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Andres Hörakustik

Feuerwehr Sinzig: Warten auf die neuen Ausschüsse

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Jahnwiese oder Sandkauler Weg: Standortfrage beschäftigt die neu gewählten Gremien nicht vor September

Sinzig. Die Entscheidung über den neuen Feuerwehrstandort wird wohl nicht vor September fallen. Das geht aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage des Rhein-Ahr Anzeigers hervor. Demnach wird der neu gewählte Stadtrat am 11. Juli zunächst zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen. Erst Ende August werden die Fachausschüsse gebildet. „Die Verwaltung wird sodann die Standortfrage auf die Tagesordnung setzen, sodass sich die Gremien erneut mit der Thematik auseinandersetzen„, heißt es weiter. Wie schnell dann tatsächlich eine Entscheidung fällt, ist offen.  „Den Beratungsverlauf hierzu vermögen wir derzeit nicht zu beurteilen„, hieß es dazu aus dem Rathaus.
Klar ist allerdings, dass sich Ausschüsse und Stadtrat zumindest nach bisherigem Stand der Dinge ausschließlich mit zwei Varianten beschäftigen werden – dem Standort Jahnwiese und dem Standort Sandkauler Weg, dem bisheriges Gelände des Bauhofs. Der Stadtrat hatte die Verwaltung beauftragt, diese beiden Standorte zu untersuchen. 

Feuerwehr am Schießberg

Eine dritte Variante – der von dem grünen Ratsmitglied Klaus Hahn vorgeschlagene Neubau des Feuerwehrgerätehauses am Schießberg – steht allerdings nicht auf der Liste. Die Grünen haben zwar eine „transparente Prüfung“ auch dieser Variante gefordert, aber bislang noch keinen entsprechenden Antrag in den Stadtrat eingebracht. Das kann sich natürlich noch ändern, doch eine Mehrheit dürfte dafür schwierig zu bekommen sein. 
Eine weitere Variante unweit des bisherigen Feuerwehrstandorts war jüngst aus wirtschaftlichen Gründen in nichtöffentlicher Sitzung verworfen worden.

Resilienz-Zentrum Ahrtal auf der Jahnwiese

Aber auch rund um die Jahnwiese gibt es noch offene Fragen. So hatte Ratsmitglied Hahn jüngst eine ganz neue Idee für das zentrumsnahe Grundstück ins Spiel gebracht. Es gibt im Rahmen des Berlin-Bonn-Gesetzes hoffnungsvolle Pläne, mit öffentlichen Mitteln ein bundesweit relevantes Resilienz-Zentrum Ahrtal einzurichten, das unter anderem den Umgang der Gesellschaft mit Katastrophen und Krisen erforschen soll. 
Ist es tatsächlich denkbar, dass die Jahnwiese bei diesem Projekt eine Chance hätte? Immerhin geht es um Investitionen bis zu 130 Millionen Euro für eine solche Einrichtung. Im Rathaus winkt man allerdings ab: „Der Verwaltung liegen keine konkreten Informationen vor und es gab dazu keine Gespräche. Aus den hierzu öffentlichen Berichten ist zu erkennen, dass die Fläche der Jahnwiese nicht geeignet wäre. Mithin ist auch keine Prüfung durch die Stadt erfolgt„, heißt es in einer Antwort an den Rhein-Ahr Anzeiger.

Jahnwiese – Ausfahrt Barbarossastraße zulässig

Auch zu dem Gerücht, dass die für die Feuerwehr vorgesehene Fläche auf der Jahnwiese um einen Meter erhöht werden müsste, damit die Ausfahrt den Vorgaben entspricht, nimmt die Verwaltung Stellung. „Diese Aussage kann verwaltungsseitig so nicht bestätigt werden, da es derzeit ,lediglich‘ um die Standortfrage geht. Für die Klärung der Standortfrage wurde das Grundstück Jahnwiese bislang nicht höhenmäßig eingemessen„, hieß es. Dies erfolge in der Regel im Zuge der weiteren Planung. Selbstverständlich werde die wegemäßige Erschließung „regelkonform geplant und gewählt“, hieß es weiter. „Bislang können wir jedoch keine derartige Herausforderung erkennen, die im Vorfeld die Standortwahl in Gänze in Frage stellt.

Bedenken der Anwohner

Was die Anwohnerinnen und Anwohner der Jahnwiese von diesem Feuerwehrstandort vor ihrer Haustür halten, das dürfte sich im Rahmen der öffentlichen Beteiligung herausstellen. Bislang jedenfalls seien „an die Stadt keine entsprechenden Bedenken von Anwohnern herangetragen“ worden. Etwaige Rechtsbehelfe hätten zudem keine aufschiebende Wirkung, erklärte die Verwaltung.

Bauhof und Feuerwehr nebeneinander

Derweil kocht auch in Sachen Sandkauler Weg die Gerüchteküche, es gibt offenbar Zweifel in Teilen der Stadtpolitik, dass der dortige Bauhof tatsächlich für den Bau eines Feuerwehrgerätehauses weichen müsste. Dies würde die Gesamtkosten für diesen Standort erheblich in die Höhe treiben. Weil dann auch noch ein Umzug des Bauhofs finanziert werden müsste, stiegen die voraussichtlichen Kosten auf rund 13 Millionen Euro, während ein Bau auf der Jahnwiese mit 8,2 Millionen Euro veranschlagt wird. „Nach derzeitigen Erkenntnissen ist ein Nebeneinander von Feuerwehrgerätehaus und Bauhof nicht möglich„, machte die Stadtverwaltung noch einmal deutlich. Ein konkreter Antrag oder Beschluss aus den Gremien für einen Ankauf von Flächen liege derzeit nicht vor. Zudem sei derzeit nicht bekannt, ob überhaupt Flächen für einen Ankauf zur Verfügung stehen.

Baustopp durch historische Funde

Bleiben noch die alten Römer und Co., die im wahren Wortsinn ein paar Steine in den Weg legen könnten. In Sinzig gab und gibt es immer wieder Funde aus der Römerzeit, der Spätantike und aus dem Mittelalter. Das würde bei einer Entscheidung für die Jahnwiese natürlich auch die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) auf den Plan rufen. Der GDKE ist die Direktion Landesdenkmalpflege und Landesarchäologie zugeordnet. „Diese entscheiden sodann über eine entsprechende Untersuchung im Vorfeld und/oder beteiligen sich an den ersten Tiefbauarbeiten“, so die Stadt. 

Manfred Ruch/Achim Gottschalk
Foto: Archiv Gottschalk

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