisten telefonisch kontaktiert.
Der falsche Polizist tischte der Seniorin immer wieder die Geschichte eine “Verdeckten und geheimen Ermittlung” vor, für die man jetzt Geld benötige. Hierzu rief der Betrüger täglich mehrmals bei der 78-Jährigen an und benannte in den Gesprächen die Namen von angeblichen Staatsanwälten, Richtern und einem Leiter der Kriminalpolizei. Die Seniorin beschreibt die Sprache des Anrufers als akzent- und dialektfrei und schätzt den das Alter des Anrufers auf 55 bis 60 Jahre. Im Verlauf der Gespräche wurde schließlich die Übergabe von Bargeld und Gold im Gesamtwert von mehreren 10.000 Euro vereinbart. In den Nachmittagsstunden des 14.03.2023, gegen 16:30 Uhr, kam es dann zur Übergabe von Bargeld und Gold, welches von der Geschädigten verabredungsgemäß vor der Haustüre deponiert worden war. Eine dunkel gekleidete Person, zu der aktuell keine weiteren Beschreibungsmerkmale vorliegen, holte das Geld schließlich gegen 16:30 Uhr ab und entfernte sich in unbekannte Richtung vom Ort des Geschehens.
Das zuständige KK 24 hat die weitergehenden Ermittlungen zu dem Fall übernommen. Die Kripo weist im Zusammenhang mit dem folgenschweren Telefonbetrug darauf hin, dass die Polizei im Falle zweifelhafter Anrufer rund um die Uhr – auch über die Notrufnummer 110 – erreichbar ist und schnell beraten und helfen kann die Polizei für anstehende oder andauernde Ermittlungen in keinem Fall “Geld einfordert”.
Generell gilt: Die Polizei wird Sie niemals telefonisch um das Herausgeben Ihrer Wertsachen bitten! Legen Sie bei verdächtigen Anrufen einfach auf. Soweit Sie Opfer von mutmaßlich falschen Polizisten geworden sind, erstatten unverzüglich Strafanzeige!

Polizei Bonn

Betrug durch falschen Bankmitarbeiter

Die 86-jährige Geschädigte wurde am Vormittag des 17.03.2023 durch einen angeblichen Bankmitarbeiter angerufen. Dieser teilte ihr mit, dass unberechtigte Abbuchungen von ihrem Konto durch einen Reiseveranstalter aufgefallen wären. Um ihr übriges Geld zur schützen wird ihr empfohlen, alles von ihrem Konto abzuheben. Da sie angibt, dass ihr Sohn sich normalerweise um alle Bank-Angelegenheiten kümmern würde, wird sie durch den Anrufer getäuscht, indem dieser die Rufnummer ihres Sohnes erfragt und angibt mit diesem sprechen zu wollen. Als sich der Täter kurze Zeit später wieder meldet, sagt dieser der Geschädigten, dass ihr Sohn bereits auf dem Weg zur Bank wäre und sie sich ebenfalls dorthin begeben solle. Gegenüber der Bank solle sie angeben, dass sie das Geld für Handwerker brauche. Die Geschädigte kommt der Aufforderung nach und hebt 8.000 Euro von ihrem Bankkonto ab. Anschließend wird die sie wieder vom Täter angerufen. Dieser lässt sich die Seriennummern der Geldscheine nennen, da es sich möglicherweise um Falschgeld handeln könne. Mit einer Lüge bezüglich angeblicher falscher Anfangsbuchstaben der Seriennummern täuscht er die Geschädigte, sodass diese ihm glaubt, dass es sich um Falschgeld handelt. Anschließend weist er die Geschädigte an, die gesamte Geldsumme in einen Umschlag zu packen und an einem nahegelegenen Parkplatz abzulegen, wo es abgeholt werden würde. Man versichert ihr, dass sie zeitnah “echtes Geld” in gleicher Summe erhalte. Um seine Glaubwürdigkeit zu erhöhen simuliert ein Mittäter im Hintergrund während des Telefonates mit der Geschädigten ein weiteres Gespräch mit einem fiktivem Reiseanbieter, wo angeblich versucht wird das Geld zurück zu buchen. Als der Geschädigten in einem Gespräch mit ihrem Sohn der Betrug auffällt ist das Geld bereits durch die Täter abgeholt worden. Das Geld wurde auf einem Parkplatz in Vallendar Nähe Jahnstraße/Keppershohl vor einem Glascontainer abgelegt. Zeugen, welche die Täter, verdächtige Fahrzeuge oder sonstige Wahrnehmungen zur Sache gemacht haben, werden gebeten sich bei der Polizei zu melden.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Täter derartiger Betrugsdelikte am Telefon höchst professionell agieren, rhetorisch sehr geschickt sind und es häufig schaffen glaubwürdig zu erscheinen. So gelingt es die Geschädigten mit diversen Tricks zu täuschen. Häufig werden die Geschädigten auch zur Verschwiegenheit gegenüber den Bankmitarbeitern angeleitet, denen z.B. eine Mittäterschaft oder ähnliche Verfehlungen unterstellt werden.

Polizeidirektion Koblenz

Versuchter Betrug von falscher Google Mitarbeiterin

Am Donnerstagvormittag erhielt ein 47-jähriger Mann aus Vettelschoß den Anruf einer Frau, die sich als Mitarbeiterin des Onlinedienstes Google ausgab. Die Frau teilte dem Mann mit, er habe einen Vertrag im Internet abgeschlossen und forderte ihn auf, einen vierstelligen Eurobetrag zu bezahlen. Als der Geschädigte nachfragte, um welche Firma und um welchen Abschluss es sich handele, beendete die Frau das Gespräch. Es kam zu keinem Schadenseintritt.

Polizeiinspektion Linz/Rhein

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