Zwei Rentner lassen gebrauchte Küche bei Tafel Sinzig im neuen Glanz erstrahlen

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Die neue Küche in der Tafelausgabestelle Sinzig sieht fast wie neu aus. Zufrieden mit dem Ergebnis sind die beiden handwerklichen Zauberkünstler (von links) Friedrich Pörzgen und Gottfried Nonnast. Foto: E.T. Müller

„Me muss aus nix wat mache“

Zwei Rentner lassen gebrauchte Küche bei Tafel Sinzig im neuen Glanz erstrahlen

Auf dem Weg hin zur neuen Tafelausgabestelle Sinzig in der Koblenzer Straße galt es viele Hindernissen zu überwinden, so auch die Frage, wo man eine schöne aber nicht zu teure funktionstüchtige Küche herbekommt. Auch Caritas-Mitarbeiterin Christiane Böttcher trieb diese Frage um, als sie in ihrer Straße von einer gebrauchten Küche erfuhr, die in den Sperrmüll wandern sollte. Glücklicherweise gab es Gottfried Nonnast und Friedrich Pörzgen von den „Rüstigen Rentnern“, die immer wieder gerne etwas für andere tun, sei es die Sanierung des Obdachlosenheims, die Decke der Wanderhütte, der Schwanenteich, im Kindergarten oder Bänke, die aufgebaut werden müssen. Christiane Böttcher selbst hatte wenig Hoffnung, dass aus den Resten was Ordentliches entstehen könnte. Auch Gottfried Nonnast bezeichnete die Küche als „Schrott“. Doch „aus diesem Schrott haben wir was gemacht.“ Zunächst musste alles gereinigt und poliert werden, an der Spülmaschinentür fehlte die Verkleidung, ein Schrank wurde mit einem Holzstück ergänzt. Die beiden rüstigen Rentner wussten anfangs selbst nicht, was entstehen würde, war die Küche doch ursprünglich in einem engen, winkligen Raum montiert. Mit viel Erfindungsgeist wurde sie in nur 14 Tagen ehrenamtlicher Arbeit zu einem Glanzstück der neuen Tafelausgabestelle Sinzig. „Me muss aus nix wat mache“, brachte es der handwerkliche Zauberkünstler Friedrich Pörzgen auf den Punkt. Und er freute sich mit Gottfried Nonnast, als Christiane Böttcher, Tafelmitarbeiterin Anja Klotz und Tafelmitarbeiter Ralf Eggert Danke sagten und zwei Gutscheine überreichten, die in Sinziger Geschäften eingelöst werden können. „Es ist großartig, was Sie hier geschaffen haben. Ich bin froh und erleichtert, dass wir eine Küche haben und nach der Eröffnung ein Tafelkaffee werden anbieten können“, betonte Christiane Böttcher, wobei bereits jetzt die Tafelkunden unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsbestimmungen ihre Lebensmittel in der Koblenzer Straße 1 A von Sinzig abholen können. Die Tafelmitarbeiterinnen und -mitarbeiter hoffen, dass die Einweihungsfeier im kommenden Jahr nach der Corona-Pandemie stattfinden kann.

Finanzielle Unterstützung unter dem Stichwort „Tafel Ahrweiler“ auf eines der Caritas-Konten hilft dem spendenfinanzierten, ökumenischen Angebot in der Corona-Krise:

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Jede Spende ist steuerlich absetzbar.

Pressemeldung Caritas Kreis AW
Foto: E.T. Müller

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