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Zug der Kraniche – SGD Nord verrät spannende Fakten

Imposantes Himmelsschauspiel

Lange Beine, langer Hals, eine Spannweite von mehr als zwei Metern: Kraniche sind eine echte Erscheinung am Himmel und durch ihr markantes Geschrei leicht von anderen Vögel zu unterscheiden. Ab Ende Oktober ziehen sie nun wieder in ihre Winterquartiere im Süden und machen dabei unter anderem Rast in der Eifel. Weshalb Kraniche am liebsten in seichtem Wasser übernachten und warum der Zeitpunkt des Wegzugs gar nicht vom Wetter abhängt – die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord verrät spannende Fakten rund um die Reise der imposanten Tiere.
Die warme Jahreszeit verbringen Kraniche, die auch „Vögel des Glücks“ genannt werden, meist in Skandinavien sowie in Mittel- und Osteuropa. Doch bricht der Herbst an, zieht es die Vögel in die milden Regionen Spaniens und Südfrankreichs. Einige Tiere legen auf ihrem Weg auch einen Zwischenstopp in der Eifel ein, unter anderem am Sangweiher sowie im Flachmoor Mürmes, wo sich oft hunderte Tiere gleichzeitig einfinden. Die SGD Nord setzt sich aktiv für den Erhalt dieser wichtigen Naturschutzgebiete ein.
Wir organisieren und finanzieren eine ganze Reihe geeigneter Naturschutzmaßnahmen vor Ort“, sagt Wolfgang Treis, Präsident der SGD Nord. An erster Stelle steht die Regulation des Wasserstands, denn Kraniche bevorzugen zum Schlafen wenige Zentimeter tiefes Wasser. Das schützt sie vor tierischen Räubern, wie etwa dem Fuchs. Darüber hinaus sorgt die SGD Nord mit ihren Partnern dafür, dass die Rastplätze nicht zuwachsen. Schilder und Absperrungen stellen sicher, dass die Tiere nicht durch Spaziergänger gestört werden.
Doch weshalb wollen die Tiere überhaupt nach Süden? Ist es ihnen zu kalt? Die niedrigen Temperaturen sind für die Kraniche nicht das Hauptproblem, vielmehr geht es um die Nahrung. Wenn im Baltikum -20 Grad Celsius herrschen, die Flüsse von Eis bedeckt sind und die Wiesen gefrieren, finden die Kraniche keine Würmer und Insekten mehr. Den Zeitpunkt für ihren Wegzug machen die Tiere dennoch nicht vom Wetter abhängig. Denn Kraniche wissen genau, wie weit das Jahr vorangeschritten ist, da sie die Veränderung der Tageslichtlänge erfassen. Der Höhepunkt des Wegzugs wird im November erwartet, das Ende Anfang Dezember.
Ob der Klimawandel Einfluss auf den Rhythmus der Kraniche hat, darüber ist man sich – anders als bei anderen Vögeln – nicht einig. Zwar haben sich die Zeiten leicht verschoben, doch die Ursache bleibt unklar. Die größten Rastplätze der Kraniche liegen im Übrigen in den nordöstlichen Bundesländern, also im Berliner Umland, in Brandenburg und in Niedersachsen. Dort sind teils mehr als 50.000 Tiere an einer Stelle zu beobachten.

Pressemeldung SGD Nord
Foto Archiv

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