Remagener Brunnen für trockene Sommer in Reserve halten

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Remagener Brunnen für trockene Sommer in Reserve halten
Besuch im Remagener Brunnenhaus in der Goldenen Meile. Von rechts Ratsmitglied Volker Theos, Wolfgang Kochan von der EVM-Betriebsleitung der Remagener Stadtwerke, SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann und Grünen-Fraktionssprecher Frank Bliss.

Remagener Brunnen für trockene Sommer in Reserve halten

Präsident der SGD Nord Dr. Kleemann zu Besuch in Remagen
Auf Einladung der Grünen-Stadtratsfraktion besuchte Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, , am Montag Remagen. Im Mittelpunkt des Besuchs standen Gespräche über die Möglichkeit, den alten Remagener Brunnen in den Rheinwiesen der „Goldenen Meile“ unterhalb der Schwarzen Madonna in Sondersituationen wieder in Betrieb nehmen zu können. Aufgrund der extremen Trockenheit im Sommer 2018 herrschte in Remagen bekanntlich in Sachen Trinkwasserversorgung einige Wochen lang quasi ein Notstand. Obwohl die Pumpen auf Hochtouren liefen, konnte vor allem abends zeitweise für die Kernstadt nicht genügend Wasser geliefert werden, um den Bedarf zu decken. Nur aufgrund des vernünftigen Verhaltens der Bevölkerung, die einem Sparaufruf von Stadt und Betriebsleitung EVM in großem Umfang gefolgt waren, konnte die Situation ohne weitere Probleme überbrückt werden.

Idee der Remagener Grünen ist nun, für den nur für Notzwecke noch in Betrieb gehaltenen, aber voll funktionsfähigen Brunnen eine Wiederzulassung durch die SGD Nord zu beantragen, damit durch Zupumpen von Wasser die Versorgung der Bevölkerung in außergewöhnlichen Situationen wie im letzten Sommer verbessert wird. Bei dem Treffen an der Brunnenanlage, an dem auch die Vertreter der EVM als Betriebsleiter der Remagener Stadtwerke teilnahmen, wurde über einem Umfang von 20 bis 50 Kubikmetern Förderung aus dem Brunnen gesprochen. Dies entspräche einer zusätzlichen Versorgung um 15 bis maximal 25% die in heißen und trockenen Sommern zu einer 100 %igen Versorgung beitragen könnte.

Diese Idee sollte hinsichtlich ihrer möglichen Umsetzung überprüft werden, so auch SGD-Präsident Kleemann, zumal angesichts des Klimawandels sich der heiße und trockene Sommer 2018 mit großer Sicherheit zukünftig wiederholen werde. Allerdings müsste die Stadt die strengen Auflagen zur Wasserqualitäteinhalten. Hierfür seien einige Investitionen notwendig, da die über 30 Jahre Anlage nicht mehr in allen Punkten den heutigen Anforderungen entsprechen würde.

In einem anschließenden Gespräch mit dem Fraktionssprecher der Grünen im Remagener Stadtrat, Frank Bliss, und Grünen-Ratsmitglied Volker Thehos sagte Dr. Kleemann den Remagener Gremien sowie der Stadtverwaltung auch die Unterstützung der SGD Nord bei der weiteren Erarbeitung und Umsetzung der Hochwasserschutzkonzepte für die Stadt und besonders der Ortsteile Oedingen und Unkelbach zu.

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Remagen
Foto: Privat

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