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Sinziger Stadtrat stimmt mehrheitlich gegen das geplante Nahversorgungszentrum

Sinziger Stadtrat stimmt mehrheitlich gegen das geplante Nahversorgungszentrum

Die Stadtratssitzung vom 18.2. hatte nur einen Tagesordnungspunkt – die Ausführung des geplanten Nahversorgungszentrums (NVZ) auf dem Gelände der ehemaligen Firma Rick.
Nach sechs Jahren entschied gestern der Stadtrat mit 20:9 Stimmen bei 2 Enthaltungen gegen die weitere Ausführung des geplanten Einkaufszentrums. Die Sitzung verlief sehr ruhig und entspannt als Onlinestream im Internet.
Bürgermeister Andreas Geron, Volker Thormann und Martin Ruch nahmen an der Abstimmung nicht teil.

Zur Abstimmung standen die beiden Positionen:

Variante A) Fortführung des Verfahrens

  1. Das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Kölner Straße, Albert-Schweitzer-Straße, Ahr und Dreifaltigkeitsweg“ in Sinzig wird, mit den aktuell vorliegenden Planunterlagen fortgeführt.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt die Unterlagen zur Abwägung der eingegangen Anregungen aus der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der raumordnerischen Prüfung zur Beratung und Entscheidung vorzulegen.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, die noch ausstehenden Vertragswerke „Erweiterung
    städtebaulicher Vertrag“ und „Erschließungsvertrag“ vorzubereiten und den städtischen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.
  4. Der Rat der Stadt Sinzig nimmt die vorgelegten Stellungnahmen der Kanzlei Jeromin und
    Kerkmann sowie die Stellungnahme der Cima inhaltlich zur Kenntnis.

Variante B) Einstellung des Verfahrens

  1. Das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Kölner Straße, Albert-Schweitzer-Straße, Ahr und Dreifaltigkeitsweg“ in Sinzig wird eingestellt.
  2. Die Beschlüsse zur Aufstellung des Bebauungsplanes vom 28.05.2015 sowie der Beschluss zur Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplan der Stadt Sinzig vom 18.05.2017 werden aufgehoben.
  3. Dem Eigentümer der Grundstücksflächen wird in Aussicht gestellt, bei Vorlage von alternativen Nutzungskonzepten für die Flächen, erneut ein Bauleitplanverfahren einzuleiten. Die Stadt Sinzig ist grundsätzlich, nach wie vor, an einer städtebaulichen Entwicklung des Areals interessiert.

Mit 20:9 Stimmen entschied sich der Rat gegen Variante „A“ und damit für Variante „B“. Sitzungsleiter Hans-Werner Adams betonte ausdrücklich, dass die Stadt offen für neue Vorschläge und Planungen des Investors ist.
Damit ist noch nicht alles vom Tisch.

„Gegenwind“ aus der Bevölkerung

Gegner des NVZ gründeten bereits 2015 die Bürgerinitiative „Wir lieben Sinzig“. Die BI befürchtet eine Verschandelung des Ahrufers durch bis zu 6m hohe Mauern, sehr hohes Verkehrsaufkommen durch Kunden und Zulieferer und die Zufahrt durch einen Gang mit bis zu fünf Meter hoher Schallschutzwand. Sie bevorzugen eine Wohnbebauung mit der Achse Ahr <-> Innenstadt und eine Naherholung anstatt einer Nahversorgung.
Die Bürgerinitiative ist sehr aktiv auf ihrer Webseite (wir-lieben-sinzig.de) und in den sozialen Netzwerken.
In einer Unterschriftensammlung im Jahr 2015 der Bürgerinitiative „Wir lieben Sinzig“ wurden über 3000 Unterschriften gegen das NVZ gesammelt und von Andreas Geron, der damals „Kopf“ der BI war ans Bauamt übergeben.
Seit 2017 ist Andreas Geron Bürgermeister der Stadt Sinzig.

Befürworter

Befürworter des Nahversorgungszentrums sehen einen modernen EDEKA in einem gut ausgestatteten fußläufig erreichbaren Einkaufszentrum mit vielen weiteren Märkten, ein attraktives Ahrufer mit Gastronomie und die Aufwertung Sinzigs als Einkaufsstadt.
Im Falle der Ablehnung befürchten sie die Abwanderung des EDEKA und des ALDI. ALDI plant inzwischen eine neue Filiale auf dem Gelände der alten Post in Remagen und EDEKA will den jetzigen Standort verlassen, da eine Erweiterung der Verkaufsfläche und eine Modernisierung hier nicht möglich ist. Auch die Abwanderung von Rossmann, KIK und Getränke Juchem, die jetzt noch im kleinen Gewerbegebiet an der Kripper Straße liegen, wird befürchtet. Das würde die Verödung der Sinziger Weststadt verursachen. Zudem kommt, dass die Industriebrache Rick-Gelände die nächsten Jahre erhalten bleiben könnte.

Historie

Die Historie in Form von Artikeln und vielen Filmen hier im Aktiplan finden Sie unter dem Link der Suchergebnisse:
www.aktiplan.de/?s=nvz

AG
Foto: Archiv

 

 

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